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3 Coronavirus-Profiteure auf Tiefstständen

Bild: gettyimages

Man muss kein Hersteller von Desinfektionsmitteln oder ein vielversprechendes Biotech sein, das an einem COVID-19-Impfstoff forscht, um vom Markt als eine sinnvolle Investition in diesen schwierigen Zeiten angesehen zu werden. Einige der Aktien, die in den letzten Wochen steigen konnten, waren die von Videokonferenz-Betreibern, In-Home-Fitness und Telehealth-Unternehmen.  

Upwork (WKN: A2N5QE), Lyft (WKN: A2PE38) und LivePerson (WKN: 936891) hatten allerdings nicht so viel Glück. Alle drei Aktien haben in der vergangenen Woche neue 52-Wochen-Tiefststände erreicht, obwohl sie eigentlich im derzeitigen Klima gedeihen sollten. Schauen wir uns doch mal an, warum diese drei Anlagen eigentlich gerade goldene Zeiten erleben sollten.

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Upwork

Eines der ersten auf die Gig-Wirtschaft spezialisierten Unternehmen, das an die Börse ging, war Upwork, der Online-Marktplatz für Auftraggeber und Freiberufler. Das Unternehmen ging Ende 2018 zu 15 USD an die Börse. Der Börsengang stellte sich allerdings als “broken IPO” heraus, der Preis für die Aktie lag in den letzten Wochen im einstelligen Bereich.

Die Einnahmen stiegen im Quartalsbericht der letzten Woche um 19 % und lagen damit über der früheren Prognose. Auf bereinigter Basis wurde ein kleiner Gewinn erzielt, und selbst der gemeldete Verlust war besser, als die Analysten für das vierte Quartal in Folge erwarteten. Die Prognose war problematisch. Sie sieht eine Verlangsamung der Einnahmen für das laufende Quartal sowie für das gesamte Jahr 2020. Die für das kommende Jahr angestrebten 340 bis 345 Millionen USD wären lediglich ein Anstieg um 13 bis 15 %. Die Aufstockung war beim letzten Mal eher konservativ, allerdings ist das Geschäftsmodell durchaus sinnvoll in einer Zeit, in der man weltweit nach Freelancern sucht, die Aufgaben von zuhause aus übernehmen können.

Lyft

Der zweitgrößte Ride-Hailing-Service der USA hatte seit dem Börsengang zu 72 USD im vergangenen Jahr zu kämpfen. Die Aktie verlor mehr als die Hälfte ihres Wertes und erreichte neulich mit 35 USD ihren Tiefstand.

Lyft mag nicht gerade wie ein Unternehmen erscheinen, das in Zeiten von Corona gedeiht. Niemand will sich mit anderen Passagieren ein Fahrzeug teilen. Und auch als Fahrer will man sich eher nicht dafür bereitstellen.

Aber man muss Lyft anders betrachten. Denn die Alternative zu Lyft ist oft ein überfüllter Bus oder Zug und diese Optionen sind natürlich noch gefährlicher. Die Lyft-Aktie ist am vorvergangenen Mittwoch um 9 % gestiegen, nachdem auf einer Konferenz betont wurde, dass man die Auswirkungen von COVID-19 nicht zu spüren bekommen hat. Lyft wies weiter darauf hin, dass man in der vergangenen Woche die beste Woche aller Zeiten hatte, auch wenn der Markt wegen des Coronavirus zusammenbrach.

LivePerson

LivePerson bietet Hightech-Lösungen für den Kundensupport. In der neuen Corona-Realität finden wir Unternehmen, die nach Remote-Support-Optionen suchen, und Kunden, die versuchen, Angelegenheiten online zu lösen, bevor sie sich auf den Weg nach draußen machen. LivePerson bedient beide Seiten. Die Plattform kann sehen, ob man einen Online-Einkaufswagen aufgibt oder wenn man eine Website besucht, ohne das Gesuchte zu finden – dann erscheint LivePerson als Möglichkeit, Live-Support zu bekommen.

Obwohl drei aufeinanderfolgende Quartale des sich beschleunigenden Wachstums – darunter das erste Mal seit fast fünf Jahren im letzten Quartal mehr als 20 % Wachstum – in Gang gesetzt wurden, ist der Markt noch nicht ganz von LivePerson überzeugt. Die Aktie erreichte am Dienstag ein neues 52-Wochen-Tief, und das heißt viel, da die Aktie im Jahr 2019 ihren Wert fast verdoppelt hat. Der Weg zur Rentabilität war hart, und ein kürzlich erfolgter Wechsel auf der CFO-Position ist immer schwierig. LivePerson mag im vergangenen Jahr gewachsen sein, aber es ist jetzt eines der besseren Schnäppchen unter den SaaS-Aktien mit einem Modell, das für die potenziell heikle nahe Zukunft wie geschaffen scheint.

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Rick Munarriz besitzt Aktien von Lyft und Upwork. The Motley Fool empfiehlt Aktien von LivePerson und Upwork.

Dieser Artikel erschien am 5.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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