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Wie man die besten Dividendenaktien findet

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Viele Anleger jagen während der Hausse Wachstumstitel. Stabile Dividendenwerte sind jedoch in Abschwungphasen generell attraktiver, da hohe Renditen ihr Verlustpotenzial begrenzen können. Es kann schwierig sein, den Lärm auszublenden und den idealen Dividendentitel zu finden, aber ein paar einfache Anhaltspunkte können dabei helfen.

Beurteilung der finanziellen Gesundheit

Anleger sollten ihre Dividendenaktien über lange Zeiträume halten, da Dividendenreinvestitionspläne (DRIP), Durchschnittskosteneffekte und Zinseszinseffekte ihre Gesamtgewinne erheblich steigern können. Daher sollten Anleger Unternehmen mit einer langen Geschichte, großen Wettbewerbsvorteilen und einem beständigen Wachstum von Gewinnen und freiem Cashflow suchen.

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Auf zwei klassische Dividendenwerte, Coca Cola (WKN:850663) und Johnson & Johnson (WKN:853260), treffen all diese Aspekte zu. Coca-Cola, eines der weltweit führenden Getränkeunternehmen, wurde vor 133 Jahren gegründet und besitzt ein umfangreiches Portfolio an alkoholfreien Getränken. J&J – das unzählige pharmazeutische Produkte, Gesundheitsprodukte und medizinische Geräte herstellt – gibt es seit 134 Jahren.

Beide Unternehmen besitzen gut diversifizierte Geschäfte und ihre schiere Größe stellt eine große Barriere zwischen ihnen und ihren Konkurrenten dar. Beide Unternehmen generieren auch massive Cashflows: Der freie Cashflow von Coca-Cola stieg im vergangenen Jahr um 38 % auf 8,4 Mrd. US-Dollar, während der freie Cashflow von J&J um 8 % auf fast 20 Mrd. US-Dollar anstieg.

Prüfe die Auszahlungsquoten

Die Fähigkeit eines Unternehmens, beständig Dividenden zu zahlen, wird an seiner Ausschüttungsquote gemessen, die auf zwei Arten berechnet werden kann: als Prozentsatz des Gewinns pro Aktie oder als Prozentsatz des freien Cashflows (bekannt als die Bardividenden-Ausschüttungsquote). Letztere ist im Allgemeinen zuverlässiger, da der Gewinn pro Aktie eines Unternehmens durch Rückkäufe verzerrt werden kann.

Wenn einer der beiden Prozentsätze 100 % übersteigt, finanziert das Unternehmen die Dividende aus eigener Tasche und die Dividende könnte mittelfristig gefährdet sein. Vorübergehende Spitzen bei den Auszahlungsquoten durch Übernahmen oder andere einmalige Ereignisse sollten jedoch nicht als große Bedrohung angesehen werden.

In den vergangenen zwölf Monaten hat Coca-Cola 77 % seines Gewinns pro Aktie und 81 % seines freien Cashflows als Dividenden ausgeschüttet. Die Dividende von J&J verbrauchte 67 % des Gewinns pro Aktie und 50 % des freien Cashflows. Diese stabilen Verhältnisse zeigen, dass beide Unternehmen es sich leisten können, ihre Dividenden weiter zu erhöhen.

Prüfe die Dividendengeschichte

Coca-Cola und J&J sind „Dividendenaristokraten“ des S&P 500, ein Titel, der den Mitgliedern des Index verliehen wird, die ihre Dividenden mindestens 25 Jahre in Folge jedes Jahr erhöht haben. Coca-Cola und J&J haben ihre Dividenden 57 Jahre in Folge erhöht.

Wenn ein Unternehmen seine Dividende beständig erhöht, zeigt es damit an, dass es seinen freien Cashflow und seine Erträge beständig steigern kann und daran interessiert ist, langfristige Aktionäre zu belohnen.

Vergleiche die Rendite mit drei Richtwerten

Wenn wir die Rendite einer Aktie überprüfen, sollten wir sie mit der des S&P 500, der von 10-jährigen Bundesanleihen und der von Branchenkonkurrenten vergleichen. Der S&P 500 bringt derzeit eine Durchschnittsrendite von 1,9 %, sodass Anleger im Allgemeinen eine höhere Rendite anstreben sollten, als sie der breitere Index bietet.

Anleger sollten außerdem Dividendenaktien kaufen, deren Renditen die von 10-jährigen Bundesanleihen übersteigen, da eine Staatsanleihe sicherer ist als volatile Aktien mit vergleichbaren Renditen. Das war Ende 2018 eine bedeutende Bedrohung, als die Rendite der 10-jährigen Anleihen über 3 % stieg, aber kürzlich fiel sie auf knapp unter 1 %, nachdem die Fed als Reaktion auf die Coronaviruskrise eine Notfallzinssenkung angekündigt hat. Zum Vergleich: Coca-Cola und J&J zahlen Dividendenrenditen von 2,9 bzw. 2,7 % aus.

QUELLE: YCHARTS

Anleger sollten auch die Rendite einer Aktie mit der ihren Hauptkonkurrenten vergleichen. Wenn es hier eine große Lücke gibt, sollte man die Unternehmensfinanzen und Auszahlungsquoten vergleichen, um zu sehen, ob ein Rivale ein besserer Kauf wäre.

Achte auf die Bewertungen

Die Nachfrage nach Aktien mit hohen Dividenden kann in Zeiten von Marktabschwüngen sprunghaft ansteigen, aber dieses Interesse kann auch ihre Rendite verringern und ihre Bewertung erhöhen. Wenn eine Aktie mit einer bedeutenden Prämie gegenüber ihrem geschätzten Gewinnwachstum gehandelt wird, könnte es ratsam sein, auf einen Kurssturz zu warten.

Coca-Cola rechnet für dieses Jahr mit einem Gewinnwachstum von 7 %, aber die Aktie wird für das üppige 24-Fache ihres prognostizierten Gewinns gehandelt. J&J rechnet für dieses Jahr mit einem Gewinnwachstum von 4 %, wobei die Aktien zu einem vernünftigeren 15-fachen der Gewinne gehandelt werden.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass J&J eine bessere Dividendenanlage ist als Coca-Cola, aber es zeigt, dass die Anleger bereit sind, eine höhere Prämie für den Limohersteller zu zahlen, der, anders als der Gesundheitsgigant, derzeit nicht mit juristischen Problemen konfrontiert ist.

Die wichtigsten Fakten

Es gibt keine perfekte Formel für den Kauf der richtigen Dividendenaktien. Eine sorgfältige Bewertung der finanziellen Gesundheit, der Wettbewerbsvorteile, der Ausschüttungsquote, der Rendite und der Bewertung eines Unternehmens könnte jedoch die Verlierer aussortieren und die besseren Investitionen zu Tage fördern.

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Dieser Artikel wurde von Alan Oscroft auf Englisch verfasst und am 21.02.2020 auf Fool.co.uk veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool UK besitzt Aktien von und hat Unilever empfohlen. The Motley Fool UK hat AstraZeneca, HSBC Holdings und die Lloyds Banking Group empfohlen.

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