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Warum die K+S-Aktie aufatmet und wie das Jahr 2019 verlief

Bild: K+S AG

Was passiert ist

K+S (WKN: KSAG88) verkündete am 11.03.2020 seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr und eine Transaktion, mit der die Beobachter bereits gerechnet hatten: K+S verkauft seine operative Einheit Americas und strebt eine Konzernneuausrichtung an.

Ausschlaggebend für den heutigen Freudensprung der Aktie um über 14 % ist dabei der angekündigte Verkauf, denn er senkt deutlich die Verschuldung und sorgt so für Entlastung (11.03.2020).

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Was die Entscheidung im Detail bedeutet

Der Verkauf soll noch in diesem Jahr vollzogen werden und anschließend eine Konzentration auf das Kerngeschäft mit mineralischen Düngemitteln und Spezialitäten erfolgen, die durch weitere Sparmaßnahmen begleitet werden.

Im Ergebnis wird so bis Ende 2021 ein Schuldenabbau um mehr als 2 Mrd. Euro angestrebt. „Der Verkauf unseres starken amerikanischen Salzgeschäfts ist eine entscheidende Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung von K+S. Nach intensiver Prüfung ist das die beste Option, um die zwingend erforderliche Entschuldung des Unternehmens zu erreichen“, so der K+S Vorstandsvorsitzende Dr. Burkhard Lohr.

K+S möchte endlich den operativen Turnaround schaffen und wieder nachhaltig profitabel werden. In den Jahren 2014 bis 2018 fiel der freie Cashflow hingegen durchweg negativ aus. Grundproblem bleiben aber weiterhin der Angebotsüberhang am Weltmarkt und die somit fallenden Kalipreise. Die Hauptsorge der zu hohen Verschuldung scheint nun jedoch gelöst zu sein.

Sie war in den vergangenen Jahren durch den Neubau des Bethune-Kaliwerkes in Kanada in die Höhe geschnellt. Infolge des Schuldenabbaus werden sich die Finanzierungskosten reduzieren und das Rating verbessern. Der Fortbestand des Konzerns ist damit zunächst gesichert.

Das Bethune-Werk wird im Konzern verbleiben. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat sich hier die Produktqualität erhöht, sodass es nun bessere Ergebnisse liefert.

K+S reicht der Verkauf des Americas-Segments allein jedoch noch nicht und das Unternehmen möchte deshalb seine Organisation weiter straffen (Stellen abbauen) und die Verwaltung verschlanken. Alles im Bestreben, die Kosten zu senken. Nach erfolgter Bilanzstabilisierung will K+S eine neue Wachstumsphase im Bereich Düngemittelspezialitäten einläuten.

So fiel das Geschäftsjahr 2019 aus

K+S konnte seinen operativen Gewinn 2019 um 5,6 % auf 640 Mio. Euro steigern, während der Umsatz leicht um 0,8 % zulegte. Positiv ist der erstmalig seit 2013 erzielte positive freie Cashflow in Höhe von 140 Mio. Euro. Das Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA konnte weiter von 5,3 (2018) auf 4,9 gesenkt werden.

Dazu trug auch die weitere Reduzierung der operativen Kosten um 100 Mio. Euro bei. Bis Ende 2020 sollen sie jährlich um weitere 50 Mio. Euro sinken.

Positiv wirkte sich zu Jahresbeginn 2019 der Anstieg des Kalipreises aus, der gegen Ende des Jahres aber wieder sank. K+S hat deshalb mehrmals seine Produktion zurückgefahren, um zu einer Preisstabilisierung beizutragen. Der Kalipreis ist bereits seit 2009 auf Talfahrt und könnte deshalb nun langsam seinen Boden gefunden haben.

Dass sich die Situation zuletzt aber wieder verschärfte, zeigen die Ergebnisse des vierten Quartals 2019. Hier fiel der Umsatz um 15,9 % und das operative Ergebnis um 29,9 %. Zudem könnte die aktuelle Coronaviruskrise 2020 zu weiteren Problemen führen.

Die Aussichten und die Bewertung

K+S rechnet deshalb erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit einer Stabilisierung der Kalipreise und damit der Ergebnisse. Insgesamt wird mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses auf 500 bis 620 Mio. Euro gerechnet. Die Aktie notiert weiterhin zu einer historisch tiefen Bewertung.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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