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Royal Dutch Shell: Ölpreis 25 US-Dollar bis weit ins Jahr 2021 hinein? Das wären die Folgen!

Foto: Getty Images.

Der Ölpreis bleibt weiterhin niedrig und eine Belastung für Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und Co. Zu Beginn dieser Woche sank das Barrel Brent auf ein langjähriges Tief von ca. 22 US-Dollar. Das letzte Mal, als wir solche Preise gesehen haben, ist wohl im Jahre 2002 gewesen.

Kurzfristige Tiefpunkte dürften nicht so schlimm sein. Immer mehr zeichnet sich allerdings ab, dass ein solches Ölpreisniveau womöglich längerfristiger Natur sein wird. Zumindest gibt es jetzt eine neue Einschätzung, die tiefe Preise auf Dauer voraussagt.

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Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf eine frische Expertenmeinung. Sowie darauf, was das womöglich für Royal Dutch Shell und die Dividende des Konzerns bedeuten könnte.

Russland rasselt mit den Säbeln

Genauer gesagt handelt es sich bei der frischen Einschätzung nicht um eine Expertenmeinung, sondern um die eines Insiders. So hat sich der russische Energieminister Pavel Sorokin zu den jüngsten Auswirkungen der niedrigen Ölpreise geäußert. Aussagen, die man natürlich im Kontext des Kräftemessens mit der OPEC und allen voran Saudi-Arabien deuten sollte.

Demnach sagte Sorokin, dass ein Ölpreis von 25 US-Dollar zwar unerfreulich sei, jedoch keine Katastrophe für russische Firmen, was natürlich etwas Druck aus der Krise nehmen soll. Beziehungsweise womöglich den Druck auf andere Akteure erhöhen soll. Viel weitreichender dürften jedoch die folgenden Aussagen sein: Demnach rechne Sorokin nämlich damit, dass der Markt im Jahre 2021 in ein Gleichgewicht finden könnte. Für Royal Dutch Shell und Co. dürfte das eine weiterhin schwierige Zeit über mehrere Monate hinweg bedeuten.

Zudem ließ Sorokin durchblicken, dass eine mögliche Förderkürzung eine unzureichende Maßnahme sei. Die Nachfrage nach dem Schwarzen Gold sei demnach signifikant um ca. 15 Mio. Barrel pro Tag eingebrochen. Sofern die OPEC+ ein Volumen zwischen 600.000 Barrel und 1,5 Mio. Barrel pro Tag aus dem Markt nehme, würde die Angebotsseite nicht ausgebremst werden können. Aussagen, die man wohl ebenfalls als Rechtfertigung im derzeitigen Vorgehen werten kann.

Was das für Royal Dutch Shell bedeutet

Generell sollten Sorokins Aussagen mit ein wenig Vorsicht genossen werden, zumal eine Einigung zunächst ein positives Zeichen für die Märkte wäre. Da wir solche Aussagen jedoch für einigermaßen begründet oder zumindest möglich halten sollten, ist es wohl ratsam, sich als Investor mit den Auswirkungen zu beschäftigen.

Für Royal Dutch Shell hieße ein Ölpreisniveau von 25 US-Dollar einerseits, dass die Gewinne und auch die Cashflows wohl signifikant einbrechen werden. Vermutlich ist der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti nicht profitabel auf diesem Niveau. Selbst wenn, dann nicht in dem Maße, dass die Dividende dauerhaft aufrechterhalten werden kann. Das ist die eine Seite der Medaille.

Andererseits könnte ein Zeitraum von ca. einem Jahr oder etwas mehr jedoch auch eine beherrschbare Herausforderung sein. Bereits in der letzten Ölpreisschwemme zwischen den Jahren 2014 und 2016 hat das Management bewiesen, dass ein solcher Zeitraum zumindest dividendentechnisch überbrückt werden kann. Und sei es, wenn durch eine Script-Dividende weitere Anteilsscheine ausgegeben werden müssen. Eine Möglichkeit, die auch jetzt vermutlich diskutiert wird.

Es besteht Hoffnung für den Öl- und Erdgaskonzern

Ein vermehrt ausgeglichener Markt bis zum Jahre 2021 könnte daher mittelfristig Hoffnung auf Besserung schüren. Zumal der Ölmarkt sich vermutlich seinem Tiefpunkt nähern dürfte und solche Preisniveaus diplomatische Lösungen wahrscheinlicher werden lassen. Weder Russland noch die OPEC, noch die USA als weitere, große Fördernation haben bei solchen Ölpreisen schließlich viel zu gewinnen.

Royal Dutch Shell jedenfalls könnte Chancen haben, die Krise zu meistern. Womöglich wird es eine harte Zeit werden, mit vielen unschönen Quartalsberichten. Allerdings vielleicht mit weiterhin stabilen Dividendenzahlungen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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