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Diageo, BAT und LVS: Zaster mit Laster – und jetzt mit Discount!

Das Sprichwort „Zaster mit Laster“ wird häufig für Dividendenaktien genutzt, die gewisse Schwächen oder lasterhafte Geschäftsmodelle aufweisen. Klassischerweise werden darunter Aktien der Zigaretten- oder Alkoholindustrie subsumiert. Oder auch das Glücksspiel.

Bemerkenswerterweise sind solche Lasteraktien historisch gesehen häufig stabile Dividendenzahler geworden. Das Laster lohnt sich schließlich. Zudem sind Süchte und das Ausnutzen dieser zwar moralisch verwerflich. Allerdings sehr defensiv. Ein Laster ist häufig eine Sucht und diese interessiert sich nicht für wirtschaftliche Auf-und-Abs.

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Allerdings die Aktien: Viele Lasteraktien werden jetzt schließlich preiswerter bewertet. Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf Diageo (WKN: 851247), British American Tobacco (WKN: 916018) und Las Vegas Sands (WKN: A0B8S2), die zu diesem Kreis dazugezählt werden können.

Diageo: Stabiler Zahler, jetzt mit Discount

Eine erste Aktie, die über ein vergleichsweise stabiles Geschäftsmodell mit Laster verfügt, ist Diageo. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Produzent von Likören und anderen Alkoholika,  unter anderem Smirnoff, Baileys oder auch Guinness.

Diageo zahlt eine historisch stabile Dividende aus. Seit über zwei Jahrzehnten wird hier stetig die Dividende erhöht. Derzeit zahlt das Management 68,57 Pence je Anteilsschein an die Investoren aus. Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau in Höhe von 24,51 Pfund Sterling (02.04.2020, maßgeblich für alle Kurse) entspricht das einer Dividendenrendite in Höhe von knapp 2,8 %. Das mag nicht nach viel aussehen, ist allerdings mehr als noch vor einigen Wochen.

Bei einem 2019er-Gewinn je Aktie in Höhe von 1,31 Pfund Sterling beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit auf 18,7, was ebenfalls moderat für eine solide wachsende Aktie ist. Sofern die Umsätze und Ergebnisse weiter steigen, könnte das eine günstige Chance sein. Böse Zungen behaupten sogar, dass in der Korrektur und in wirtschaftlichen Abschwüngen die Menschen mehr trinken. Eben weil es jetzt mehr Grund dafür gibt.

BAT: Operativer Gegenwind, allerdings jetzt stabil

Ein zweiter Industriezweig, der über reichlich Gegenwind verfügt, ist die Zigaretten-Branche. Generell sind vor allem Gesundheitspolitiker dabei, die Sanktionen gegen die Branche zu erhöhen. Das äußert sich in Teilverboten und immer höheren Preisen. Grundlegend sind und bleiben Zigaretten jedoch ein moderates Wachstumsmodell, zumindest British American Tobacco kommt in seinem derzeitigen Marktumfeld noch solide zurecht.

British American Tobacco zahlt nach 19 jährlichen Dividendenerhöhungen in Folge jetzt eine Quartalsdividende in Höhe von 52,6 Pence aus, wodurch sich die derzeitige Dividendenrendite p. a. bei einem Kursniveau von 29,39 Pfund Sterling auf 7,15 % beläuft. Sowohl die Historie als auch die aktuelle Ausschüttung dürften daher interessant sein.

British American Tobacco kam außerdem im letzten Geschäftsjahr 2019 auf einen moderat schlechteren Gewinn je Aktie in Höhe von 2,50 Pfund Sterling, wodurch sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis jetzt auf knapp 12 beläuft. Die Dividende scheint jedenfalls nachhaltig, die Bewertung relativ preiswert. Womöglich ein weiteres Laster, das sich auszahlt.

Las Vegas Sands: Jetzt im Krisenmodus, aber …

Zugegeben, der Glücksspielbereich ist nicht das Laster, das jetzt sonderlich gefragt ist. Viele Casinos sind derzeit geschlossen beziehungsweise haben mit Einschränkungen zu kämpfen. Das führt zu kurzfristigen operativen Einbußen. Aber mal im Ernst: Ein Las-Vegas-Casino-Betreiber wird jetzt vermutlich nicht pleitegehen. Vor allem wenn die Aussicht besteht, dass bald wieder scharenweise Zocker die Stadt der Sünde einrennen werden.

Zuletzt hat Las Vegas Sands eine im März höhere Dividende von 0,79 US-Dollar bekannt gegeben, im Vergleich zu 0,77 US-Dollar noch im Vorquartal. Auf einer annualisierten Basis zahlt der Casinobetreiber bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 40,80 US-Dollar eine Dividendenrendite in Höhe von 7,74 % an die Investoren aus. Die seit inzwischen über acht Jahren stets angehobenen Ausschüttungen machen Mut, dass hier etwas Konstanz einziehen könnte. Wobei ein solcher Lauf gewiss keine Garantie ist.

Im letzten Geschäftsjahr 2019 kam Las Vegas Sands jedenfalls auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 3,50 Euro, wodurch sich das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis auf 11,7 beläuft. Durchaus preiswert und dividendenstark. Wobei Investoren einen Blick darauf riskieren sollten, ob der Cashflow die Dividenden decken kann.

Lasterdividenden für langfristig orientierte Investoren?

Das Kassieren von lasterhaften Ausschüttungen mag moralisch fragwürdig sein. Allerdings kann es ein lukrativer Weg sein, um hohe, nachhaltige Dividenden zu erhalten. Möglicherweise sind solche Aktien daher gerade jetzt einen Blick wert, wo viele solcher Lasteraktien (zu Recht oder Unrecht) mit einem attraktiven Discount bepreist werden.

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Vincent besitzt Aktien von British American Tobacco. The Motley Fool empfiehlt Diageo.

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