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KGV unter 10 – drei Aktien, die dank des Börsencrashs jetzt unverschämt günstig gehandelt werden!

Sonova Schock Crash
Foto: Getty Images

Aufgrund der Unsicherheiten rund um das Coronavirus, die aktuell auf den weltweiten Börsenparketts zum Thema geworden sind, notieren aktuell einige Aktien zu wahrlich günstigen Preisen. Eine häufig genutzte Kennzahl für Investoren, um auf die Schnelle eine mögliche Value-Chance zu erkennen, ist das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis).

Nicht jedes Unternehmen kann gut mit dieser Kennzahl bewertet werden. Auf Umsatzwachstum getrimmte, dynamisch wachsende Tech-Unternehmen können beispielsweise eher weniger gut mit dem KGV bewertet werden – schon alleine deswegen, weil diese Unternehmen oftmals noch gar keine Gewinne schreiben, weshalb das KGV keinen Sinn ergeben würde.

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Bei eingesessenen Unternehmen, die seit Jahrzehnten Jahr für Jahr Cash generieren und ein moderates Wachstum aufweisen, könnte diese Kennzahl schon sinnvoller sein, um einen Quick-Check auf eine mögliche Unterbewertung durchzuführen. Doch auch hier gehen die Meinungen von Investoren auseinander. Manchen Anlegern reicht ein KGV von unter 20 vollkommen aus, anderen wiederum kann es nicht günstig genug sein und selbst ein KGV von 10 scheint zu teuer.

Ich bin der Meinung, dass ein KGV von 10 durchaus fair ist – vorausgesetzt, es handelt sich um ein gutes Unternehmen. Wenn das KGV beispielsweise durch einen Börsencrash bedingt weiter fällt, kann das Investoren eigentlich nur zugutekommen, sofern sich an den fundamentalen Daten des Unternehmens nichts ändert. Sehen wir uns also drei Aktien an, deren KGV aktuell im Zuge der Coronakrise unter 10 notiert!

Allianz

Die Allianz (WKN: 840400) ist als weltweit führender Versicherungs- und Finanzdienstleister ein durchaus solider Titel aus unserem deutschen Leitindex, dem DAX. Das Wachstum vom Gewinn je Aktie der vergangenen Jahre lässt sich auf jeden Fall sehen und zeigt, dass die Allianz gutes Geld für seine Aktionäre erwirtschaftet.

Zuletzt wurde für das Geschäftsjahr 2019 ein Gewinn je Aktie in Höhe von 18,90 Euro ausgewiesen. Davon ausgehend weist die Allianz-Aktie im Moment ein KGV von 9,55 aus (Stand: 10.03.2020, maßgeblich für alle Berechnungen). Wenn man einen Blick auf die bisherige Kursentwicklung vor dem Ausbruch des Coronavirus wirft, könnte die aktuelle Bewertung möglicherweise eine günstige Chance sein, um bei dem Versicherer einzusteigen.

Royal Dutch Shell

Der Ölriese Royal Dutch Shell (WKN: A0D94M) ist kurstechnisch in letzter Zeit auch ordentlich unter die Räder gekommen – nicht zuletzt wegen der Bedenken rund um einen Ölpreiskrieg. Wie sehr die momentane Volatilität des Öls den niederländisch-britischen Konzern tatsächlich belasten wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer einschätzen.

Royal Dutch Shell setzt allerdings nicht nur auf Öl, sondern vermehrt auf Erdgas. Außerdem möchte Shell sich auch in Sachen erneuerbare Energie zukunftsweisend aufstellen und hat hierzu bereits die ersten Schritte in die Wege geleitet. Die aktuelle Krisenzeit hat das KGV des Ölmultis auf 9,29 schrumpfen lassen – so günstig wirkte die Aktie wohl schon lange nicht mehr.

Traton

Der Lkw-Hersteller Traton (WKN: TRAT0N) ist noch nicht lange an der Börse, notiert jedoch gegenwärtig zum bisher wohl niedrigsten Niveau. Der Konzern könnte grundsätzlich eine spannende Value-Chance darstellen, insbesondere jetzt, wo die Aktie auf Talfahrt geschickt worden ist.

Auf Basis eines geschätzten (FactSet) Gewinns je Aktie von 2,79 Euro für das Geschäftsjahr 2020 würde das hypothetische KGV von Traton aktuell bei knapp 6 liegen – ziemlich günstig, wenn du mich fragst. Natürlich könnte auch Traton operative Belastungen durch das Coronavirus spüren, und dementsprechend könnte der Gewinn je Aktie möglicherweise geringer ausfallen als geschätzt. Nichtsdestotrotz könnte auch die Aktie von Traton für Investoren, die nach günstigen Einstiegsgelegenheiten suchen, einen Blick wert sein.

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Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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