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3 Aktien, die einen reich machen könnten

Foto: Getty Images

Die Investition in Aktien von qualitativ hochwertigen, wachsenden Unternehmen über einen langen Zeitraum hinweg ist für uns Normalbürger der wohl sicherste Weg, um Vermögen aufzubauen. Wir sind keine Profisportler oder Schauspieler, wir werden wahrscheinlich keine Millionen erben und wir werden mit ziemlicher Sicherheit nicht im Lotto gewinnen.

Aber wer jung ist und keine Schulden oder andere Verbindlichkeiten hat, sollte ein Maklerkonto eröffnen und jeden Monat so viel wie möglich kaufen – und zwar durch dick und dünn. Allerdings müssen die Unternehmen tatsächlich auch gut sein.

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Nur was sind die richtigen Arten von Unternehmen? Nun, es müssen Unternehmen mit riesigen Wachstumsmöglichkeiten und starken Wettbewerbsvorteilen sein, damit wir ein gutes Gewissen haben können. Es gibt nicht viele Unternehmen dieser Art, aber hier sind drei, die den Anforderungen entsprechen. Wer hier investiert und einige Jahrzehnte wartet, dürfte am Ende tatsächlich vermögend sein.

Amazon hat noch viel Wachstum vor sich

Wir alle kennen Amazon (WKN: 906866) und wissen, was für ein riesiger Konzern es schon geworden ist. Aber nur die wenigsten Menschen wissen, wie viel Platz hier noch für Wachstum ist. Der weltweite Einzelhandelsmarkt beträgt 25 Billionen USD. Trotz der ohnehin schon beachtlichen Größe von Amazon besetzt die Einzelhandelssparte des Unternehmens derzeit gerade mal 1 % davon.

Ähnlich ist AWS mit einer Umsatzrate von 40 Milliarden USD weltweit führend im Public-Cloud-Geschäft, aber selbst das ist nur ein kleiner Teil dessen, was AWS-CEO Andy Jassy für einen 3,7 Billionen Dollar-Markt hält. Erst 3 % des Marktes ist in die Cloud gewandert. Darüber hinaus tritt Amazon ständig in neue Märkte, darunter das Gesundheitswesen, die weltweite Logistik, die Lieferung von Lebensmitteln und Einzelhandelsgeschäfte mit der Amazon GO „just walk out“-Technologie. In Anbetracht dieser Faktoren glaube ich, dass das Unternehmen noch jahrzehntelanges Wachstum vor sich hat.

Amazon hat zudem enorme Wettbewerbsvorteile, was bedeutet, dass es in der Lage sein sollte, seine Wachstumschancen voll auszuschöpfen. So hat das Unternehmen derzeit weltweit mehr als 150 Millionen Prime-Mitglieder und ist zunehmend in der Lage, Artikel am gleichen oder nächsten Tag kostenlos zu liefern. Wie soll man das angreifen?

Das Beste an Amazon ist vielleicht seine Pionierkultur. Das Unternehmen erfindet ständig neue Produkte und Dienstleistungen und schafft so von Grund auf neue Geschäftsbereiche. Einige davon könnten sich zu großen Unternehmen entwickeln. Das ist also ein weiterer Grund, warum Amazon in den kommenden Jahren fast zwangsläufig noch viel größer und profitabler sein wird.

Netflix kratzt erst an der Oberfläche

Wie Amazon braucht man auch Netflix (WKN: 552484) wohl nicht groß zu erklären. Mit 167 Millionen zahlenden Abonnenten weltweit ist es das größte Video-on-Demand (SVOD)-Abonnementunternehmen der Welt. Das Unternehmen hat im letzten Jahr etwa 15 Milliarden USD in Eigenproduktionen investiert und erwartet, dass es in diesem Jahr noch mehr ausgeben wird. Ein Vielfaches dessen, was jeder andere Streaming-Dienst für Inhalte ausgibt.

Wie Amazon hat auch Netflix eine massive Chance auf dem Weltmarkt vor sich. Weltweit gibt es heute etwa 1,7 Milliarden Haushalte außerhalb Chinas, in denen Netflix noch nicht unterwegs ist. Bei durchschnittlichen Wachstumsraten der Bevölkerung dürften das in 20 Jahren etwa 2,0 Milliarden werden. Bis dahin dürfte die Mehrheit von ihnen über Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen verfügen. Angesichts der Content-Strategie und des Budgets von Netflix wird es wahrscheinlich eine Menge überzeugender Inhalte für jede Zuschauergruppe auf der ganzen Welt geben. Netflix wird unverzichtbar sein.

Die neue Streaming-Konkurrenz seitens Apple, Walt Disney, AT&Ts HBO Max und anderen wird den Siegeszug von Netflix wohl kaum stören können. Ich glaube, dass die Mehrheit der Haushalte Netflix in ein paar Jahrzehnten abonnieren wird, selbst wenn weitere Nischendienste hinzukommen werden. Deshalb ist Netflix eine perfekte Aktie, die man jetzt kaufen kann. Falls man bereits vermögend und investiert ist, kann man getrost nachlegen.

Berkshire Hathaway liefert solides und stetes Wachstum

Berkshire Hathaway (WKN: 854075) wird von diesen drei Unternehmen mit Sicherheit am langsamsten wachsen, aber die langfristigen Aussichten sind schlicht sonnig. Der Mischkonzern ist nach Marktkapitalisierung die größte Versicherungsgesellschaft der Welt und hat eine Bilanz, die selbst den schlimmsten weltweiten Katastrophen standhalten kann.

Der Konzern versammelt eine große Gruppe von hundertprozentigen Tochtergesellschaften, von denen einige zu den Fortune-500-Unternehmen gehören würden, wenn sie als eigenständige Unternehmen auftreten würden, darunter Burlington Northern Santa Fe, Berkshire Hathaway Energy, Lubrizol, Marmon und Precision Castparts. Natürlich unterhält BH auch ein großes Portfolio an öffentlich gehandelten Aktien, darunter Apple, Wells Fargo, Bank of America, American Express und Coca-Cola.

Berkshire Hathaway wird vom wohl größten Investor der Welt, Warren Buffett, und seinem legendären Stellvertreter, Charlie Munger, geführt. Buffett wird im August dieses Jahres 90 Jahre alt, er wird also nicht ewig an der Spitze stehen, aber er scheint in Berkshire eine Kultur geschaffen zu haben, die für die Ewigkeit gedacht ist. Berkshire wird derzeit auch billig gehandelt, zum 1,2-Fachen des Buchwerts, so dass die Aktie im Laufe der Zeit eine gute Performance erzielen dürfte. Ebenso wichtig ist, dass Berkshire in ferner Zukunft noch viel größer und profitabler sein wird, so dass man als Anleger hier locker zugreifen kann.

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Andrew Tseng besitzt Aktien von Amazon, Berkshire Hathaway, Netflix und Walt Disney. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple, Berkshire Hathaway, Netflix und Walt Disney. Dieser Artikel erschien am 3.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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