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Daimler, VW und BMW: So schlimm wird’s für die deutschen Autoaktien

Das Jahr 2020 hätte für die deutschen Autobauer Daimler (WKN: 710000), BMW (WKN: 519000) und Volkswagen (WKN: 766403) ein besonderes Jahr werden sollen. Alle drei hatten hochtrabende Elektroautopläne und wollten sich selbst und der Welt beweisen, auch in einem anstehenden Elektromobilitätszeitalter mitspielen zu können. Nun zwingt die Coronapandemie die Autobauer dazu, von ganz anderen Themen zu sprechen: Umsatzeinbrüche, Kurzarbeit und Liquiditätsmanagement. So schlimm die Aussichten für die Autoaktien heute sind, gibt es bereits jetzt ein zartes Licht am Ende des Tunnels.

Einbrechende Absatzzahlen erfordern Flexibilität

Laut BMW-Aussagen vom Beginn dieser Woche sind derzeit rund 80 % aller Autohändler in den USA und rund 70 % aller Händler in Europa geschlossen. Das macht nun wahrlich keine Hoffnung auf boomende Autoverkäufe.

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Wie schlimm es auf der Absatzseite tatsächlich werden kann, zeigt sich bereits in den gemeldeten Verkaufszahlen. BMW meldete bis einschließlich März einen weltweiten Rückgang der Pkw-Auslieferungen um beinahe 21 %. Auch wenn die großen Herausforderungen in Europa und den USA noch bevorstehen, zieht sich dieser Rückgang durch alle Regionen. Das gleiche Bild liefert auch VW (bis einschließlich Februar -14 %) und Daimler (bis einschließlich Februar -9 %). Wobei bei Daimler und Volkswagen in diesen Zahlen der wohl bisher schlimmste Monat März noch nicht enthalten ist.

Die einbrechenden Absatzzahlen belasten die Autobauer besonders schwer. Ein Großteil der Kosten kann nicht so leicht an stark fallende Absatzzahlen angepasst werden. Derzeit wird alles versucht, diese Flexibilität zu erhöhen. Kurzarbeit und Fabrikschließungen sind dabei nur die öffentlichkeitswirksamsten Maßnahmen.

Die Liquiditätssituation der Autobauer macht Hoffnung

Die flexible Anpassung der Produktion an die neue Absatzsituation hat dabei ein großes Ziel, sie zahlungsfähig zu erhalten. Genau das meinen die Unternehmenslenker, wenn sie davon sprechen, ihre Liquidität nun deutlich strenger zu managen.

Blickt man in die Bilanzen von Daimler, BMW und Volkswagen, stehen alle drei Autobauer zumindest im Industriegeschäft, also ohne die angeschlossenen Kredit- und Leasingbanken, ganz ordentlich da: Daimler 11 Mrd. Euro, BMW 17,5 Mrd. Euro und Volkswagen 21 Mrd. Euro.

Natürlich bergen die Finanzverbindlichkeiten in den angeschlossenen Banken auch ein gewisses Risiko. Schließlich platzen in wirtschaftlich schwereren Zeiten deutlich mehr Kredite als in wirtschaftlich guten Zeiten. Aber platzt ein solcher Vertrag, verfügen die Autobauer noch immer über die als Sicherheit hinterlegten Fahrzeuge. Und der in wirtschaftlich schwierigen Zeiten boomende Gebrauchtwagenmarkt bietet dann eine großartige Risikoabsicherung.

Zusätzlich haben die Konzerne großzügige Kreditlinien in der Hinterhand. Diese können bei Bedarf gezogen werden. Bei Daimler belief sich diese Kreditlinie bisher auf 11 Mrd. Euro. Kürzlich wurde sie um weitere 12 Mrd. Euro erweitert. Für viele mag das ein erstes Anzeichen größerer Schwierigkeiten sein, für mich hingegen eher ein Zeichen vorausschauender Planung. Denn die heutigen Konditionen dürften deutlich günstiger sein als die, wenn man eine weitere Kreditlinie lieber schon gestern als heute benötigt hätte.

China wird vom Sorgenkind zum Hoffnungsträger

Erste positive Nachrichten, dass diese Kreditlinien nicht gebraucht werden, liefert aber bereits China. BMW schreibt zu Beginn dieser Woche bereits von starken Auftragseingängen und ersten Anzeichen einer Erholung in dieser Region. Während wir vor einigen Wochen noch mit bangem Blick auf die China-Abhängigkeit der deutschen Autobauer blickten, mausert sich diese Region nun zum Hoffnungsträger und zur möglichen Blaupause für den Rest der Welt.

All das ist vielleicht noch zu früh, um bei den deutschen Autoaktien in Jubelstimmung auszubrechen, sorgt aber für ein wenig Hoffnung, dass die deutsche Vorzeigebranche bald schon wieder über die bekannten Zukunftsthemen sprechen kann.

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Sven besitzt Aktien von BMW und Daimler. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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