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Drohende Bargeldabschaffung und Negativzinsen! Bist du bereit für die größte Enteignung aller Zeiten?

Foto: Getty Images

Es ist wirklich erschreckend, welche Veränderungen auf die Menschen in den nächsten Jahren wohl zukommen werden. Doch es scheint fast so, als würden die Signale dafür von den meisten Bürgern gar nicht wahrgenommen. Das ist aber irgendwie auch nicht verwunderlich, denn sie werden von den Medien ja mit Berichten über neue Viren, Skandale in der Politik oder mit dem Klimawandel blendend unterhalten und abgelenkt, sodass sie sich auf die ungeheuerlichen Dinge, die im Hintergrund ablaufen, erst gar nicht konzentrieren.

Es sind im Grunde zwei tief greifende Umwälzungen, die gerade im Gange sind. Zum einen die durch die Europäische Zentralbank gesteuerte Politik der Niedrig- bzw. Negativzinsen und zum anderen die forcierte Abschaffung des Bargeldes in den nächsten Jahren. Diese zwei Dinge stellen meiner Meinung nach einen tiefen Eingriff in die Selbstbestimmung der Menschen dar und gerade die Kombination von Bargeldabschaffung und Negativzinsen könnte für die Bürger zu einem Zustand führen, der einer legalen Enteignung recht nahe kommt.

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Es sollte also durchaus von Vorteil sein, sich einmal näher mit diesen zwei Faktoren, die unser Leben nachhaltig verändern könnten, zu befassen.

Hilfe, das Bargeld wird abgeschafft!

Er geht schleichend, aber stetig voran. Gemeint ist der Rückgang an Geldautomaten in unserem Land. Denn seit nunmehr drei Jahren werden von den Kreditinstituten mehr Geldautomaten abgebaut, als sie neue bereitstellen. Begründet wird dies damit, dass man Kosten einsparen müsse. Diese Erkenntnis scheint bei den Banken allerdings erst spät anzukommen, denn von 1994 bis zum Jahr 2015 hatten sie die Anzahl der aufgestellten Geldautomaten noch verdoppelt.

Gerade in ländlichen Gebieten führt eine Verknappung der Bargeldversorgung dazu, dass jetzt verstärkt kleinere Metzgereien oder andere Geschäfte dazu übergehen, auch bei kleineren Beträgen Kartenzahlung anzubieten. Und dies zeigt Wirkung, denn nach Angaben des Handelsforschungsinstituts EHI ist der Umsatzanteil mit Bargeld 2018 erstmals unter den mit Karten gesunken.

Auch wird die Bargeldbeschaffung immer teurer. In Berlin beispielsweise sind die Geldautomaten des unabhängigen Anbieters Euronet weitaus öfter zu finden als die der größten Bank. Und für einmal Geldabheben werden bei Euronet immerhin 4,95 Euro fällig.

Die schlimmsten Folgen für die Bürger in einer Gesellschaft ohne Bargeld hätte allerdings eine länger andauernde Phase von Negativzinsen. Denn wenn man sein Geld nicht mehr von der Bank abheben kann, bleiben einem in solchen Zeiten ja nur noch die zwei Möglichkeiten, es zu investieren oder auszugeben, um einem Wertverfall vorzubeugen.

Enteignung durch Negativzinsen

Wenn man dem anerkannten Finanzjournalisten Marc Friedrich Glauben schenkt, dann bekommen wir bald die Zinswende. Allerdings nicht, wie die meisten hoffen, mit wieder steigenden Zinsen, sondern es soll genau in die andere Richtung gehen. Bis zu minus 5 % werden von ihm prognostiziert.

Ich weiß nicht, ob überhaupt jedem klar ist, was dies in einer Welt ohne Bargeld bedeuten würde. Bis jetzt gibt es die Minuszinsen ja nur für Sparkonten. Doch wenn niemand mehr sein Geld abheben kann, wäre es natürlich ein Leichtes, ein Modell der Strafzinsen auf alle Konten, also auch Girokonten, auszuweiten.

Dies würde zum Beispiel bedeuten, dass am Tag nach dem Gehaltseingang das auf dem Konto gutgeschriebene Geld schon weniger wert ist als den Betrag, der in der Lohnabrechnung steht. Bei einem Nettolohn von 2.000 Euro und einem Negativzins von 5 % wären es gut 28 Cent, die man so an einem Tag einbüßt. Und je länger das Geld auf dem Konto verbleibt, umso weniger wird es.

Wenn man jetzt keine Möglichkeit mehr hat, sich sein Kapital auszahlen zu lassen, dann kommen die Negativzinsen in gewisser Form schon einer legalen Enteignung gleich. Oder einer gigantischen Umverteilung, denn irgendwo muss das abgeschöpfte Geld ja schließlich hinfließen. Über diese Tatsache sollte meiner Meinung nach jeder einmal genau nachdenken und dann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen!

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