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2 Aktien, die aus 500 Dollar später 1 Million Dollar machten

Einige werden sich vielleicht wundern, wie Aktien von Cloud-Software-Unternehmen derzeit so hohe Bewertungen bekommen. Diese Unternehmen weisen ein sehr starkes Umsatzwachstum auf, machen aber derzeit wenig bis gar keinen Gewinn und werden oft zum 15- bis 20-Fachen des Umsatzes oder sogar noch mehr bewertet.

Die Antwort könnte darin liegen, dass diese Unternehmen in einer Branche mit äußerst günstigen langfristigen Aussichten schon früh die Produktführerschaft innehaben. Diese Kombination hat das Potenzial, die Investitionskosten über viele Jahre hinweg mit irrsinnigem Tempo zu zurückzuzahlen. Wenn man sich die folgenden Beispiele von frühen Marktführern aus dem Personal-Computer-Zeitalter in den 1970er- und 1980er-Jahren ansieht, finden man zwei Aktien, die aus einer Investition von damals 500 US-Dollar jetzt eine Summe von 1 Mio. US-Dollar gemacht haben. Betrachten wir doch mal, wie das gelungen ist und welche Lehre sich daraus ziehen lässt. Immerhin will man nicht die kommende Generation von weltweit führenden Technologieaktien verpassen.

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Adobe

Adobe (WKN: 871981) wurde 1982 von ehemaligen Mitarbeitern von Xerox (WKN: A2DSTA), John Warnock und Charles Geschke, gegründet und begann seinen Lauf in der Computergrafik mit einer revolutionären Programmiersprache namens PostScript. Die war eine wichtige Erfindung, da sie Buchstaben und Formen in mathematischen Begriffen über jede Art von Computer hinweg beschreiben konnte. Tatsächlich war die Technologie so fortschrittlich, dass Apple (WKN: 865985) 1983 eine frühe Beteiligung von 15 % erwarb und PostScript dann für Apple-Produkte lizenzierte.

Adobe nutzte seine hochprofitablen PostScript-Lizenzgebühren, um weitere Produkte zu entwickeln, die dann später führend auf dem Markt für Texte, Grafiken und Videos werden sollten. Dazu gehören Illustrator, eine der ersten Computer-Zeichensoftware-Anwendungen, und das Flaggschiff des Unternehmens, Adobe Photoshop für die Grafikbearbeitung. Beide Produkte wurden 1989 eingeführt. Darauf folgte im Jahr 1991 Adobe Premiere, der Videobearbeitungssoftware. Und 1993 führte das Unternehmen das PDF ein, das zum Standardformat für den Austausch digitaler Dokumente wurde.

Im Jahr 2005 erwarb Adobe eine weitere Folgeakquisition, die Übernahme des Hauptkonkurrenten Macromedia, der mit Shockwave und Flash zwei wichtige Videoplayertechnologien einführte, die in den nächsten zehn Jahren eine Vielzahl von Mobil- und Onlinevideos sowie die Web-Authoring-Software DreamWeaver ermöglichen sollten. Und in den letzten Jahren hat Adobe in den Bereichen Marketingtechnologie und -analyse expandiert, insbesondere durch die Übernahme des B2B-Marketingtechnologieunternehmens Marketo im Jahr 2018. Durch die Expansion in die Marketingtechnologie hat Adobe sein Fachwissen im Bereich der digitalen Grafik mit der Analyse zusammengeführt, um der digitalen Marketingbranche eine umfassende Lösung anzubieten.

In den Jahren 2013 und 2014 hat Adobe sein Geschäftsmodell vom Verkauf von Massenlizenzen auf ein Modell mit regelmäßigen Abonnements über das Internet umgestellt. Dieser Schritt hatte die kurzfristige Auswirkung, dass der Umsatz und auch die Erträge Probleme bereiteten, aber dieses neue Software-as-a-Service-Modell führte schließlich zu einem effizienteren Geschäft und einer hohen Kundenzufriedenheit. In den nächsten fünf Jahren zwischen 2014 und 2018 stieg der GAAP-Nettogewinn von Adobe um das Zehnfache: von 268 Mio. US-Dollar auf 2,59 Mrd. US-Dollar, wobei die Adobe-Aktie in dieser Zeit um 430 % anstieg. Seit 2018 ist die Aktie um weitere 75 % gestiegen.

Aber die langfristigen Renditen für Adobe sind noch überraschender. Das Unternehmen ging am 22. August 1986 zu einem Preis von 11 US-Dollar pro Aktie an die Börse, aber das Unternehmen hat seine Aktien so oft geteilt, dass der split-bereinigte IPO-Preis nur 0,17 US-Dollar beträgt. Das bedeutet, dass man mit einer Investition von 500 US-Dollar in Adobe beim IPO 45 Aktien erhalten hätten, aus denen heute 2.912 Aktien im Wert von etwas mehr als 1 Mio. US-Dollar geworden wären.

Intel

Als Adobe mit dem frühen Vorsprung in der Computergrafik lief, erfand Intel (WKN: 855681) ein vielleicht noch bedeutenderes Element: den Mikroprozessor. Intel wurde 1968 von Robert Noyce und Gordon Moore gegründet, die kurz darauf den in Ungarn geborenen Ingenieur Andy Grove reinholten. Diese drei sollten Intels erste Vorsitzende und CEOs für den ersten Teil seiner Geschichte werden und einige der bahnbrechendsten Innovationen im Bereich Computerhardware verantworten.

Eines der ersten Produkte von Intel war ein Projekt, das vom japanischen Rechnerhersteller Busicom beauftragt wurde, der 12 neue Chips für seinen kommenden Rechner benötigte. Intels Spitzeningenieure stellten dazu einen Chip her, der die Arbeit von 12 Chips erledigte. Und damit war Intel im Rennen. Gründer Gordon Moore prägte auch das „Moore’sche Gesetz“, die Theorie, nach der sich die Anzahl der Transistoren, die auf einen Siliziumchip passen, jedes Jahr verdoppelt – obwohl Moore 1975 diese Theorie dann auf alle zwei Jahre verdoppelte. Intel konnte diese Schwelle übertreffen und verdoppelte die Prozessorleistung in den folgenden Jahrzehnten im Durchschnitt alle 18 Monate.

Trotz der grundlegenden Erfindung des Mikroprozessors war ein großer Teil von Intels Geschäft zunächst im DRAM-Speicher angesiedelt, den das Unternehmen ebenfalls Anfang der 1970er-Jahre erfunden hatte. In den 80er-Jahren verlor dieser Markt jedoch aufgrund der Konkurrenz aus Japan an Rentabilität und Intel konzentrierte sich dann auf seinen Vorsprung im Bereich Mikroprozessoren und wurde zum einzigen Lieferanten für IBMs (WKN: 851399) Personal Computer, die damals die wichtigste Marke im Bereich PCs waren. So wurde Intel zu einem Standard für PC-Prozessoren, ähnlich wie Microsoft (WKN: 870747) Windows bei den Betriebssystemen – so sehr, dass die Kombination von Intel-Prozessoren und Windows als „Wintel“-Plattform bekannt wurde.

In den letzten Jahren wurde jedoch die Dominanz der Intel-Prozessoren infrage gestellt. Im Jahr 2018 überholte der Hauptkonkurrent Advanced Micro Devices (WKN: 863186) Intel im Rennen um die Produktion einer 7-nm-CPU, während Intel noch hinter AMDs ausgelagerte Halbleiterfabrik Taiwan Semiconductor Manufacturing (WKN: 909800) zurückfiel.

Intel ist in den letzten Jahren auch mehr und mehr aus dem Hauptprozessorgeschäft ausgestiegen. Es gab einige große Übernahmen, um sich unter anderem in den Bereichen programmierbare Chips (Altera), Software zum autonomen Fahren (Mobileye) und Sicherheitssoftware (McAfee) zu etablieren.

Trotz dieses jüngsten Gegenwinds und der Vorstöße in angrenzende Geschäftsbereiche hat Intel immer noch einen großen Marktanteil bei Prozessoren sowohl für PCs als auch für Rechenzentren, was das Unternehmen enorm profitabel und zu einem zuverlässigen Dividendenzahler macht.

Intel ging am 13. Oktober 1971 zu einem Kurs von 23,50 US-Dollar pro Aktie an die Börse, aber zwischen 1973 und 2000 hat das Unternehmen seine Aktien 13-mal geteilt. Durch diese Splits ist der split-bereinigte IPO-Preis des Unternehmens auf nur 0,02 US-Dollar gesunken! Das bedeutet, dass bei dem heutigen Kurs von 62,73 US-Dollar zum Zeitpunkt dieses Schreibens die Intel-Aktie auf wundersame Weise um das 3.136,5-Fache gestiegen ist, was aus einer theoretischen Investition von 500 US-Dollar bei Intels Börsengang ein kleines Vermögen von 1,57 Mio. US-Dollar gemacht hätte.

Was Intel und Adobe richtig gemacht haben

Wie konnten Intel und Adobe so erfolgreich sein? Beide Unternehmen waren zu Beginn des Computerzeitalters schon früh innovativ – Intel mit Mikroprozessoren und Adobe mit Computergrafik. Beide Unternehmen wurden auch von starken Managementteams geführt, die diese führende Position immer weiter ausbauten und stets neue Produkte entwickelten.

Dies könnte der Grund dafür sein, dass Aktien von Cloud-Software-Unternehmen heute so hoch gehandelt werden. Zwar werden wahrscheinlich nicht alle davon in die Sphären von Intel oder Adobe aufsteigen, aber sollte es doch zum Durchbruch kommen, so ist das Potenzial für riesige langfristige Gewinne bei diesen Wachstumswerten sicherlich vorhanden.

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Teresa Kersten, eine Angestellte von LinkedIn, einer Microsoft-Tochtergesellschaft, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool's. Billy Duberstein besitzt Aktien von Apple, IBM, Microsoft und Taiwan Semiconductor Manufacturing und hat die folgenden Optionen: short Juni 2020 $400 Calls auf Apple. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Apple, Microsoft und Taiwan Semiconductor Manufacturing. The Motley Fool empfiehlt Adobe Systems und Intel und empfiehlt die folgendnen Optionen: long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft und short Januar 2021 $115 Calls auf Microsoft.

Dieser Artikel erschien am 24.1.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

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