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Fielmann-Aktie: Die vorläufigen Zahlen sind da – warum die Aktie trotz solider Zahlen kein Kauf ist!

Das Geschäftsjahr 2019 ist für viele Unternehmen mit dem Jahreswechsel abgeschlossen. Nun trudeln langsam die vorläufigen Zahlen für das Gesamtjahr ein. Auch der Brillen-Filialist Fielmann (WKN: 577220) hat diese nun veröffentlicht. Lasst uns das Wichtigste hier einmal vorstellen und prüfen, ob die Aktie nun ein Kauf sein könnte.

Nach vorläufigen Angaben zu den Zahlen des Geschäftsjahres 2019 hat sich der Konzernumsatz von 1,43 Mrd. Euro um 6,3 % auf 1,52 Mrd. Euro erhöht. Das Vorsteuerergebnis wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich bei 253 Mio. Euro liegen und damit um 0,8 % über dem Vorjahreswert von 250,9 Mio. Euro. Beim Jahresüberschuss wird mit einem Wert von 177 Mio. Euro gerechnet (Vorjahr: 173,6 Mio. Euro). Der Zuwachs beläuft sich hier auf rund 2 %.

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Organisch – gemessen am Brillenabsatz – konnte der Absatz von 8,15 Mio. Stück auf 8,28 Mio. Stück gesteigert werden. Der organische Zuwachs belief sich damit auf rund 130.000 Brillen oder 1,6 %.

Damit wird deutlich, dass der Umsatz primär über Preiserhöhungen gesteigert wurde und nicht über einen Anstieg der Brillenverkäufe. Dass sich das Ergebnis am Ende deutlich langsamer erhöht hat als der Umsatz, könnte man als eine Schwäche auslegen.

Dividende wird weiter erhöht

Auch wenn das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 nur leicht erhöht wurde, die Aktionäre werden aller Voraussicht auf der nächsten Hauptversammlung am 9. Juli 2020 eine um 5 Cent erhöhte Dividende vorgeschlagen bekommen. Geplant ist, eine Dividende im Wert von 1,95 Euro an die Aktionäre auszuschütten – was einem Zuwachs von 2,6 % entspricht.

Die Ausschüttungsquote bleibt mit 95 % auf einem hohen Niveau. Leisten kann sich das Unternehmen diese Erhöhung problemlos, denn zum 30. September 2019 wurde immerhin eine Konzernbilanz mit einer Eigenkapitalquote von 50,7 % ausgewiesen.

Gemessen am aktuellen Aktienkurs von 71,30 Euro (Stand: 20.02.2020 16:39 MEZ) würde sich die Dividendenrendite mit 2,7 % auf einem interessanten Niveau befinden.

Wie geht es weiter?

Erst kürzlich hat das Hamburger Unternehmen eine Strategie 2025 vorgestellt. Demnach plane man den Außenumsatz inklusive Mehrwertsteuer bis zum Jahr 2025 auf einen Betrag von 2,3 Mrd. Euro zu steigern. 

Im Geschäftsjahr 2019 belief sich dieser Wert nach vorläufigen Angaben auf 1,8 Mrd. Euro. In absoluten Prozentzahlen würde sich der Gesamtanstieg auf fast 28 % belaufen.

Über die nächsten fünf Geschäftsjahre wäre das gerade einmal ein jährlicher Zuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich, welcher problemlos bei dem aktuellen Wachstumstempo erreichbar wäre.

Fraglich bleibt am Ende, ob dieser Zuwachs wie zuletzt mit einem schwachen Ertragszuwachs erkauft wird. Für die Aktionäre wäre ein solches Szenario alles andere als wünschenswert.

Bereits vor Kurzem gab es von der Privatbank Berenberg diesbezüglich eine Herabstufung der Aktie mit der Begründung, dass die neue Wachstumsstrategie weitere Risiken beherbergt. Die Margen stehen unter Druck und hohe Investitionen würden den Barmittelzufluss belasten.

Die Aktie bleibt weiter teuer

Da sich die aktuelle Marktkapitalisierung auf nunmehr knapp 6 Mrd. Euro beläuft (Stand: 20.02.2020), ließe sich bei einem vorläufigen Jahresüberschuss von 177 Mio. Euro ein Multiplikator von 33,9 ausrechnen. Dieser Wert ist in der Tat immer noch sehr hoch.

Fazit

Obwohl es sich bei Fielmann um eine Qualitätsaktie handelt, die einen Aufschlag rechtfertigt, lädt die Wachstumsfantasie nicht zu einem Kauf ein. Warum?

Für ein mittleres einstelliges Wachstum ist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 selbst für einen Fool zu hoch. Dies wird nochmals durch den Sachverhalt von nicht überproportional wachsenden Erträgen gestützt. Es bleibt daher eine letzte Option: auf Zeiten zu warten, zu denen die Aktie zu einem besseren Preis-Ertrags-Verhältnis erworben werden kann.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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