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Dividendenaktie Münchener Rück: Wirklich schade um die Aktienrückkäufe!

Manchmal ist es wirklich wie verhext: Noch vor wenigen Tagen habe ich einen Artikel darüber verfasst, wie effizient die Aktienrückkäufe der Münchener Rück (WKN: 843002) in diesen Tagen seien. Durch das günstige Kursniveau könnten dabei deutlich mehr Anteilsscheine eingezogen werden und die letzten Jahre hätten eigentlich die Zuverlässigkeit dieser Kapitalrückführung unterstrichen. Doch jetzt kommt plötzlich alles anders.

Wie das Management des DAX-Rückversicherers nämlich bekannt gegeben hat, erfolgt eine plötzliche Kehrtwende: Die Rückkäufe werden gestrichen, die Prognose ist ebenfalls revidiert worden. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zum derzeitigen Sachstand wissen müssen.

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Nicht die einzigen Einschränkungen

Am Dienstagabend nach Börsenschluss war es also so weit: Das Management der Münchener Rück musste nun doch eingestehen, dass das Coronavirus Auswirkungen auf den operativen Alltag und die Prognosen haben werde. Als erste Sofortmaßnahme werden der Kauf und das Einziehen der eigenen Aktien gestoppt. Eigentlich wollte man im laufenden Börsenjahr weitere Anteilsscheine im Wert von bis zu einer Milliarde Euro einziehen. So wie in den Jahren zuvor.

Allerdings ist das nicht alles. Zudem wurde die Prognose für das laufende Börsenjahr doch korrigiert, was in Anbetracht des bisherigen Verlaufs teilweise erwartet worden ist. Das Gewinnziel von 2,8 Mrd. Euro werde man demnach im laufenden Geschäftsjahr verfehlen, wie es in der Mitteilung hieß. Als Grund hierfür werden insbesondere die Belastungen für Eventausfälle genannt, die der Rückversicherer versichert hat und die aufgrund des Coronavirus ausfallen müssen.

Wenigstens eine positive Äußerung existiert im Kontext der Aktienrückkäufe: Diese Maßnahme scheint lediglich bis auf Weiteres gestoppt zu sein, bis klar ist, welche Belastungen in welchem Umfang entstehen und ob der DAX-Konzern die dafür benötigten Mittel womöglich für Investitionen oder Zukäufe benötigen wird. Wer weiß, vielleicht werden diese Mittel ja anderweitig genutzt. Und schaffen somit auf eine andere Weise mehr Wert für Investoren. Zumal sich die Münchener Rück eigentlich nicht über ihre Liquiditätssituation sorgen muss. Die aktuelle Solvency-II-Quote liegt schließlich auf komfortablem Niveau zwischen dem Zielkorridor von 175 und 220 %.

Wenigstens etwas: Die Dividende bleibt!

Um die Dividende müssen sich Investoren übrigens nicht sorgen. Die seit dem Jahre 1969 stets zumindest konstant ausgezahlte Ausschüttung in Höhe von derzeit 9,80 Euro soll planmäßig Ende dieses Monats nach der Hauptversammlung gezahlt werden. Scheinbar rechnet das Management noch damit, diesen Termin einhalten zu können.

Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack bei den Rückkäufen: Insbesondere im letzten Jahr sind weitere Aktien zu hohen Bewertungen gekauft und eingezogen worden, zu weniger effizienten Konditionen. Jetzt, wo das Bewertungsmaß wirklich günstig wäre und ein solcher Schritt besonders sinnvoll und aktionärsfreundlich wäre, muss gestoppt werden. Vermutlich wäre es klüger gewesen, nicht das ganze Pulver zu ungünstigen Zeiten zu verschießen. Sondern gerade jetzt aus dem vollen schöpfen zu können.

Die Bewertung der Münchener Rück ist und bleibt schließlich wirklich ansprechend. Beim derzeitigen Aktienkursniveau von 181,00 Euro (31.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) beläuft sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf knapp unter 10. Eine günstige Ausgangslage, die zu Rückkäufen einladen würde.

Kein Beinbruch, aber …

Für Investoren ist und bleibt die Aktie somit weiterhin interessant. Weder eine durchwachsenere Jahresprognose noch das Aussetzen dieser Kapitalmaßnahme werden langfristig etwas am Chancen-Risiken-Verhältnis des Rückversicherers verändern. Schade ist es trotzdem, dass das Management jetzt nicht zu den günstigen Konditionen beherzt bei der eigenen günstigen Aktie zugreift.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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