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3 Unternehmen, deren Umsätze in den letzten 4 Jahren exponentiell gestiegen sind

Foto: Getty Images

Exponentiell wachsende Firmen sind diejenigen, die man als Investor gerne in seinem Depot hat. Denn es ist der Zinseszins, der dich über längere Zeit zum wohlhabenden Investor machen kann.

Schauen wir uns doch mal drei Firmen an, die es geschafft haben, ihre Umsätze seit dem Jahr 2015 exponentiell zu steigern. Die drei Kandidaten sind Amazon (WKN: 906866), Xiaomi (WKN: A2JNY1) und Evotec (WKN: 566480).

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Amazon

Dieser Konzern ist dir mit Sicherheit ein Begriff. Amazon konnte unter der Führung von Jeff Bezos nicht nur den Einzelhandel weltweit verändern, sondern sich nun auch noch als größter Server-Host der Welt etablieren.

Was Amazon geschaffen hat, ist beispiellos und zeigt sich auch in den Umsätzen des Konzerns. Im Jahr 2015 betrug dieser etwas über 107 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2018 waren es beinahe 233 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von rund 29,6 %.

Diese annualisierte Wachstumsrate erhält man dadurch, dass man den Umsatz des Jahres 2018 durch den von 2015 teilt, anschließend die dritte Wurzel aus dem Ergebnis zieht (denn wir haben es hier mit drei Jahreswechseln zwischen 2015 und 2018 zu tun) und schlussendlich minus eins rechnet. Diese Methode lohnt sich im Allgemeinen auch für andere Situationen, deshalb denke ich, es könnte hier vielleicht helfen, etwas ins Detail zu gehen.

Aber zurück zu Amazon: Diese starke Wachstumsrate konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2019 nicht mehr ganz gehalten werden. Was jedoch auffällt, ist das starke Wachstum von AWS (Amazon Web Services), der bereits angesprochenen Cloud-Sparte. Dieser Bereich ist seit dem Jahr 2015 bis zum Geschäftsjahr 2019 eindeutig überdurchschnittlich gewachsen. In diesem Segment betrug das annualisierte Umsatzwachstum über 43 %.

Inzwischen macht AWS rund 12,5 % von Amazons Umsätzen aus – Tendenz stark steigend. Denn durch die Größe von Amazons Kerngeschäft kann ich mir gut vorstellen, dass die Wachstumsraten hier über kurz oder lang zurückgehen könnten. Ganz im Gegensatz zu AWS. Durch die stetig wachsende Datenmasse der Welt und dem Trend hin zum Cloud-Geschäft könnte ich mir bei dieser Sparte auch mittelfristig herausragende Wachstumsraten vorstellen. Zumindest dann, wenn der Konzern seinen Fokus weiter auf den Ausbau dieses Segments legen sollte.

Xiaomi

Dieses Unternehmen ist einfach nur beeindruckend! Am 6. April 2020 wird das Unternehmen gerade mal zehn Jahre alt, hatte aber im Jahr 2018 schon Umsätze von 174,9 Mrd. Renminbi. Wenn wir das grob in Euro umrechnen, erhält man (Stand: 11.02.2020) einen Umsatz von gut 22 Mrd. Euro. Und das für ein Unternehmen, das eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt.

Der Umsatz kam im dritten Quartal 2019 vor allem aus zwei Sparten: Smartphones (61 %) und Lifestyle-Produkte (22,5 %). Wichtig ist außerdem, was sich hinter diesem Begriff der Lifestyle-Sparte versteckt. Diese deckt so gut wie alles ab, was man in einem (chinesischen) Haushalt braucht. Kühlschrank, Putzroboter, Air-Filter, Fernseher oder auch Klimaanlagen und vieles mehr.

Bei Xiaomi wuchsen die Umsätze seit dem Jahr 2015 annualisiert mit rund 37,8 % pro Jahr. Beeindruckend!

Während diese Zuwächse in der Vergangenheit vor allem aus dem Smartphone-Geschäft kamen, schwenkt das Management jetzt auf eine hybride Strategie um, bestehend aus Smartphones und Lifestyle-Produkten. Für mich macht das Management einfach einen herausragenden Eindruck und das hat einige Gründe:

Erstens will die Firma bei ihren Hardware-Produkten eine maximale Nettorendite von 5 % erwirtschaften, die aber nicht negativ ausfallen soll. So werden Preisvorteile an Kunden weitergegeben und vor allem hat man mit den günstigen, aber leistungsstarken Geräten einfach eine super Herangehensweise für die boomende ASEAN-Region. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Preise sehr gut zur Preisbereitschaft der Kunden in der Region passen.

Zweitens wurde erkannt, dass der Markt für Smartphones demnächst gesättigt sein könnte, also wird als Konsequenz allmählich auf die andere Sparte umgeschwenkt. Ob das gelingt, bleibt natürlich abzuwarten, ich kann mir bei so einem agilen Managementstil aber einfach gut vorstellen, dass man das schaffen kann.

Drittens bleibt auch das Potenzial des IoT (Internet of Things) hinter den Lifestyle-Produkten nicht unbemerkt – ganz im Gegenteil. Hier konnte man die Anzahl der verbundenen Geräte der IoT-Plattform (exklusive Smartphones und Laptops) vom Jahr 2017 zum Jahr 2018 um über 193 % steigern.

Noch mal: Man hat diese Anzahl fast verdreifacht, und das in einem einzigen Jahr.

Mit einem vergleichsweise geringen Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 25 (Stand: 11.02.2020) und einem Kurs-Umsatz Verhältnis von unter 1,4 ist die Aktie für mich klar unterbewertet. Diese Aktie könnte meiner Meinung nach ein marktschlagendes Investment sein.

Evotec

Das deutsche Unternehmen, das sich auf die Wirkstoffforschung fokussiert hat, konnte seit dem Jahr 2015 seine Umsätze stark steigern. Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Umsatz rund 127,7 Mio. Euro, 2018 waren es über 375 Mio. Euro. Das entspricht einer satten Steigerung von 43,2 % annualisiert.

Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass nur ein gewisser Teil des Umsatzanstiegs organisch war. Vieles dürfte auch auf Akquisitionen zurückzuführen sein. Denn der Hamburger Konzern war in den letzten Jahren sehr aktiv und hat durch Akquisitionen sein Angebot erweitern können. Während man sich anfangs vor allem auf den Beginn der Wertschöpfungskette der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente spezialisiert hat, kommen nun immer weitere Teile dieser Wertschöpfungskette hinzu.

Mich überzeugt das Unternehmens vor allem deshalb, weil Evotec das Potenzial hat, über Akquisitionen in den nächsten Jahren die komplette Wertschöpfungskette anzubieten. Das könnte im Idealfall bedeuten, dass man als Konzern vom Screening bis zur Zulassung alle Schritte bei der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente übernehmen kann. Wenn Evotec so weitermacht wie bisher, könnte es sogar möglich sein, diesen Prozess günstiger als branchenüblich anzubieten.

Das würde Evotec vom Dienstleister, an den man Teile der Verantwortung ausgliedert, zum Wertschöpfer mit einer enorm großen Abdeckung der Wertschöpfungskette machen. Dieser Prozess könnte aber noch einige Jahre andauern, dürfte sich meiner Einschätzung nach im besten Fall aber durch das hybride Geschäftsmodell selbst tragen.

Fazit

Heute hast du drei coole Firmen kennengelernt, die in den letzten Jahren eindeutig exponentielles Wachstum hatten. Bei Xiaomi könnte ich mir mittelfristig vorstellen, dass diese enormen Wachstumsraten nicht mehr erreicht werden. Die Firma wird sich meiner Meinung nach aber herausragend weiterentwickeln.

Amazon halte ich für eine klasse Firma, denke aber, dass Microsoft ein ernstzunehmender Konkurrent im Cloud-Geschäft ist. Da dieser Bereich der vermutlich größte Wachstumstreiber ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass Amazon weiterhin herausragend abliefern wird, vermutlich aber nicht mehr zu den genannten Wachstumsraten. Dennoch kann ich mir bei Amazon gut vorstellen, dass die Aktie ein marktschlagendes Investment bleibt.

Evotec halte ich ebenfalls für ein Investment, das den Markt schlagen könnte. Die Firma ist nicht nur grundsolide, sondern könnte noch genügend hochspezialisierte Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette akquirieren, um das Potenzial voll zu entfalten.

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Yannic Joekel besitzt Aktien von Xiaomi. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

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