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Wirecard-Aktie: Nach Corona-Crash der Anzeige-Schock: Größtes Problem – nie endende Schlagzeilen?

Foto: Wirecard AG

Die Wirecard (WKN: 747206)-Aktie zeigt sich in diesen Tagen erneut von ihrer volatilen Seite. Seitdem die Börsen korrigieren, musste der Zahlungsdienstleister zwischenzeitlich im Rahmen der Corona-Korrektur die Gewinne seit Jahresanfang abgeben. In der Spitze ging es dabei von einem Kursniveau von über 143 Euro auf ca. 115 Euro bergab.

Das Coronavirus könnte dabei allerdings bloß ein kleineres Problem sein. Trotz der Aussicht auf eine sich operativ aufhellende Lage durch die Ergebnisse der Sonderprüfung gibt es zu einem neuen, alten Thema weitere Schlagzeilen. Riskieren wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf eine interessante Strafanzeige sowie darauf, warum der Markt hier so gelassen reagiert.

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Diese Strafanzeige geht in eine neue Runde

Wie mehrere Medien, unter anderem das Handelsblatt und auch das Anlegermagazin Der Aktionär, in diesen Tagen berichten, ist eine Anzeige gegen den DAX-Zahlungsdienstleister ergangen. Demnach erhebt die Wiener Anlegerschutzvereinigung EFRI Klage gegen Wirecard. Im Fokus dabei: erneut die Finanzdienstleistungen für mögliche betrügerische Online-Trading-Seiten und ebenfalls dubiose Glücksspiel-Anbieter.

Solche Geschäftspraktiken sollen demnach über Jahre hinweg über die Plattform des Zahlungsdienstleisters abgewickelt worden sein. Der DAX-Zahlungsdienstleister habe somit den mutmaßlichen Betrug an einer Vielzahl europäischer Anleger ermöglicht, so die Vorwürfe weiter. Außerdem taucht der Vorwurf der Geldwäsche in diesem Kontext auf. Die Schadenssumme der 780 Opfer wird dabei auf 28 Mio. Euro beziffert.

Wirecard selbst hat diese Anschuldigungen zurückgewiesen, ja, sogar gegenüber dem Handelsblatt. Wirecard unterstütze demnach keinerlei unseriöse Plattformen bei der Zahlungsabwicklung und lasse lediglich Betreiber mit gültiger staatlicher Lizenz als Kunden zu, so der Zahlungsdienstleister sinngemäß. Des Weiteren führe Wirecard selbst bei der Annahme dubioser Kunden Hintergrundrecherchen durch und melde in begründeten Verdachtsfällen Namen an Aufsichtsbehörden. Sogar im besagten Fall habe der Zahlungsdienstleister wohl Informationen an Behörden weitergeleitet.

Die Investoren reagieren gelassen!

Glücklicherweise reagieren die Investoren auf diese weiteren Schlagzeilen nun gelassen. Womöglich mag das an der Tatsache liegen, dass die Vorwürfe alles andere als neu sind: Bereits im letzten Dezember gab es einen kritischen Bericht der Süddeutschen Zeitung, der ähnliche mögliche Verstrickungen offenbarte. Ermittlungen laufen diesbezüglich wohl bereits, weshalb sich die Sachlage wenig verändert hat.

Einen direkten Zusammenhang von Wirecard zu den betrügerischen Seiten vorzuweisen, könnte dabei womöglich sehr schwierig sein. Vermutlich ein weiterer Grund, weshalb die Wirecard-Aktie so verhalten auf diese Neuigkeit reagiert.

Nichtsdestoweniger offenbaren die neuen Berichte eine weitere mögliche Schwachstelle und Angriffsfläche von Wirecard. Bedingt durch eine wenig ruhmreiche Vergangenheit im Glücksspiel- und Erotikbereich wird es immer mal wieder negative Schlagzeilen geben. Da Wirecard den Anteil seiner früheren, vermeintlich dubiosen Geschäftsbeziehungen jedoch inzwischen auf unter 10 % reduziert hat, wird die operative Bedeutung dieser Segmente immer geringer.

Langfristig orientierte Investoren werden wohl einen Weg finden müssen, mit diesen Schlagzeilen umzugehen. Glücklicherweise ist dieses Problem jedoch, neben den Vorwürfen der Financial Times, eher kleinerer Natur.

Fokus auf das Wesentliche!

Die aktuelle Strafanzeige ist daher alles andere als toll, allerdings gewiss auch kein Beinbruch. Das Coronavirus könnte kurz- bis mittelfristig sogar einen größeren Einfluss auf das operative Geschäft haben, speziell auf die asiatische Region. Doch auch hier hat der Zahlungsdienstleister unlängst bereits erklärt, dass man mit keinerlei Einschränkungen bezogen auf die eigene Prognose rechne.

Wirecard ist und bleibt daher eine interessante Wachstumsgeschichte. Die kleineren Scharmützel aus der Vergangenheit können zwar immer mal die Nachrichten dominieren. Für die Erfolgsgeschichte dürften diese Schlagzeilen jedoch eher eine geringfügige Bedeutung besitzen.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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