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Sixt-Aktie plus 6 %, Sixt Leasing mit über 20 % Kurssprung: Was ist hier bloß los?!

Bild: Sixt SE

Die Aktien von Sixt (WKN: 723132) und der Unternehmenstochter Sixt Leasing (WKN: A0DPRE) haben zum Mittwoch dieser Woche einen starken Sprung hingelegt. Das Mutterunternehmen konnte dabei innerhalb des Tagesverlaufs in einem mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen, zum Zeitpunkt des Verfassens beträgt hier das Kursplus über 6 %.

Die Leasing-Tochter hingegen stieg sogar noch stärker. Während ich diese Zeilen hier schreibe, beträgt das Kursplus noch immer über 22 %. Eine starke Performance beider Aktien, die die solide Performance vieler Aktien in einem freundlichen Gesamtmarkt noch hinter sich lässt.

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Aber was sind die Gründe für diese Performance, vor allem bei der Wachstums- und Dividendenperle? Eine spannende Frage, der wir im Folgenden etwas näher auf den Grund gehen wollen:

Sixt Leasing steht vor dem Verkauf

Wie mehrere Medien in diesen Tagen berichten, scheint sich Sixt von seiner Leasing-Tochter nun ganz trennen zu wollen. Im Rahmen eines separaten Börsengangs hat man sich bereits im Vorfeld von Anteilen an dem Unternehmen getrennt. Mit rund 42 % besaß Sixt allerdings noch immer ein größeres Aktienpaket an dem Unternehmen.

Ein möglicher Käufer ist außerdem wohl bereits auserkoren. Demnach wolle die Hyundai Capital Bank Europe wohl die Leasing-Tochter von Sixt übernehmen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Finanzdienstleister, der bislang auf Finanzierungsangebote für Hyundai und auch Kia spezialisiert gewesen ist und der mit dieser Übernahme seinen Geschäftsbereich natürlich noch erweitern könnte.

Ein Verkaufspreis scheint dabei schon ausgemachte Sache zu sein. Dieser soll gängigen Berichten zur Folge 18,00 Euro je Anteilsschein plus die bislang noch nicht beschlossene Dividende der Tochtergesellschaft betragen. Eine Marke, die hier wohl den Kursaufschlag im Bereich von ca. 22 % erklärt, womit die Leasing-Tochter fast auf diesem Kursniveau der Übernahme notiert.

Wie Sixt jedoch ebenfalls betont, sei eine abschließende Entscheidung über den Verkauf, der unterm Strich 160 Mio. Euro erlösen würde, noch nicht gefällt. Die Investoren feiern diesen möglichen Merger jedoch schon heute mit Kursaufschlägen, wovon auch die Sixt-Aktie selbst im mittleren einstelligen Prozentbereich profitieren kann.

Aber warum steigt denn eigentlich die Sixt-Aktie?

So mancher Investor dürfte sich nun jedoch womöglich fragen, weshalb denn überhaupt die Sixt-Aktie ebenfalls zu den Profiteuren gehört. Egal ob Stamm- oder auch Vorzugsaktie, beide legten heute im Nachgang dieser Meldung zu.

Eine erste Erklärung scheint dabei natürlich offensichtlich zu sein: Der möglich Verkauf für über 160 Mio. Euro und auch der Bewertungsaufschlag für diese Unternehmensanteile führt bei Sixt als Konzern natürlich ebenfalls zu einem höheren Wert der Beteiligungen. Gemessen an einer derzeitigen Marktkapitalisierung in Höhe von ca. 3,9 Mrd. Euro ist diese Beteiligung zumindest nicht als geringfügig oder trivial einzustufen. Die Kursaufschläge führen hier somit zu einem leicht höheren Börsenwert eben auch der Muttergesellschaft.

Wenn du mich fragst, dürfte das jedoch längst nicht alles sein. Vermutlich werden einige Investoren in Anbetracht dieser Meldung auch die Möglichkeit feiern, dass Sixt sich durch den Verkauf des Leasing-Geschäfts stärker auf den Megatrendmarkt der Mobilität konzentrieren kann. Sowie mit 160 Mio. Euro eine bessere finanzielle Ausgangslage erhält, um in weiteres Wachstum zu investieren.

Egal ob in die Flotte, in sein Netzwerk oder in andere Übernahmen oder Akquisitionen: Mit 160 Mio. Euro kann Sixt so einiges bewegen, das der Wachstumsgeschichte dienen könnte. Oder, recht unkreativ, die Dividende erhöhen, was natürlich insbesondere Einkommensinvestoren erfreuen dürfte. Die nun möglicherweise größere finanzielle Flexibilität könnte jedoch ein wichtiges Zünglein an der Waage bei der Bewertung dieses Deals sein.

Mal abwarten, was da noch kommt

Im Endeffekt sollten Investoren jedoch noch nicht zu viele Vorschusslorbeeren abgeben. Der Deal gehört noch zu den hypothetischen, die kommenden Tage oder auch Wochen werden hier offenbaren, ob aus dem Verkauf und der Finanzspritze etwas wird. Spannend ist dieses Thema jedoch schon heute.

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Vincent besitzt Vorzugsaktien von Sixt. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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