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Warum du die Kraft Heinz-Aktie nach wie vor meiden solltest

Der aktuelle Trend zu Hamsterkäufen hat das Interesse an Lebensmittelaktien wie etwa Kraft Heinz (WKN: A14TU4) wiederaufleben lassen. Kraft Heinz selbst erlebte zwar keine Rally, doch die Aktien vieler Branchenkollegen hielten sich in der aktuellen Korrektur recht gut oder stiegen sogar.

Die unerwartete Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln wird jedoch nicht für immer anhalten. Tatsächlich dürfte die Nachfrage nach diesen Produkten wieder auf ein normales Level fallen, sobald das Coronavirus besiegt ist.

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Das bedeutet für Kraft Heinz leider, dass die Probleme, die das Unternehmen über die Jahre belastet haben, wieder in den Vordergrund rücken.

Leere Regale bieten nur begrenzte Aufwärtschancen

Ein unerwarteter Nachfrageschub hat einige Konsumgüteraktien gestützt, während andere Sektoren fielen. Während ich dies schreibe, liegt der S&P 500 29 % unter dem Stand vom Jahresanfang.

Zwar ist die Kraft Heinz-Aktie mit 31 % Verlust in 2020 ähnlich stark gefallen, doch die Coronavirus-Panik hat die Aktie in den letzten Wochen nicht so hart getroffen. Kraft Heinz hatte allerdings auch keine kurze Rally zu verzeichnen, wie Kellogg und General Mills sie erlebten.

Ein Belastungsfaktor für manche Konsumgüteraktien sind veränderte Interessen von Gruppen wie den Millennials. Sie distanzieren sich zunehmend von abgepacktem Essen und bevorzugen kleine, lokale Produzenten mit ökologisch wertvollen Angeboten. Kraft Heinz hat es verpasst, diesen Trend zu bedienen.

Da viele Regale derzeit leer sind, dürften einige Verbraucher ihre Vorlieben für den Moment vergessen und einfach das kaufen, was da ist. Wenn die Panik jedoch endet und Konsumenten wieder vor vollen Regalen stehen, werden viele jedoch wieder fertig abgepacktes Essen meiden.

Die problematische Fusion von Kraft und Heinz

Überdies hat der Konzern seine ganz eigenen finanziellen Probleme. Lange Zeit existierten Kraft und Heinz separat als etablierte Marken und ikonische Produzenten von Nahrungsmitteln. Daher schien die Fusion im Jahr 2015 sinnvoll zu sein.

Der Zusammenschluss zog zum Beispiel Investoren wie Berkshire Hathaway an. Das von Warren Buffett geführte Unternehmen half mit 3G Capital Partners dabei, den Deal zustande zu bringen. Berkshire besitzt 26,7 % der ausstehenden Aktien von Kraft Heinz.

Doch in der Ehe hängt der Haussegen schief, da das Unternehmen es nicht geschafft hat, sein Angebot so schnell anzupassen wie die Konkurrenz. Viele Investoren hofften, dass CEO Miguel Patricio, der das Amt letztes Jahr übernahm, das Ruder herumreißen könnte. Bisher heißt es jedoch abwarten, ob seine Maßnahmen den gewünschten Erfolg bringen.

Seit ihrem Hoch bei knapp 100 US-Dollar im Februar 2017 hat die Aktie mehr als drei Viertel an Wert verloren. Zwei Ratingagenturen bewerten die Schulden des Unternehmens seit 14. Februar mit einem Junk-Rating.

Berkshires letzter Bericht offenbart, dass das Buffett-Konglomerat Ende 2019 mehr als 325 Millionen Aktien von Kraft Heinz besaß. Im Brief an die Aktionäre wurden nur wenige Worte über das Unternehmen verloren, doch Berkshire gab zu, dass das 13,8-Mrd.-US-Dollar-Investment im Wert gefallen war. Wenn wir überlegen, dass sogar Warren Buffett Probleme mit seinem Investment in dieses Unternehmen hat, scheint es für Privatanleger wenig attraktiv, dem Orakel von Omaha zu folgen.

Dividende in Gefahr?

Kraft Heinz zahlt eine Dividende von 1,60 US-Dollar je Aktie, die zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels eine Rendite von 7,2 % abliefert. Das Unternehmen hat die Dividende in jedem Jahr nach der Fusion angehoben, bevor sie 2019 dann gekürzt wurde.

Das ist wenig überraschend, da die Ausschüttungsquote 2019 über 100 % lag. Wenn das Unternehmen jeden einzelnen Dollar Gewinn ausschüttet, ist die Nachhaltigkeit dieser Ausschüttung fragwürdig. Die Wall Street erwartet in den nächsten Jahren eher mäßiges Umsatz- und Gewinnwachstum, was die Zukunftsaussichten der Dividende nicht unbedingt verbessert.

Verängstigte Verbraucher, die kurzfristig Lebensmittel bunkern, könnten dem Unternehmen kurzfristig helfen und die Aktie sogar kurzfristig antreiben, da Investoren in sichere Häfen und defensive Konsumgüterwerte einsteigen. Diese Trends werden jedoch nicht andauern. Sobald die bestehenden Probleme bei Kraft Heinz wieder in den Vordergrund rücken, wird der Verkaufsdruck wieder zunehmen.

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Will Healy besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 200 $ Calls auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short Januar 2021 200 $ Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Dieser Artikel erschien am 22. März 2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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