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Banken als solide Dividendenzahler? Hier kommen die ING Group und Wells Fargo im Vergleich!

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Kann man Bankaktien ohne schlechtes Gewissen zur Dividendenanlage empfehlen? Was unsere zwei großen Finanzinstitute Commerzbank (WKN: CBK100) und Deutsche Bank (WKN: 514000) anbelangt, ganz sicher nicht. Die meisten von uns würden die beiden Banken vermutlich noch nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, um sie sich ins Depot zu legen.

Wenn man Unternehmen aus dem Bankenbereich finden will, die in Sachen Dividende interessant erscheinen, sollte man sein Augenmerk lieber auf Titel richten, die im Ausland angesiedelt sind. Denn dort kann man durchaus noch Finanzinstitute finden, die zum Beispiel eine hohe Dividendenrendite bieten oder auch eine gute Historie ihrer Ausschüttungen vorweisen können. Wir wollen uns deshalb mit der ING Group (WKN: A2ANV3) und Wells Fargo (WKN: 857949) heute zwei Vertreter aus dem Bankensektor einmal genauer anschauen.

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Schauen wir als Erstes auf die Dividendenrendite

Die niederländische ING Group teilt ihre Ausschüttung auf zwei Termine im Jahr auf. Und zwar jeweils im Mai und im August fließt hier die Gewinnbeteiligung an die Anteilseigner. Laut aktuellen Zahlen des Finanzinstituts soll die diesjährige Dividendenzahlung, mit 0,69 Euro je Aktie, ein klein wenig höher ausfallen als die Ausschüttung vom letzten Jahr.

Im Moment hält das Coronavirus die Märkte in Atem und auch die ING Group-Aktie hat ein wenig nachgegeben und notiert derzeit mit einem Kurs von 9,20 Euro (25.02.2020) gut 15 % niedriger als noch zu Beginn des Jahres. Daher lässt sich mit 7,5 % aktuell auch eine recht hohe Dividendenrendite ermitteln. Doch sollten sich die Märkte wieder beruhigen und die Aktie der ING Group ihre im September begonnene leichte Aufwärtsbewegung fortsetzen, könnte es mit dieser hohen Anfangsrendite auch schnell wieder vorbei sein.

Bei der US-Bank Wells Fargo, die mit zu den größten Anbietern von Finanzdienstleistungen in den Vereinigten Staaten zählt, sieht es in Sachen Dividende folgendermaßen aus: Wie viele amerikanische Unternehmen zahlt auch Wells Fargo seine Gewinnbeteiligung viermal im Jahr an seine Investoren aus. Die aktuelle Quartalsdividende beträgt 0,51 US-Dollar je Aktie, was auf ein Jahr hochgerechnet insgesamt 2,04 US-Dollar je Anteilsschein ergibt.

Beim derzeitigen Kursniveau der Wells Fargo-Aktie von 45,12 US-Dollar (25.02.2020) lässt sich so eine aktuelle Dividendenrendite von 4,52 % ermitteln. Auch diese Anfangsrendite sieht für Investoren natürlich durchaus interessant aus, auch wenn sie nicht so hoch liegt wie bei der ING Group.

Gab es Steigerungen der Dividende und wie konstant wurde sie gezahlt?

Durch die Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 geriet die ING Group ein wenig in Schieflage und der Dividendenverlauf wurde jäh unterbrochen. Die Bank musste die Dividendenzahlungen ab dem Jahr 2009 aussetzen und hat sie erst im Jahr 2015 wieder aufgenommen.

Vor der Finanzkrise war die ING Group bei Einkommensinvestoren vor allem deshalb beliebt, weil die Dividende jedes Jahr immer etwas angehoben wurde. Mit der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung setzt sie diese Tradition wieder weiter fort, doch fallen die jährlichen Steigerungen seit 2015 noch sehr gering aus.

Auch Wells Fargo wurde natürlich durch die Finanzkrise in Mitleidenschaft gezogen und musste die Dividende damals stark kürzen. Doch dieser Zustand dauerte nicht allzu lange an und seit dem Jahr 2013 wird die Ausschüttung nun schon wieder regelmäßig jedes Jahr erhöht.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies Folgendes: Im Jahr 2013 hat Wells Fargo insgesamt eine Dividende von 1,15 US-Dollar je Aktie gezahlt. Im Jahr 2019 waren es bereits 1,92 US-Dollar Dividende, die je Aktie ausbezahlt wurden. Dies entspricht einer Steigerung von 66,96 % und zeigt, dass die US-Bank in dieser Disziplin die letzten Jahre Stärke bewiesen hat.

Und wie sieht es bei der Ausschüttungsquote aus?

Die ING Group hat im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,23 Euro erzielt, dem eine gezahlte Dividende von 0,68 Euro je Aktie gegenübersteht. Mit diesen Daten errechnet sich mit 55 % eine Ausschüttungsquote im absolut normalen Bereich, die keinen Anlass zur Sorge geben sollte.

Bei Wells Fargo sieht es in diesem Bereich folgendermaßen aus: Die Bank weist für das Geschäftsjahr 2019 je Aktie ein Ergebnis von 4,05 US-Dollar und eine Dividendenzahlung von 1,92 US-Dollar aus. Hier liegt das Ausschüttungsverhältnis also bei recht niedrigen 47 % und somit auch im grünen Bereich.

Fazit

Sowohl die ING Group als auch Wells Fargo kann man ruhigen Gewissens als gute Dividendenzahler bezeichnen. Doch während die ING Group mit einer sehr hohen Anfangsrendite aufwarten kann, ist es bei Wells Fargo vor allem die höhere Steigerungsrate bei der Ausschüttung, die für Einkommensinvestoren interessant sein könnte. Welches Merkmal favorisiert wird, das muss natürlich jeder Investor für sich alleine entscheiden.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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