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Dividendenperle Münchener Rück: Update zur 2020er-Prognose – trotzdem ein sicherer Dividendenanker?

Foto: Getty Images.

Investoren, die gegenwärtig auf der Suche nach den wenigen, sicheren operativen Häfen sind, müssen sich in diesen Tagen sehr gut umsehen. Viele Unternehmen werden durch das Coronavirus, die Einschränkungen und teilweise sogar durch einen Shutdown direkt oder indirekt tangiert. So manche Prognose wird vermutlich revidiert werden müssen.

Auch defensive Dividendenklasse kann für Investoren das Gebot der Stunde sein. Selbst wenn einige Gewinne einbrechen sollten, so zeigen zumindest historisch stabile Zahler, dass sie mit solchen Krisen umgehen können. Und häufig trotzdem die Ausschüttungen konstant halten.

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Ein in diesem Kontext interessanter Zahler ist und bleibt die Münchener Rück (WKN: 843002). Glücklicherweise bekommen Investoren hier jetzt sogar ein Update zur Gesamtjahresprognose. Lass uns mal schauen, was wir gegenwärtig zu befürchten haben.

Das Management hält an der Prognose fest!

Eines an dieser Stelle vorweg: Jetzt ist bei vielen Unternehmen noch nicht die Zeit gekommen, um mit fixen Zahlen um sich zu werfen, und entsprechend dürften viele Prognosen mit Vorsicht zu genießen sein. Allerdings hat der DAX-Rückversicherer nun einen aktualisierten Ausblick auf das Gesamtjahr 2020 gegeben.

Danach rechnet das Unternehmen mit operativen Auswirkungen durch die Coronakrise. Insbesondere das Absagen von Events und Veranstaltungen wie beispielsweise die Fußballeuropameisterschaft in diesem Jahr kostet Geld und das Management rechnet hier mit einem dreistelligen mittleren Millionenbetrag. Geld, das zunächst aus den Prämieneinnahmen gezahlt werden kann, dafür ist der Rückversicherer schließlich da. Allerdings handelt es sich dabei grundsätzlich um eine Sonderbelastung.

Nichtsdestoweniger bleiben die Verantwortlichen für das Gesamtjahr 2020 optimistisch. Sofern es keine weitere rekordverdächtige Katastrophen gebe, könne die Münchener Rück dennoch das Gewinnziel in Höhe von 2,8 Mrd. Euro erreichen. Wie gesagt: Mit etwas Vorsicht müssen generelle Prognosen in der Branche der Versicherer und Rückversicherer immer genossen werden.

Eine starke Prognose

Grundsätzlich erscheint eine solche Prognose auch sinnvoll. Bereits des Öfteren haben wir Fools darauf verwiesen, dass die Rückversicherungsbranche genau dafür da ist: Um Risiken zu bewerten und zu versichern und dabei trotzdem profitabel zu bleiben. Katastrophen, selbst in dreistelliger Millionenhöhe, führen hier nicht gleich zu einem schlechten Abschneiden.

Doch selbst ein Jahr mit Naturkatastrophen, die lediglich leicht über dem Normwert liegen, könnten jetzt zu einer Prognosesenkung führen. Mit dem Coronavirus ist das Jahr schließlich schon jetzt alles andere als durchschnittlich und die erste große Sonderbelastung hat es bereits gegeben.

Aber selbst wenn die Münchener Rück die Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr nicht erfüllen kann, so blieben die Anteilsscheine wohl vor allem auf dem aktuellen Niveau ein sicherer Hafen. Nach einer Korrektur von über 40 % auf das aktuelle Kursniveau von 159,00 Euro kommt der Rückversicherer bei einer geplanten Dividende in Höhe von 9,80 Euro inzwischen auf eine Dividendenrendite von 6,16 %, die außerdem seit einem halben Jahrhundert historisch sicher ist. Ein kleinerer operativer Einbruch, selbst in einem gesamten Jahr, wird hieran nicht rütteln.

Eine günstige Aktie im Zuge der Coronakorrektur

Trotz einiger operativer Auswirkungen hält das Management der Münchener Rück an der Gesamtjahresprognose 2020 fest. Verändert hat sich hier wirklich bloß der Preis der Aktie, das grundlegende operative Geschäft bleibt solide. Und das umfasst sogar die Gewinnerwartung in diesem Jahr.

Mit einer Dividendenrendite von derzeit 6 % können Investoren bei dem Rückversicherer einen genaueren Blick riskieren, zumal das das Ausschüttungslevel auch für kommende Jahre und Jahrzehnte sein wird. Durchaus ein sicherer defensiver Dividendenhafen. Auch wenn die Volatilität hier im Corona-Crash ebenfalls zuschlägt.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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