The Motley Fool

Obwohl es dumm ist: Ich warte auf das Tief des Corona-Crashs

Die Börsen werden jeden Tag hochgejubelt und heruntergeprügelt, als ob es kein Morgen gäbe. Vorsichtige Anleger wenden sich angesichts dieser verrückten Schwankungen erschreckt von Aktien ab, kurzfristig orientierte Trader machen sich Illusionen vom schnellen Reichtum und abgebrühte Investoren bleiben einfach engagiert und greifen je nach ihren Möglichkeiten unbeirrt zu den vergünstigten Kursen zu.

Nennt mich dumm, aber ich mache nichts von den drei Optionen. Natürlich habe ich ein Kerndepot, mit dem ich nach dem Motto „Augen zu und durch“ verfahre. Alles andere ist längst verkauft und jetzt warte ich geduldig auf Tiefstkurse.

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Auf Tiefstkurse warten ist dumm

Die kürzliche Überschrift meines geschätzten Kollegen Christoph Gössel „Warum es dumm ist, auf den Tiefpunkt zu warten“, löste in mir folglich Widerspruch aus. Bei genauerem Hinsehen ist der Dissens allerdings nicht so groß, wie es im ersten Moment scheint. In seinem Artikel ging es nämlich im Kern darum, dass man nicht eine Bodenbildung abwarten sollte, um dann den Kursen hinterherzurennen, oder gar erst in Zwischenhochs einzusteigen, die sich auf absehbare Zeit als wenig profitabel erweisen.

Wer so handelt, der agiert primär auf Basis von charttechnischen Signalen – und das ist wirklich ziemlich dumm. Denn eine Bodenbildung lässt sich nie zuverlässig feststellen. Erst viele Monate später kann man rückblickend sagen, was wirklich Sache war. Auf die (inverse) Schulter-Kopf-Schulter- kann schnell die umgekehrte Formation folgen und dann geht es vielleicht noch eine Etage tiefer. So war es zum Beispiel rund um den Jahreswechsel 2015/2016.

Und wenn wir übertrieben auf solche Signale achten, dann ist das völlig kontraproduktiv. Die Muster werden immer feiner, die Tradingzyklen immer kürzer. Statt immer bessere Investoren zu werden, werden wir immer üblere Zocker, die Markt-Timing betreiben. Dumm eben.

Auf Tiefstkurse warten kann aber auch schlau sein

Eine simple und erfolgsversprechende Strategie bestünde aktuell darin, in regelmäßigen Abständen in das Tal hinein zu investieren. Wenn du hohe liquide Mittel oder eine hohe Sparrate hast, dann lässt sich das besonders gut umsetzen. Weil man mit dem gleichen Investitionsbetrag umso mehr Anteile bekommt, je tiefer die Kurse fallen, ergeben sich daraus automatisch günstige Einstiegskurse. Aus meiner Sicht ist das die zweitbeste Herangehensweise, und dazu noch eine stressfreie.

Damit kommen wir jetzt zu meiner bevorzugten Strategie: Obwohl bereits jetzt viele Werte hochattraktiv wirken, bin ich noch sehr zurückhaltend, was Zukäufe angeht. Der Gesamtmarkt gefällt mir noch nicht. Deshalb liegt mein Fokus darauf, über die Sparrate meine liquiden Mittel aufzustocken.

Wenn ich sehe, dass der Technologieindex Nasdaq 100 im Moment (03.04.) bei über 7.500 Punkten notiert, also auf einem Niveau, das höher liegt als der Höhepunkt des FANG-Booms von 2017 und 2018, dann kann ich einfach nicht glauben, dass das schon alles war. In den nächsten Wochen werden voraussichtlich mehrere Hunderttausend US-Amerikaner den schrecklichen Folgen des Coronavirus erliegen. Bereits jetzt schnellen die Arbeitslosenzahlen hoch und eine Welle von Pleiten, die sich durch die gesamte Wirtschaft zieht, ist absehbar.

Werden sich die Menschen unter diesen Umständen noch Premiumunterhaltung, Luxuselektronik und überteuerte Elektroautos leisten wollen? Werden sich Start-ups in dieser Phase sündhaft teure Werbekampagnen leisten wollen? Wenn es nur um fünf Quarantänewochen ginge und dann aus ökonomischer Sicht alles wieder wie vorher wäre, könnte man es als temporäre Dellen abtun. Das wäre wünschenswert, aber mir fehlt der Glaube.

Langer Rede kurzer Sinn: Es kommen noch günstigere Kurse. Und weil sich deutsche Aktien fast nie gegen den US-Trend stemmen, werden auch sie mit nach unten gezogen.

Worauf es ankommt

Der entscheidende Punkt ist, dass man sich mental auf den Zeitpunkt vorbereitet, wann man seine Aktienquote wieder hochfahren will. Hilfreich ist dabei, bereits jetzt einige Aktien im Auge zu haben, die günstig bewertet erscheinen. Bei jeder weiteren Ausweitung des Sicherheitspuffers kann man dort ohne größere Bedenken zugreifen, ohne sich übertriebene Gedanken zu machen, ob es nun wirklich der absolute Tiefpunkt ist. Eine gute Unternehmensauswahl und eine klare Vorstellung vom tatsächlichen langfristigen Wert sind also entscheidend.

Optimalerweise erleben wir allerdings in den nächsten Wochen noch einige Paniktage, an denen die Anlegerherde ähnlich irrational handelt wie in den Wochen vor dem jüngsten Crash oder Anfang März. Genau das ist nach meiner Einschätzung sehr wahrscheinlich. US-Amerikaner dürfen jetzt zu bevorzugten Konditionen an ihre aktienbasierte Altersvorsorge ran, um unter den erschwerten Bedingungen ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Es liegt nahe, dass viele davon schwache Hände sind und zu jedem Preis verkaufen, wenn es abwärtsgeht.

Institutionelle Anleger schaffen sich im Vorfeld ein Liquiditätspolster an und Leerverkäufer, die die Situation antizipieren, feuern das Abverkaufsmomentum zusätzlich an. Das ist mein Hauptszenario, und wenn es so eintrifft, dann will ich in der Lage sein, geniale Unternehmen zu genial niedrigen Preisen einzusammeln. Gleichzeitig überprüfe ich diese Einschätzung regelmäßig, um nicht doch unterinvestiert den Kursen hinterherlaufen zu müssen.

Eine kurzfristige Erholungsrallye würde mich allerdings noch nicht unter Zugzwang setzen. Es sind einfach schwierige Zeiten und wie lange es dauert, die negativen Folgen abzuschütteln, hängt von Tausenden Faktoren ab, die niemand zuverlässig einschätzen kann. Ob wir letztlich den absoluten Tiefpunkt erwischen, wird gar nicht so wichtig sein. Aber die Rendite wird beim Einkauf gemacht.

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