The Motley Fool

Fielmann, BASF und Fresenius: Starke Dividendenzahler mit jetzt deutlich höheren Renditen!

Wir Fools sind und bleiben überzeugt davon, dass jede volatile Phase ihre Chancen hat. Wenn die Aktienkurse sinken, führt das aus einem langfristigen Blickwinkel heraus zu preiswerteren Einstiegskursen. Sowie zu höheren Renditen, die wir in den Folgejahren mit unseren Investitionen erzielen können.

Eine Rendite, die dabei direkt und sehr offensichtlich zu steigen beginnt, ist dabei natürlich die Dividendenrendite. Sofern die Ausschüttungen konstant bleiben und lediglich der Aktienkurs sinkt, steigt dieser Wert. Das ist, einfach gesagt, bloße Mathematik.

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Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf die Anteilsscheine von Fielmann (WKN: 577220), BASF (WKN: BASF11) und Fresenius (WKN: 578560), bei denen jetzt bloß die Aktienkurse sinken. Jedoch bedeutend höhere Dividendenrenditen winken. Auch weil das Management weiterhin die eigene Ausschüttung anheben möchte.

1. Fielmann

Eine erste Aktie, die wir auf den Prüfstand stellen wollen, ist die von Fielmann. Grundsätzlich verfügt die deutsche Optikerkette über ein starkes Geschäftsmodell im Bereich der Sehhilfen. Ob Coronavirus oder nicht: An dieser generellen Ausrichtung wird sich mittelfristig wenig verändern.

Nach soliden Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 wird das Management dabei weiterhin die Dividende anheben. Dabei wird die eigene Ausschüttung um fünf Cent auf 1,95 Euro je Anteilsschein steigen. Ein Wert, der bei einem aktuellen Kursniveau von 64,50 Euro (04.03.2020, maßgeblich für alle Kurse) einer Dividendenrendite von 3,02 % entspricht. Gar nicht schlecht für die Aktie der Optikerkette.

Diese Dividendenerhöhung stellt dabei bereits die 15. in Folge dar. Operativ spricht dabei vieles für eine Fortsetzung dieser Tendenz. Gemäß der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 steigerte Fielmann seinen Umsatz beispielsweise um rund 7 % auf 1,77 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss kletterte hingegen um knapp 2 % auf 177 Mio. Euro. Fielmann investiert dabei viel in die regionale Expansion und ein digitales Geschäftsmodell. Grundsätzliche Wachstumstreiber, die hier langfristig zu besseren Ergebnissen und höheren Dividenden führen können.

2. BASF

Eine zweite Aktie, die trotz operativem zyklischen Einbruch im letzten Geschäftsjahr eine erneut höhere Dividende auszahlen möchte, ist außerdem die von BASF. Der DAX-Chemiekonzern wird dabei, wie zuletzt gewohnt, die eigene Ausschüttung um weitere 10 Cent auf 3,30 Euro anheben. Auf Basis eines aktuellen Kursniveaus von 54,71 Euro entspräche das einer Dividendenrendite von sage und schreibe 6,03 %. Wow!

BASF hält sich trotz der operativen Verwerfungen durch Handelskonflikt und konjunkturelle Sorgen im letzten Geschäftsjahr weiterhin an seine Dividendenpolitik. Gemäß dieser möchte der DAX-Zykliker stets eine Dividende auf Vorjahresniveau auszahlen, die in jedem Jahr erhöht werden soll.

Dass sich der Chemiekonzern daran hält, beweist der aktuelle Ausblick auf die kommende Dividendensaison. Und zumindest wenn der operative Tiefpunkt nun hinter dem Chemiekonzern liegt, müssen sich Investoren wohl wenig um die Nachhaltigkeit dieser Ausschüttung sorgen.

3. Fresenius

Zu guter Letzt hat auch die Aktie von Fresenius zuletzt deutlich korrigiert. Derzeit finden wir die Anteilsscheine auf einem Kursniveau von 43,08 Euro wieder. Das entspricht einem Einbruch von 14 % innerhalb weniger Wochen. Noch vor der Coronakorrektur belief sich das Kursniveau auf 49,71 Euro.

Jedenfalls hat sich dadurch auch beim DAX-Gesundheitskonzern die Dividendenrendite bedeutend erhöht. Fresenius wird dabei nach einem soliden, jedoch in weiten Teilen eher beständigen Geschäftsjahr 2019 eine moderat höhere Dividende von 0,84 Euro an die Investoren auszahlen. Bei dem derzeitigen Kursniveau entspricht das einer Dividendenrendite von 1,94 %.

Dabei beträgt das Ausschüttungsverhältnis bei einem 2019er-Gewinn je Aktie von 3,38 Euro lediglich 24,8 %, was noch immer vergleichsweise gering ist. Bei Fresenius gehören weitere Erhöhungen wohl zum guten Ton, immerhin ist der DAX-Konzern nach inzwischen 27 Erhöhungen in Folge noch immer der einzige Dividendenaristokrat.

Speziell wenn Fresenius dabei operativ zurück in die Wachstumsspur zurückfinden sollte, ist die Aktie derzeit interessant. Das dürfte schließlich nicht bloß langfristig die Dividende wieder erhöhen, sondern auch zu weiteren Kursgewinnen führen. Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,7 sind die Anteilsscheine des Gesundheitskonzerns nämlich insgesamt recht preiswert bewertet.

Der Korrektur sei Dank: Höhere Dividendenrenditen!

Wie wir daher unterm Strich sehen können, erhalten Investoren durch die aktuelle Korrektur die Möglichkeit, starke Ausschütter nun günstiger einzusammeln. Fielmann kommt dabei inzwischen wieder auf eine Rendite jenseits der 3-%-Marke, BASF hingegen schafft es auf über 6 % und der Gesundheitskonzern Fresenius auf fast 2 %. Wobei bei letzterer Aktie das Ausschüttungsverhältnis wirklich preiswert ist.

Wie auch immer: Alle Aktien sind derzeit preiswerter zu haben. Möglicherweise ist der eine oder andere Name dieser Liste dabei einen näheren Foolishen Blick wert.

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Vincent besitzt Aktien von BASF, Fielmann und Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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