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17,2 Mrd. Euro für das Tafelsilber von thyssenkrupp: So geht es mit der Aktie weiter!

Bild: © ThyssenKrupp Steel Europe

Die Aktie von thyssenkrupp (WKN: 750000) befindet sich natürlich ebenfalls gegenwärtig im Korrekturmodus des Coronavirus. Nichtsdestoweniger hat eine Meldung den Anteilsscheinen zumindest kurzweilig neues Leben eingehaucht: die Klarheit darüber, was nun mit der Aufzugsparte passieren soll und wie es mit dem angeschlagenen Konzern nun weitergeht.

Aber wie sieht der Deal von thyssenkrupp nun aus und welche vor allem langfristige Perspektive steckt noch immer in dem Industriekonzern, der nun quasi sein Tafelsilber zwecks Sanierung weggeben musste? Einige spannende Blickwinkel, denen wir im Folgenden mal etwas näher auf den Grund gehen wollen:

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Die Konditionen des Deals

Wie wir mit Blick auf gängige Meldungen sehen können, hat die Aufzugsparte zumindest rein finanziell gesehen gehalten, was sie verspricht: Für rund 17,2 Mrd. Euro wird diese nun veräußert. Der höchste Bieter ist dabei ein Investorenkonsortium um Advent und Cinven gewesen, wobei auch das deutsche Unternehmen RAG hier mit beteiligt ist.

Der Deal wird dabei voraussichtlich gegen Ende des aktuellen Geschäftsjahres abgeschlossen werden und zu diesem Zeitpunkt sei auch die Kaufpreiszahlung fällig. Für einen Teil des gesamten Verkaufspreises für die Aufzugsparte, nämlich 1,25 Mrd. Euro, wird thyssenkrupp wohl einen Minderheitsanteil an dieser erwerben. Dieser soll voraussichtlich 6 % betragen. All das unterliegt natürlich auch noch dem Vorbehalt der Wettbewerbsbehörden, allerdings hat sich der Industriekonzern bereits zuversichtlich gezeigt, an dieser Front ein Go erhalten zu können.

Mit den Erlösen soll nun die Sanierung des restlichen bestehenden Konzerns angegangen werden. Die möglicherweise spannendste Frage an dieser Stelle könnte daher sein: Ist das Management hier nun konkreter geworden, was die zukünftige Neuausrichtung des Konzerns anbelangt?

Hier soll künftig der Fokus liegen

Ja, zumindest etwas. So soll mithilfe der Mittel einerseits finanzielle Stabilität erreicht werden. Dabei ist zunächst geplant, die höheren Pensionsverpflichtungen auszufinanzieren, wobei womöglich die Rückbeteiligung am Aufzuggeschäft eine Rolle spielen könnte. Neben dem Abbau der Verschuldung soll zudem eine stärkere Eigenkapitalbasis angestrebt werden, wozu ein Teil der 17,2 Mrd. Euro ebenfalls eingesetzt werden könnte.

Doch auch operativ existiert ein neuer Einblick. So möchte sich das Management scheinbar auf die zwei prägenden verbleibenden Geschäftsbereiche, das Stahlgeschäft und den Anlagenbau, stärker fokussieren. Allerdings läuft es in der Stahlsparte alles andere als rund und hier gilt es, viele Herausforderungen zu meistern. Aufgrund von Preisdruck, Überkapazitäten und einer sich zunehmend eintrübenden Konjunktur könnte dieses Unterfangen alles andere als leicht werden, zumal Lösungen für andere Baustellen, wie beispielsweise sinkende Emissionen, gefunden werden müssen.

Beim Anlagenbau sei außerdem geplant, diesen Bereich mit Unterstützung anderer Unternehmen oder Beteiligter wieder in die Spur zu bringen. Womöglich könnte hier auch eine Ausgliederung und mehr Fokussierung erfolgen, so richtig scheint die Perspektive jedenfalls noch nicht klar zu sein. Das Komponentengeschäft, ein weiteres, kleineres Segment von thyssenkrupp, soll hingegen verkleinert und konzentrierter werden und sich lediglich noch auf Zulieferungen für die Automobilindustrie konzentrieren. So langsam scheint hier eine Vision erkennbar zu sein, allerdings gibt es noch abstrakte Dinge, die mit Leben gefüllt werden wollen.

Die Frage nach dem Wer

Zu guter Letzt scheint sich auch noch die Frage zu stellen, wer im Endeffekt mit all diesen Aufgaben betraut werden soll. Derzeit hält zwar Merz noch ihr Mandat für den Vorstandsvorsitz, allerdings soll ihre Amtszeit eigentlich auf ein Jahr begrenzt sein.

In Anbetracht eines Zeitplanes, der den Verkauf erst für das Ende dieses Geschäftsjahres vorsieht, könnte es hier ebenfalls noch einen zwischenzeitlichen Wechsel auf der Führungsebene geben. Wie gesagt: Das Bild wird konkreter, allerdings sollte thyssenkrupp jetzt auch die weiteren noch bestehenden Lücken mit Inhalten füllen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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