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Royal Dutch Shell: Die Dividende ist bereits 500 Mio. US-Dollar preiswerter – Tendenz (langsam) sinkend!

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Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) gehört in diesen Tagen zu den Sorgenkindern an der Börse. Eigentlich gilt die Dividendenperle mit ihren seit 1945 stets stabilen Ausschüttungen als sicherer Hafen. Kleinere individuelle und makroökonomische Probleme rütteln gegenwärtig jedoch an diesem Ruf.

Neben hausgemachten Problemen, bedingt durch durchwachsene Zahlen, ist es insbesondere der Ölmarkt, der belastend wirkt. Das Coronavirus trifft dieses Segment derzeit mit voller Wucht. Insbesondere China, wo die Nachfrage inzwischen deutlich eingebrochen ist, ist dabei ein Belastungsfaktor, der zu sinkenden Notierungen führt.

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Vieles kreist daher derzeit um einen wesentlichen Blickpunkt einer möglichen Investitionsthese: die üppige Dividende von gegenwärtig über 8 %. Speziell die Nachhaltigkeit ist dabei im Fokus vieler Skeptiker, die hier mittel- oder langfristig eine Kürzung befürchten.

Die gute Nachricht: Die Dividende ist preiswerter!

In diesem Kontext gibt es allerdings auch eine hervorragende Nachricht, die man als Investor kennen sollte. Zumindest im historischen Vergleich der letzten Quartale oder ein, zwei Jahre sind die Ausschüttungen nämlich preiswerter geworden. Zumindest auf absolute Sicht.

Wie es ein smarter Schreiberling bei Seeking Alpha, der sich auf Öl- und Erdgaswerte spezialisiert hat, in diesen Tagen skizzierte, nehmen die Ausschüttungen derzeit nämlich weniger Volumen ein. Betrug das Volumen der benötigten liquiden Mittel für die Gesamtdividende pro Jahr 2018 noch 15,7 Mrd. US-Dollar, so ist dieser Wert inzwischen auf 15,2 Mrd. US-Dollar gesunken. Eine Ersparnis von 500 Mio. US-Dollar beziehungsweise rund 3,2 %.

Der Grund hierfür liegt natürlich in den Aktienrückkäufen begründet. Dadurch, dass Royal Dutch Shell in den letzten Jahren massiv eigene Aktien zurückgekauft hat, ist die Menge der ausstehenden Aktien ordentlich reduziert worden. Die Dividenden werden dadurch leistbarer, da weniger Aktien mit Ausschüttungen bedient werden müssen. Eigentlich ziemlich logisch.

Auch weiterhin scheint die Tendenz abnehmend zu sein, denn wie das Management verkündet hat, werden im laufenden Quartal für rund eine Milliarde US-Dollar Aktien gekauft und eingezogen. Gemessen an einer Marktkapitalisierung von über 168 Mrd. US-Dollar eher ein kleinerer Anteil. Aber immerhin!

Der Blick auf den Cashflow

Die gute Nachricht an dieser Stelle ist, dass für die Dividende sowieso nicht die Ergebnisse entscheidend sind, sondern der freie Cashflow. Im letzten Geschäftsjahr 2019 hatte der britisch-niederländische Konzern dabei insbesondere mit Abschreibungen und Rückstellungen zu kämpfen. Einmaleffekte wohlgemerkt, die zumindest teilweise nicht finanzwirksam sind beziehungsweise werden.

Innerhalb des gesamten Geschäftsjahres 2019 verfügte Royal Dutch Shell dabei über einen freien Cashflow von exakt 26,4 Mrd. US-Dollar. Entsprechend scheint die aktuelle Dividende hier auf einem soliden Fundament zu ruhen. Tatsächlich benötigt die Ausschüttung auf annualisierter Basis lediglich einen Anteil von rund 58 % dieses Wertes.

Nichtsdestoweniger bleibt natürlich abzuwarten, wie sich die niedrigeren Ölpreise auch bei diesem Wert bemerkbar machen. Sinkende Notierungen bedeuten schließlich auch weniger Cashflow je Barrel Brent oder WTI. Der freie Cashflow bleibt daher eine Kennzahl, die es im Auge zu behalten gilt. Auch wenn das Gesamtvolumen der Dividenden durch Aktienrückkäufe möglicherweise weiterhin sinkt.

Die Dividende scheint nachhaltig

Wie wir mit Blick auf die derzeitige Dividende feststellen können, besteht zunächst kein Grund zur Besorgnis. Durch Aktienrückkäufe sind die Ausschüttungen hier zumindest preiswerter geworden. Weitere Aktienrückkäufe werden zudem die Menge ausstehender Anteilsscheine verringern, wobei gerade das günstigere Kursniveau zu effektiveren Rückkäufen führt.

Gemessen am freien Cashflow ist die Dividende außerdem ausreichend gedeckt. Nichtsdestoweniger bleiben die liquiden Mittel ein beobachtenswerter Aspekt. Gerade für Dividendenjäger, die gerne die historisch stabilen Dividendenrenditen von gegenwärtig über 8 % in den Fokus rücken.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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