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Die Apple-Aktie könnte schon bald ein echtes Schnäppchen sein

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Die Epidemie rund um das neue Coronavirus wird zu einem großen Problem für Unternehmen rund um den Globus – auch für Apple (WKN: 865985). Der Smartphone-Gigant hat die Investoren bereits gewarnt, dass die Ergebnisse aufgrund der Pandemie im zweiten Quartal unter den Erwartungen liegen würden. Wenn wir die letzten Nachrichten aus China betrachten, könnte die Lage sogar noch schlimmer werden.

Unter Berufung auf Daten der chinesischen Regierung berichtet Reuters, dass das Unternehmen dort im Februar 494.000 iPhones verkauft habe. Ein starker Rückgang im Vergleich zu den 1,27 Millionen Stück, die das Unternehmen in der Vorjahresperiode verkauft hatte, und im Vergleich zu den zwei Millionen Einheiten im Januar. Die Situation war branchenweit nicht besser: Die gesamten Smartphone-Verkäufe lagen laut Angaben der China Academy of Information and Communications Technology 54,7 % unter dem Vorjahreswert.

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Investoren haben nervös auf die Nachrichten reagiert und die Apple-Aktie blieb von dem breiten Marktrückgang nicht verschont. Das Schlimmste ist jedoch, dass es mit den schlechten Nachrichten für den Tech-Konzern noch gar nicht vorbei sein könnte.

Schwierige Zeiten voraus für Apple

Für Apple sollte 2020 das Jahr der stark steigenden iPhone-Absätze werden, nachdem diese in den vorherigen Jahren stagnierten. Die Markteinführung von 5G-Netzwerken, eine riesige Nutzerbasis, die auf ein Upgrade wartet, und eine neue Preisstrategie hätten die Umsätze dieses Jahr eigentlich beflügeln sollen.

Doch der COVID-19-Ausbruch hatte etwas dagegen, und nun musste das Unternehmen seine Ziele zurückziehen. Apple kommunizierte Schließungen von Stores und Probleme in den Lieferketten als Ursachen für die Senkung des Ausblicks. Die Februar-Zahlen aus China geben uns nun einen besseren Überblick von der Situation.

Apples Umsätze könnten unter der China-Schwäche ordentlich leiden, da das Unternehmen im letzten Quartal fast 15 % seiner Umsätze hier generierte. Doch auch andernorts in der Welt treibt das neue Coronavirus sein Unwesen, weshalb Apple auch in anderen Regionen Rückschläge erleiden könnte.

Die Rabobank erwartet, dass die Pandemie das weltweite Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr auf sehr niedrige 1,6 % ausbremsen könnte – weit unter der Wachstumsrate von 2,9 %, die der Internationale Währungsfonds bekannt gab. Analysten der japanischen Investmentbank Nomura erwarten eine Rezession, wenn der Ausbruch des neuartigen Coronavirus nicht schnell genug unter Kontrolle gerät.

Licht am Ende des Tunnels

Die Apple-Aktie wird aktuell auf Basis der vergangenen Gewinne zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 20 gehandelt. Das ist zwar weniger als am Anfang des Jahres, doch immer noch recht viel im Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt, der bei nur etwas über 16 liegt.

Sei nicht überrascht, wenn die Apple-Aktie angesichts der bärischen Einstellung der Wall Street gegenüber dem Tech-Konzern demnächst auf dieses Durchschnittsmultiple herabfällt: UBS hat sein Kursziel für die Aktie kürzlich zusammengestrichen und dafür die schwachen Zahlen aus China verantwortlich gemacht. Needham hat seine Umsatz- und Gewinnerwartungen schon letzten Monat zurückgefahren und dabei auf den Ausbruch des Coronavirus in verschiedenen Ländern hingewiesen.

Schwache Zahlen im zweiten Quartal werden für weiteren Druck sorgen – und die Apple-Aktie im Gegenzug aus Value-Gesichtspunkten attraktiver machen. In einem solchen Szenario wären Investoren gut beraten, die Aktien günstig einzusammeln.

Erstens steht eine Revolution der Smartphone-Industrie bevor: 5G. Das Netzwerk der nächsten Generation wird derzeit in wichtigen Märkten wie China, Europa und Nordamerika ausgerollt. Die GSMA, eine globale Industrievereinigung von Mobilfunkbetreibern, erwartet, dass im Jahr 2025 20 % des Mobilfunks über 5G ablaufen werden.

Industriestaaten in Asien, Nordamerika und Europa werden zu den wichtigsten Märkten für den neuen Mobilfunkstandard gehören. Der GSMA-Bericht weist außerdem darauf hin, dass 5G-Technik schon heute in 24 Märkten weltweit installiert ist. 79 Mobilfunkbetreiber aus weiteren 39 Märkten kündigten zudem an, 5G-Netze aufbauen zu wollen.

All dies wird einen Haufen Nachfrage für neue, 5G-fähige Geräte schaffen. Das ist eine große Chance für Apple, neue iPhones an seine riesige Nutzerbasis, die derzeit wohl rund eine Milliarde Geräte groß ist, zu vertreiben.

Der zweite Grund, weshalb Investoren weitere Rücksetzer bei Apple nutzen sollten, ist aufgrund der wachsenden Bedeutung des Servicegeschäfts. Die Serviceumsätze des Unternehmens stiegen im letzten Quartal um 17 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was deutlich stärker war als das gesamte Umsatzwachstum von nur 9 %. Noch besser: Die Bruttomarge dieses Segments lag im letzten Quartal bei über 64 %, während Apple konzernweit nur auf 38 % kam.

Auch in Zukunft soll das Servicegeschäft von Apple mit großem Tempo wachsen. Aufgrund der höheren Profitabilität dieser Sparte wäre das eine gute Sache für die Gewinne.

Insgesamt sieht Apple gut aufgestellt aus, um sein Wachstum langfristig aufrechtzuerhalten. Deshalb sollten Investoren jeden weiteren durch das Coronavirus verursachten Rücksetzer nutzen, um mehr Aktien von diesem Tech-Giganten einzusammeln. In den nächsten Wochen könnte dieser zu einem echten Schnäppchen werden.

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Harsh Chauhan besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. Dieser Artikel erschien am 15. März 2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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