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ETF-Investoren, aufgepasst! 1 schmutziges Geheimnis, das ihr kennen solltet, wenn euch eine durchschnittliche Rendite nicht gut genug ist

Foto: Getty Images

Der Aktienmarkt ist effizient. Millionen bestens informierte Marktteilnehmer stimmen tagtäglich darüber ab, welches Unternehmen für die Zukunft gerüstet ist und welches Produkte herstellt, die niemand (mehr) braucht.

Korrekt? In der Theorie vielleicht! Meine Erfahrung deckt sich nicht mit der Annahme vom effizienten Aktienmarkt. In der Realität sehe ich viele, die einfach nur hoffen, und einige wenige, die einen unfairen Vorteil haben. Das ist das schmutzige Geheimnis, das vor allem viele grünschnäblige ETF-Investoren nicht kennen dürften.

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Fairness hat Grenzen – insbesondere am Aktienmarkt

Wenn etwas fair am Aktienmarkt ist, dann ist es der Zugang. Heute kann praktisch jeder, der eine halbwegs stabile Internetverbindung besitzt, innerhalb weniger Minuten ein Depot bei seiner Lieblingsbank eröffnen. Oftmals sogar mobil – mit Geräten, die kaum etwas kosten.

Ziemlich fair ist auch, dass man heutzutage kein Millionär sein muss, um in ein breit diversifiziertes Aktienportfolio investieren zu können. Ein Anteil eines iShares MSCI World (WKN: A0RPWH)-ETF, der Zugang zu 1.600 Aktien bietet, ist derzeit für 53,70 Euro zu haben (Stand: 04.03.2020).

Klar: Selbst das kann sich nicht jeder leisten. Aber die Hürde ist doch sehr niedrig. Wer sich ein Portfolio aus 1.600 Aktien von Hand zusammenstellen will, muss deutlich tiefere Taschen haben. Allein die drittgrößte Position des MSCI World ETF – die Amazon (WKN: 906866)-Aktie – kostet derzeit rund 1.750 Euro (Stand: 04.03.2020).

Doch die Fairness hat Grenzen. Denn spätestens beim Kaufzeitpunkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Jeder weiß: Wer günstig kauft, ist langfristig um ein Vielfaches reicher als derjenige, der teuer kauft. Das war immer so und wird immer so sein.

Keine Meinung, kein Vorteil!

Den optimalen Kaufzeitpunkt zu finden ist schwer, wenn nicht sogar unmöglich. Börsenlegende Warren Buffett versucht es nach eigenen Aussagen erst gar nicht. „Ich habe nie eine Meinung über den Markt, weil sie nicht gut wäre und die Meinungen, die wir haben und die gut sind, stören könnte“ – so formulierte es Buffett 1994 auf der alljährlichen Aktionärsversammlung seiner Holding Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2).

Doch was sollen ETF-Investoren machen, die in einen Index-ETF der Sorte MSCI World, S&P 500 oder DAX – stellvertretend für „den Markt“ – investieren? Wie sollen die ihre Investition rechtfertigen, wenn sie keine Meinung zum Markt haben dürfen?

Klar: Auch wer keine Meinung hat, kann selbstverständlich einfach jeden Monat ein Stückchen vom Markt und damit Aktien zum langfristigen Durchschnittspreis kaufen. Das ist fair!

Doch wenn du keine Meinung hast und immer langfristig zu fairen Preisen kaufst, kannst du sicher sein, dass es irgendwo jemanden gibt, der eine sehr konkrete Meinung hat und einen unfairen Vorteil ausspielt, von dem du noch nie gehört hast.

Alles kann von (unfairem) Vorteil sein

Wenn du ETF-Investor bist und zur Sorte „fair und ohne Meinung“ gehörst, ist das überhaupt kein Problem. Du kannst wie ein Stück Treibholz auf der Aktienwelle mitschwimmen und langfristig eine durchschnittliche Rendite von 6, 7 oder 8 % pro Jahr mitnehmen.

Aber warum gehst du nicht mal zur Abwechslung auf die Suche nach deinem persönlichen „unfairen Vorteil“? Vielleicht bist du ein Ass in der Interpretation von Terminmarktdaten oder du bist aus beruflichen Gründen außerordentlich gut über die Vorgänge in einer Schlüsselindustrie informiert.

Es könnte auch gut sein, dass du Stimmungen am Markt besser einschätzen kannst als andere Investoren oder einfach einen Riecher für makroökonomische Trends hast.

Selbst wenn du „nur“ die Zitate von Warren Buffett auswendig kennst, hast du aus meiner Sicht bereits einen unfairen Vorteil gegenüber all jenen, die noch nie vom Altmeister gehört haben.

Ich investiere aktiv-passiv

Wer schon einmal den Apollotempel von Delphi besucht hat, wird die Inschrift „Erkenne dich selbst“ sicher noch im Gedächtnis haben. Auch für ETF-Investoren dürfte diese Weisheit Gold wert sein. Denn wer um sich selbst und seine gottgegebenen Vorteile weiß, dürfte nicht nur am Aktienmarkt, sondern auch in vielen anderen Bereichen bessere Ergebnisse erzielen.

Ja, als ETF-Investor, der mit dem Markt mitschwimmt, könntest du dich natürlich auch gemütlich zurücklehnen und den Index die Arbeit machen lassen. Aber würdest du manchmal nicht doch viel lieber im Zentrum des Tsunamis auf die Welle steigen, anstatt dich am Strand zu langweilen?

Ich denke weiterhin, dass es unmöglich ist, immer den besten Kaufzeitpunkt zu erwischen. Sich hier und da einen besseren Kaufzeitpunkt herauszuarbeiten, ist aus meiner Sicht aber trotzdem nicht unrealistisch.

Wer nicht nur Kapital, sondern auch Wissen anhäuft und sich so einen unfairen Vorteil verschafft, dürfte mit der Zeit deutlich bessere Kaufzeitpunkte generieren als der uninformierte Wald-und-Wiesen-Investor. Das ist das schmutzige Geheimnis, das sicher nicht jeder frischgebackene ETF-Investor kennt.

Für mich gilt: Passiv investieren ist gut, aktiv-passiv investieren ist besser!

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Berkshire Hathaway (B-Aktien) und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2021 $200 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien), Short January 2021 $200 Puts auf Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Short March 2020 $225 Call auf Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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