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Coronakrise: Dieser ETF mit 4,2 % Ausschüttungsrendite bietet ein gewisses Maß an Sicherheit!

Foto: Getty Images

Der Ausverkauf in den Märkten ist noch nicht abgeschlossen! Davon muss man so lange ausgehen, wie das Coronavirus unser tägliches Leben bestimmt und eine Behandlung oder Impfung nicht verfügbar ist.

Viele Anleger mögen sich nun fragen, was man tun soll. Wie kann man von einer möglichen Korrektur profitieren, ohne auf die falschen Aktien zu setzen?

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Einigen Anlegern wird da der Begriff ETF im Hinterkopf schwirren. ETFs, also Exchange Traded Funds, sind so etwas wie börsengehandelte Fonds. Gegenüber Fonds bieten sie den Vorteil, dass sie häufig nicht aktiv gemanagt sind und sich durch geringe Gebühren auszeichnen – eine ideale Lösung also für kleine Anleger.

Wer gleichzeitig laufende Einnahmen benötigt, der könnte mit einem ausschüttenden ETF gut bedient sein. Wer auch das Risiko etwas scheut, der sollte mit einem großen Anteil an Versorgern richtig liegen. Der ComStage STOXX Europe 600 Utilities UCITS ETF (WKN: ETF079) deckt in einem hohen Maß diese beiden Anforderungen, ohne auf das Thema Aktien zu verzichten. 

Die Gesamtkostenquote beläuft sich auf 0,25 %, das Risikomaß Beta-Ratio erreicht einen Wert von 0,83. Dies bedeutet, dass der ETF eine geringere Volatilität besitzt als seine Vergleichsindizes.

Gleichzeitig wurde im August 2019 eine Ausschüttung in Höhe von 3,62 Euro vorgenommen. Gemessen am aktuellen Kurs von 86,75 Euro (Stand: 01.04.2020) beläuft sich die Ausschüttungsrendite auf 4,2 %.

Die Zusammensetzung des ETF – ein hohes Maß an europäischen Versorgern

Ein Blick in die Zusammensetzung des ETF verrät, dass 96,2 % der Aktien dem Versorgersektor zugehörig sind. Weiter besteht eine vorwiegend europäische Diversifikation. Rund 22,3 % der Anlagen kommen aus Spanien, 21,2 % aus Großbritannien, 19,3 % aus Italien, 15,1 % aus Frankreich und 11,6 % aus Deutschland.

Die beiden deutschen Investments unter den Top-10-Positionen sind auf E.ON (WKN: ENAG99) und RWE (WKN: 703712) zurückzuführen. Den höchsten Anteil haben jedoch der spanische Versorger Iberdrola mit 15,3 %. Es folgen mit 15,0 % die italienische Enel und mit 10,2 % die britische National Grid.

Von einer besonders großen Diversifikation kann man hier nicht sprechen, denn die Top-10-Positionen erreichen einen Gesamtanteil von 73,5 %.

Schaut man auf die internen Bewertungskennzahlen der ETF-Mitglieder, so kann man ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von durchschnittlich 16,8 ausfindig machen. Die Dividendenrendite beläuft sich auf 4,3 % – ein Wert, der nah an der Ausschüttungsrendite liegt.

Etwas negativ fällt auf, dass sich das Umsatzwachstum auf -9,01 % beläuft, was für einige Versorger leider ein Abbild der Realität ist. Die meisten Versorger befinden sich nicht auf einem Wachstumskurs. Es sind relativ stabile und stark regulierte Unternehmen mit einer doch hohen Verschuldung. Besonders Einkommensinvestoren finden hier aber Möglichkeiten, hoch rentierliche Investments zu finden.

Die Gesamtperformance

Historisch gesehen verlief die Performance eher mau. Seit der Auflegung im September 2008 beläuft sich die Gesamtperformance auf 17,7 %. Besonders der letzte Monat, der März 2020, drückte mit -16,48 % auf die Performance. Im historischen Kontext bewegten sich die Monatsrenditen – mit Ausnahme vom März 2020 – zwischen -5 und +5 %.

Fazit

Wer einen ausschüttenden europäischen ETF mit Fokussierung auf regulierte und stabile Versorger sucht, der könnte mit dem ComStage STOXX Europe 600 Utilities UCITS ETF einen Kandidaten gefunden haben.

Die großen Nachteile sind in dem geringen ETF-Volumen von aktuell knapp 11 Mio. Euro zu sehen sowie der aus meiner Sicht schlechten Diversifizierung. Hier muss aber jeder Investor selbst entscheiden, ob die Top-Positionen auch wirklich viel Potenzial versprechen. Der Blick auf das Wachstum verdeutlicht, dass von den Initiatoren eher ein Fokus auf die Rendite gelegt wurde als auf eine langfristige Wertschöpfung durch Wachstum.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von E.On. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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