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Vorsicht, liebe ETF-Investoren! Der Brexit bringt das ETF-Risiko Nr. 1 zurück auf die Tagesordnung

Foto: Getty Images

Der Brexit wirbelt einiges durcheinander. Nicht nur die politischen Rahmenbedingungen in der EU, sondern auch die Fondsbranche.

Dürfen Fondsgesellschaften aus Großbritannien in Zukunft auch weiterhin Kunden innerhalb der Europäischen Union mit Finanzprodukten versorgen oder wird das Finanzzentrum an der Themse von den Zahlungsflüssen aus dem EU-Festland abgeschnitten?

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Ein Verlust wäre das allemal. Gute 7 % steuert die Finanzbranche auf der Insel zur Wirtschaftsleistung bei. Doch auch ETF-Investoren sollten gut aufpassen – denn an den Konsequenzen des Brexit ist schön zu sehen, wie schnell das sorgsam ausgetüftelte ETF-Portfolio plötzlich toxisch werden kann.

Wenn sich die Rahmenbedingungen plötzlich ändern

Noch wird fleißig verhandelt (Stand: 20.02.2020). Doch wahrscheinlich wird es für Großbritannien keine Lösung geben, die gleichwertig zu einem Zugang zum EU-Binnenmarkt ist.

Im schlimmsten – und nicht unrealistischen – Fall wären die Briten vom Fondsgeschäft im Endkundenbereich innerhalb der EU weitestgehend ausgeschlossen. Es sei denn, die jeweilige Fondsgesellschaft engagiert einen Fondsmanager in der EU.

Was nach einer einfachen Lösung klingt, könnte zum einen die Kosten und damit die Fondsgebühren deutlich steigen lassen und zum anderen kleinere Fondsgesellschaften strukturell überfordern.

Kurzum: Für die Kunden könnte es teuer werden. Vor allem für die Inhaber eines Allwetterportfolios, auf das erst im Rentenalter wieder draufgeschaut wird. Ändern sich klammheimlich die Rahmenbedingungen, nagen steigende Kosten und Gebühren womöglich völlig unbemerkt an der langfristigen Rendite und somit an der Altersversorgung. Eine echt fiese Falle!

Das ETF-Risiko Nr. 1 wird gerne übersehen

Bei Aktien ist die Sache klar. Hier liegen die Risiken bei der Unternehmensführung, den Geschäftsmodellen, den Strategien der Konkurrenz und vielen anderen Details.

Fonds und ETFs, die Aktien beinhalten, beinhalten die Risiken der Unternehmen natürlich auch. Handelt es sich allerdings um einen Index-ETF, so wird immerhin das Risiko der falschen Aktienauswahl zum Teil über eine breite Streuung geglättet.

Diese Glättung erkaufen sich ETF-Investoren allerdings mit einem weiteren Risiko, das ich als ETF-Risiko Nr. 1 bezeichnen würde: dem Emittenten-Risiko (der Emittent ist derjenige, der die Wertpapiere ausgibt, z. B. eine Fondsgesellschaft).

Klar: Die wenigsten dürften Fonds von kleinen britischen Fondsgesellschaften besitzen und damit akut in die Schusslinie des Brexit geraten. Die Produkte von US-Gigant Blackrock (WKN: 928193) dürften in den Depots von ETF-Investoren (noch) wesentlich häufiger vorzufinden sein.

Doch wer kann ernsthaft garantieren, dass die Emittenten, die heute die ETFs und Fonds mit den besten Parametern auflegen, auch in Zukunft die Platzhirsche sein werden? Der Brexit zeigt: ein überraschendes Wahlergebnis und schon sind die Rahmenbedingungen, die über Jahrzehnte gültig waren, vom Tisch. Theoretisch kann es jeden treffen!

Dranbleiben – auch bei ETFs!

ETFs sind ohne Zweifel eine sehr gute Option für den passiven Vermögensaufbau. Eine der wenigen Anlageklassen, die aus meiner Sicht uneingeschränkt für den Wald-und-Wiesen-Investor geeignet sind.

Aber wenn es irgendwo angeblich nur Vorteile gibt, würde ich jederzeit darauf wetten, dass doch noch irgendwo eine Leiche im Keller liegt. Bei ETFs muss ich nicht lange suchen. Der Emittent ist hier aus meiner Sicht das schwächste Glied in der Kette.

Was die sich oft leisten, geht auf keine Kuhhaut. Eine kleine Delle im Fondsvolumen und schon wird der ETF geschlossen. Langfristig investieren? Pustekuchen!

Ausschüttungen, die eigentlich für die Wintermonate vorgesehen waren, werden dann schon mal einfach so auf die kritischen Sommermonate verschoben („Sell in May“? Vergiss es!). Denken die wirklich, dass das niemand merkt?

Für mich ist die Sache klar: Erlaubt sich der Emittent ein krummes Ding zu viel, muss der ETF aus dem Depot fliegen oder wenigstens radikal untergewichtet werden. Heuern und feuern – ohne Gnade!

Es gibt immer einen Emittenten, der es gerade besser macht. Den zu finden ist nicht schwierig. Trotzdem müssen sich ETF-Investoren dieser Aufgabe bewusst stellen – immer und immer wieder. Leider!

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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