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Lufthansa in der Coronaviruskrise – so schlimm kann es wirklich kommen für die Airline!

Quelle: Thomas Brantl

Aktionäre der Lufthansa (WKN: 823212) haben es schon seit einiger Zeit nicht wirklich leicht. Seit Jahresanfang, an dem die Aktie mit 16,27 Euro in das Jahr 2020 startete, hat sich der Aktienkurs der deutschen Airline um 29,4 % verringert (Vergleich zum aktuellen Aktienkurs am 06.03.20 von 11,48 Euro). 

Ein wesentlicher Beitrag des aktuellen Kursverfalls ist mit Sicherheit der Ausbreitung des Coronavirus geschuldet, das immer größere Kreise zieht.

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Aber auch langfristig befindet sich die Aktie der Kranich-Airline in einem langfristigen Abwärtstrend. Ausgehend vom Allzeithoch, das am 4. Januar 2018 mit 31,26 Euro erreicht wurde, hat sich der Aktienkurs um satte 63,3 % verringert. Gründe für diese Entwicklung könnten in der zyklischen Gewinndynamik liegen.

Ein KGV von 2,5!

Mittlerweile wird die Aktie des in Köln ansässigen Luftverkehrskonzerns mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 2,5 gehandelt. Dieser Wert errechnet sich auf Basis eines Ergebnisses pro Aktie von 4,58 Euro im Geschäftsjahr 2018. Die Jahre 2017 und 2018 waren aus Ergebnissicht für die Lufthansa außerordentlich gut keine Frage. 

Dabei wird es aber nicht bleiben, denn das Geschäftsjahr 2019 sollte trotz robuster Umsätze einen deutlichen Ergebnisrückgang aufweisen. Bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurde ein Rückgang beim Ergebnis pro Aktie von 43 % auf 2,18 Euro ausgewiesen. Für das Gesamtjahr 2019 wird vom Konzern eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 5,5 und 6,5 % erwartet. Im Geschäftsjahr 2018 lag diese noch bei 8,3 %.

Trotz eines deutlich verringerten Gewinns wäre die Aktie aber immer noch mit einem einstelligen KGV günstig bewertet. Das Coronavirus könnte diesen Sachverhalt nun etwas relativieren.

Drastische Kapazitätsanpassungen im Geschäftsjahr 2020

Das Ausmaß der Epidemie ist dabei noch gar nicht wirklich konkret absehbar. Fakt ist aber schon heute, dass Airlines zu den am stärksten betroffenen Industriezweigen gehören werden. Aufgrund von Unsicherheiten, Paniken und Reisebeschränkungen verspürt auch die Lufthansa eine deutlich gesunkene Nachfrage.

Erst kürzlich (05.03.2020) hatte der Konzern entschieden, 150 Jets seiner aus rund 770 Flugzeugen bestehenden Flotte am Boden zu lassen. Rein rechnerisch würde dies schon mal einem potenziellen Volumenrückgang von 19,5 % entsprechen. Hauptsächlich waren innerdeutsche Verbindungen mit hohen Frequenzen sowie Flüge nach Italien betroffen. Auch Flüge nach China, dem Iran und Israel wurden abgesagt.

Nur einen Tag später wurde der Konzern konkreter und sprach von einer Anpassung seiner Kapazitäten in den nächsten Wochen um bis zu 50 %. Wow!

Erschreckend ist aus meiner Sicht nicht nur die Tatsache, dass nun alle Verkehrsgebiete betroffen sind, sondern besonders der Verlauf in so kurzer Zeit. Niemand weiß zudem, wie lange und intensiv die Coronaepidemie den Flugkonzern belasten wird.

Halbe Kapazität = halber Umsatz?

Nur zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 wurden 142 Tsd. Fluggäste in 1,2 Mio. Flügen über eine Strecke von 284 Mio. Sitzkilometern verkauft. Die Auslastung lag dabei bei 81,4 %.

Ob sich diese Leistungsdaten im Jahr 2020 halbieren, ist nach wie vor nicht klar. Die Kapazitätsanpassung wird sich lediglich auf einen Zeitraum beziehen und kein nachhaltiger Faktor sein. Entscheidend sollte daher sein, wie lange und wie stark sich das Virus ausbreitet und auch die Wirtschaft erfasst.

Auch wenn viele Aktionäre erleichtert reagierten, das hohe Ausmaß der Ungewissheit dürfte der Aktie in den nächsten Wochen nicht guttun. 

Ein Trostpflaster könnte für Aktionäre die günstige Bewertung sein, die gemessen an den vergangenen Leistungsdaten des Konzerns nach wie vor günstig erscheint. 

Auch die gute Marktstellung könnte den Konzern langfristig stärker machen, denn eine verschärfte Konsolidierung wird eher die kleineren und finanziell schwächer aufgestellten Wettbewerber treffen.

Für Fools mit langfristiger Ausrichtung könnte die Coronavirusepidemie daher eher eine Chance als ein Risiko sein, für die man aber ein gutes Timing beweisen muss.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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