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Dividendenperle Royal Dutch Shell: Es gibt neue Hoffnung!

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) bleibt in diesen Tagen ein Spielball des sich weiter vergünstigenden Ölpreises. Das Barrel Brent und WTI kosten jeweils unter 25 US-Dollar und entsprechend können auch die Ölkonzerne nicht durchatmen. Immerhin, nach dem starken Abverkauf der letzten Tage notiert die britisch-niederländische Dividendenperle mal wieder über dem Kursniveau von 14 Euro.

Allerdings gibt es jetzt neue Hoffnung: Nachdem sich eine Einigung der Konfliktparteien nicht abzeichnet, könnte ausgerechnet US-Präsident Trump für Bewegung bei Ölpreisen und generell im Ölmarkt sorgen.

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Schauen wir im Folgenden einmal, was der konkrete Auslöser ist. Und warum Ölinvestoren dennoch weiterhin skeptisch bleiben sollten, ob das den finalen Wendepunkt bringt.

Trump agiert im Ölmarkt

Wie zur Mitte dieser Woche bekannt geworden ist, wolle der US-Präsident eine aktivere Rolle bei einer Konsensfindung im Ölmarkt einnehmen. Demnach habe Trump mit den Staatslenkern gesprochen und diese würden eine Lösung für den Ölpreisverfall finden, so der US-Präsident. Das lässt doch einige kuriose Wendungen offen.

Immerhin: Seit dem gescheiterten OPEC+-Deal von vor inzwischen über vier Wochen wäre das ein Zeichen der Annäherung. Grundsätzlich zeigt dieser Schritt, dass mehr als eine Nation inzwischen ein Interesse an deutlich höheren Ölpreisen hat. Bemerkenswert bleibt dennoch, dass die USA eher eine passive Rolle bei der Lösungsfindung einnehmen wollen. Ein „die finden jetzt eine Lösung“ wirkt ein bisschen wie ein Diktat. Zumal auch die USA als einer der weltweit größten Ölförderer an einer Kürzung beteiligt sein könnten.

Für mein persönliches Empfinden sieht die aktuelle Nachrichtenlage eher wie ein Versuch aus, Einfluss auf den Ölmarkt auszuüben, ohne selbst Förderkürzungen hinnehmen zu müssen. Das würde zwar der US-Wirtschaft helfen und Trump in seiner USA-First-Politik bestärken. Eine solche Haltung könnte jedoch auch zur Verschärfung des Konfliktes führen. Gerade Russland möchte schließlich keine weiteren Marktanteile an die USA verlieren, weshalb hier wohl, wenn überhaupt, ein Konsens im Dreierbund eine schnelle Lösung bedeuten könnte.

Ob das reicht …?

Generell sollten Investoren darüber nachdenken, ob ein solcher Schritt und eine mögliche Förderkürzung ausreichend sind. Die Ölschwemme im Markt und die Angebotsseite sind derzeit gewiss ein Problem. Allerdings ist auch die Nachfrageseite in Zeiten des Coronavirus unter Druck geraten. Gängige Schätzungen von Experten gehen davon aus, dass rund 15 % der Nachfrage eingebrochen sein könnte. Bei einer täglichen Förder- und gleichrangigen Nachfragequote hieße das, dass jeden Tag rund 15. Mio Barrel Öl über Bedarf produziert werden.

Selbst wenn die OPEC, Russland und die USA sich also auf Förderkürzungen in Millionenhöhe einlassen würden, könnte der Druck im Ölmarkt dennoch bestehen bleiben. Klar, etwas bessere Anzeichen und Gespräche wären gut, vor allem, weil die Nachfrage früher oder später auch wieder anziehen wird. Allerdings scheinen Gespräche keine kurzfristige Lösung zu sein.

Generell spricht daher vieles dafür, dass der Ölmarkt momentan aus dem Gleichgewicht ist. Dabei wird es mehr bedürfen als bloßer Gespräche und Einigungen. Wobei diese natürlich ein Schritt in die richtige Richtung sind.

Das Marktumfeld bleibt rau und unsicher

Für alle Dividendenjäger bei Royal Dutch Shell und Co. heißt das, dass das Marktumfeld von Unsicherheit, Volatilität und Einschränkungen geprägt bleibt. Selbst ein Einmischen von Trump wird wenig bewirken. Vor allem nicht, wenn der US-Präsident den Standpunkt vertritt, dass Saudi-Arabien und Russland dieses Problem alleine lösen müssen.

Doch selbst wenn es einen Ausnahmeschritt und eine Konsensfindung zwischen vielen Beteiligten geben würde, könnte das bloß ein Problem lösen. Die eingebrochene Nachfrage dürfte weiterhin bestehen bleiben und das Ölpreisniveau belasten.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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