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„Buy and hold“ ist tot! Hier ist eine Foolishe Strategie, die seit Jahrzehnten besser funktioniert

Spätestens jetzt, wo Aktien tiefer stehen als 2014 stehen, denke ich, dass die reine Buy-and-hold-Strategie beerdigt gehört. Es ergibt einfach keinen Sinn, alle seine Aktien für die Ewigkeit zu kaufen. Aktuell stünde man besser da, wenn man sein Geld sechs Jahre lang unter dem Kopfkissen aufbewahrt hätte.

Trotzdem sollten Aktien weiterhin erste Wahl für jeden seriösen Investor bleiben. Lies hier, worauf es wirklich ankommt und wie man tatsächlich langfristig überdurchschnittliche Renditen erzielt.

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Alternativen zu Buy-and-hold gesucht

Die Grundannahme von Buy-and-hold ist eigentlich gut. Es geht dabei darum, dass man sich als Eigentümer eines Unternehmens versteht, mit diesem durch dick und dünn geht und sich währenddessen über das Gedeihen der Beteiligung erfreut. Wenn man sich den langfristigen Chart einer Danaher (WKN: 866197) anschaut, dann wird einem schon klar, dass diese Strategie ein Erfolgsrezept sein kann.
Danaher Chart
Chart: erstellt mit YCharts; Langzeitkursentwicklung Danaher; Stand 16.03.2020

In einem Depot finden sich allerdings regelmäßig auch Verliereraktien. Wenn dann noch wie zuletzt der Gesamtmarkt einbricht, dann schlittert das Depot schnell mal ins Minus.

Natürlich ist es auch keine Alternative, stattdessen auf Momentum- und Swing-Trading oder Ähnliches umzusteigen. Wer den Kursen nachläuft oder schon kleine Gewinne mitnimmt und dann möglicherweise gegen den Markt wettet, um dann beim nächsten kleinen Rücksetzer wieder auf die Bullenseite zu wechseln, der mag eine Zeit lang Erfolge verbuchen, aber so wird die Börse zum Spielcasino.

Denn wer will schon immer wissen, wann ein kurzfristiger Trend bricht? Das Timing des Marktes funktioniert einfach nicht zuverlässig. Einmal laufen dann die Kurse nach oben weg, ohne dass man investiert ist, und ein anderes Mal steigt man viel zu spät aus, wenn es abwärts geht. Buy-and-hold-, genauso wie Swing-Trading- und Momentum-Strategien, haben alle erhebliche Schwächen, weshalb ich von ihnen abrate.

Wie Investieren besser geht

Lass uns also jetzt endlich zum goldenen Mittelweg kommen. Wenn ich diesen über die letzten 25 Jahre konsequent angewendet hätte, wäre ich heute vermutlich bereits Millionär. Leider hatte ich in den ersten Jahren als Aktionär noch nicht die richtige Foolishe Mentalität, um einen kühlen Kopf zu bewahren und das Richtige zu tun.

Das „Richtige“ ist so etwas wie „Buy-and-hold light“. Das impliziert drei wichtige Aspekte. Erstens geht es darum, Unternehmen zu identifizieren, an denen du über viele Jahre hinweg beteiligt sein willst. Mit dieser Herangehensweise würde man keine zweitklassigen Value-Aktien auswählen, die lediglich durch optisch günstige Kennzahlen glänzen. Vielmehr würde man nach der nächsten Danaher Ausschau halten.

Ein zweiter Aspekt betrifft das „light“. Ja, wir wollen langfristig an unseren Aktien festhalten; allerdings mit der Einschränkung, dass es noch Sinn ergibt. Damit kommen wir zum dritten Aspekt: Wir kaufen nicht Aktien und nehmen dann eine Schlaftablette. Nein, wir verschaffen uns eine klare Idee vom tatsächlichen Wert unseres Unternehmens und welche faire Kursspanne dazu passen könnte.

Typischerweise befindet sich der Kurs beim Einstieg unterhalb dieser Spanne. In der Folge bietet es sich an, das Unternehmen mit Interesse zu begleiten und gelegentlich zu überprüfen, ob Kurs und Wert noch zusammenpassen. Die Tagesschwankungen können wir dabei völlig ausblenden. Interessant wird es erst, wenn entweder beim Unternehmen oder beim Kurs große (!) Veränderungen auftreten.

Wenn das Management einen Strategiewechsel vollzieht, der dir nicht gefällt, dann kann das ein Verkaufsgrund sein, insbesondere, wenn die Börse begeistert reagiert. Andersherum, wenn das Unternehmen sich normal entwickelt, aber der Kurs sich in kürzester Zeit verdoppelt, dann ist es ratsam, zumindest einen teilweisen Verkauf der Anteile zu erwägen.

Beispielsweise habe ich in den letzten Monaten viel Mühe darauf verwendet, aufzuzeigen, wie meine geliebten Wasserstoffunternehmen einfach maßlos überteuert gehandelt werden, nachdem sie sich vervielfacht hatten.

Die Signale des Gesamtmarkts nutzen

Bei so starken Hypes ist es allerdings nicht so einfach, zu ermitteln, wo tatsächlich das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Hilfreich dabei ist es, auch ein Auge auf den Gesamtmarkt zu haben. Wann immer dieser zu einem Tollhaus oder Zirkus verkommt, wird es Zeit, Gewinne mitzunehmen.

Das war 2000 so, als Dotcom uns alle verrückt gemacht hatte, es war 2007 so, als die Private-Equity-Exzesse ins Maßlose abschweiften, und es war 2020 so, als lächerlich kleine Wasserstoffunternehmen fast täglich das Umsatzranking an der Börse anführten. In allen drei Fällen wurden selbst dann noch neue Rekorde gejagt, als sich das allgemeine Wirtschaftsklima deutlich sichtbar eintrübte.

Dieses Wissen können wir uns zunutze machen. Denn es hat sich immer wieder gezeigt, dass Crashs mit Ansage kommen. Das Gegenstück zum Momentum, das die Börsen über die Stränge schlagen lässt, ist die Trägheit. Sie gibt uns Zeit, unsere Bargeldquote rechtzeitig anzupassen.

Für die Trägheit gibt es gute Gründe

Sie basiert auf einer ganze Reihe von vielfach angewendeten Strategien:
Buy the Dip: Anleger, die jeden kleinen Kursrückgang zum Nachkaufen nutzen
– Leerverkäufer: Investoren, die sich nach einer Korrektur wieder eindecken müssen
– Charttechniker: Anleger, die glauben, dass der Trend an bestimmten Linien oder nach bestimmten Mustern drehen müsste

Allen dreien ist gemeinsam, dass sie sich kaum um den eigentlichen Wert ihrer Anlagen kümmern. Damit sorgen sie für zunehmende Diskrepanz, wenn sich die Wirtschaftslage verschlechtert. Wertorientierte Investoren steigen dann zunehmend aus, während kursorientierte Anleger und Zocker das Ruder an den Börsen übernehmen.

Entscheidend für den Börsenerfolg war in der Vergangenheit, dass man 2000, 2007 und 2020 schöne Gewinne realisiert hat. Wäre man dann ab 2001 und 2009 einfach schrittweise zu den stark reduzierten Kursen zurückgekommen, wäre eine gewaltige Rendite möglich gewesen. Ohne das Tief genau zu treffen, war von 1998 bis 2000, von 2002 bis 2007 und von 2009 bis 2019 selbst mit langweiligen DAX-ETFs jeweils locker eine Verdopplung erzielbar.

Mit Aktien zum Millionär

Dreimal verdoppeln, das bedeutet eine Verachtfachung über einen Zeitraum von 21 Jahren. Aus 125.000 Euro wäre eine Million geworden. Dass mit einer guten Aktienauswahl und dem rechtzeitigen Einsatz von Absicherungsinstrumenten noch viel mehr drin war, muss ich wohl nicht betonen. Aber ist das alles nur eine frisierte Darstellung aus dem Rückspiegel oder lässt sich dieser Ansatz auch für die Zukunft erfolgreich einsetzen?

Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass Anleger, die 2020 und 2021 regelmäßig in starke Unternehmen investieren, auch dieses Mal wieder problemlos eine Verdoppelung ihres Einsatzes realisieren können – sobald die Börse in einigen Jahren wieder zum Zirkus wird.

Ist das die „nächste Netflix“ (und ein Corona-Gewinner)?

Wegen Corona-Isolation nimmt zurzeit ein Trend doppelt an Fahrt auf, der frühe Investoren so glücklich machen könnte wie die Netflix-Investoren der ersten Stunde: Gaming. Netflix hat seine Aktionäre bereits auf diese Entwicklung vorbereitet „Wir konkurrieren mit diesem disruptiven Trend… und wir werden ihn vermutlich verlieren…!“. Dieses Unternehmen könnte Netflix als König des Next-Gen-Entertainment entthronen. Wir möchten dir gerne alle Einzelheiten über dieses Unternehmen an die Hand geben.

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Danaher. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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