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2 Aktien, die kurzfristig unter dem Coronavirus stark leiden, aber langfristig Chancen bieten!

Foto: Getty Images

Das Coronavirus breitet sich immer stärker aus. Auch an den Kapitalmärkten ist das Virus angekommen und verunsichert Investoren. Die Folge: Kurseinbrüche!

Für langfristig orientierte Anleger könnte dies jedoch eine gute Gelegenheit sein, um neue Positionen aufzubauen. Zwei Aktien, die unter dem aktuellen Börsenumfeld im Hinblick auf das Coronavirus stark leiden, langfristig jedoch durchaus Potenziale besitzen, möchte ich heute mit der Lufthansa (WKN: 823212) sowie CTS Eventim (WKN: 547030) vorstellen.

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Lufthansa

Die Lufthansa-Aktie gilt schon seit Längerem bei Investoren als ein Superschnäppchen. Auf diese Idee kommt man, wenn man den aktuellen Börsenkurs von 11,69 Euro (Stand: 28.02.2020) in Relation zum Gewinn pro Aktie von 4,58 aus dem Jahr 2018 setzt. Hier ließe sich ein KGV-Wert (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von lächerlichen 2,6 ermitteln.

Dass die Gewinne der Kranich-Airline starken Schwankungen unterliegen, kann man an den Finanzkennzahlen der letzten zehn Jahren gut erkennen. Hier wurden auf Konzernebene zwei Verlustjahre ausgewiesen (2009 und 2011) und in zwei weiteren Jahren lag der Gewinn weit unterhalb der Milliardenmarke.

Auch im Neunmonatsbericht 2019 belief sich das Konzernergebnis mit knapp einer Milliarde Euro um 48 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,8 Mrd. Euro. So viel zum Thema „Ertragsschwankungen“.

Das Coronavirus wird das Unternehmen im aktuellen Geschäftsjahr 2020 wahrscheinlich stark treffen, denn aufgrund der Ausbreitung des Virus ist davon auszugehen, dass die Reiseaktivität von vielen Privat- und Geschäftsleuten eingeschränkt ist. Auch der Tourismus leidet stark unter den Folgen der Coronaviruspandemie.

Es könnte aber absehbar sein, dass sich dieses Thema langfristig von selbst erledigt. Sollte die Lufthansa dann langfristig wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden, so könnte die Aktie als durchaus günstig erscheinen.

CTS Eventim

Die zweite Aktie, die aktuell unter dem Coronavirus leidet, ist die von CTS Eventim. Das Unternehmen ist einer der führenden Ticketverkäufer in Europa und vermarktet ebenso Live-Events. Das Geschäftsmodell verunsichert aktuell Investoren im Krisenmodus, denn es drohen Einschränkungen und Absagen bei den Veranstaltungen.

Im Neunmonatsbericht 2019 konnte noch ein Umsatzwachstum auf Konzernebene von 16,5 % auf 1,1 Mrd. Euro ausgewiesen werden. Auch das Ergebnis je Aktie konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 mit 0,75 Euro um 13,9 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Für das Gesamtjahr 2019 wird ein Umsatzwachstum im unteren zweistelligen Bereich erwartet. Das Ergebnis je Aktie soll im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich weiter zulegen. Diese Werte könnten auch erreicht worden sein. Problematischer könnte jedoch das Jahr 2020 verlaufen, sofern öffentliche Veranstaltungen aus Sorge vor einer Virusinfektion gemieden werden.

Als Wachstumswert ist die Aktie von CTS Eventim als durchaus spannend anzusehen. Weniger spannend ist noch die aktuelle Bewertung, die sich bei einem Ergebnis je Aktie des Jahres 2018 von 1,23 Euro als durchaus teuer interpretieren lässt. Gemessen am aktuellen Aktienkurs von 47,84 Euro (Stand: 28.02.20) beläuft sich das KGV auf 38,9.

Sollte die Aktie aufgrund der Coronaviruspandemie weitere Kursrückgänge verzeichnen und ein attraktiveres Kurs-Gewinn-Verhältnis vorliegen, so könnte sie für langfristige Anleger wieder interessant werden.

Fazit

Das Coronavirus verunsichert viele Anleger, kein Zweifel. Für langfristig orientierte Fools könnte sich bei Aktien, die aus Panik verkauft werden, die eine oder andere Einstiegsgelegenheit ergeben.

Bei den Aktien der Lufthansa sowie der CTS Eventim könnte dies der Fall sein. Beide Aktien bieten langfristiges Wachstum bei einer doch beeindruckenden Marktposition. Da die Aktien aber aktuell noch nicht ihren Boden gefunden haben, wäre es sinnvoll, diesen erst einmal abzuwarten. Denn wie heißt es so schön: Never catch a falling knife!

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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