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Das sind die 3 besten TecDAX-Aktien der letzten 10 Jahre!

Foto: Getty Images

Ja, an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Trotzdem kann sich ein Blick in die Vergangenheit durchaus lohnen, denn Unternehmen, die in den letzten Jahren sehr erfolgreich waren, bieten meist auch eine gute Chance, ihren Erfolg in der Zukunft fortzuführen. Daher stelle ich dir nun die drei Aktien vor, die in den letzten zehn Jahren die beste Kursperformance im TecDAX vorweisen können.

Platz 3: Cancom SE

Mit einer reinen Kursperformance von über 1.800 % liegt Cancom (WKN: 541910) auf Platz drei dieses Rankings. Das deutsche IT-Unternehmen beschäftigt aktuell rund 4.000 Mitarbeiter und konnte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1,64 Mrd. Euro erwirtschaften, was einem Zuwachs von über 18 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch das EBITDA konnte um knapp 17 % zulegen und liegt nun bei 134 Mio. Euro. Im Vergleich zu vor zehn Jahren konnte Cancom damit das EBITDA ca. versiebenfachen und den Umsatz rund verdreifachen.

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Große Wachstumspotenziale sieht der IT-Konzern aktuell im Cloud-Bereich. In diesem Bereich wächst Cancom aktuell mit über 20 % pro Jahr. Das besondere dabei ist, dass die Margen im Cloudbereich deutlich höher sind als in den bisherigen Geschäftsfeldern. Dadurch verdient Cancom schon heute mehr Geld mit dem Cloud-Bereich als mit seinem Kerngeschäft, obwohl der Cloud-Bereich nur für ca. ein Viertel der Umsätze von Cancom steht.

Zwar ist Cancom mit einem KGV von über 34 (Stand: 18.02.2020) aktuell sicher nicht günstig bewertet, jedoch steht dem aus meiner Sicht ein enorm hohes Wachstumspotenzial entgegen, welches die Bewertung durchaus rechtfertigen könnte. Als kleines Extra zahlt Cancom sogar noch eine kleine Dividende, die Dividendenrendite liegt aktuell jedoch nur bei 0,9 %.

Platz 2: Nemetschek SE

Der zweite Platz in diesem Ranking geht mit einer reinen Kursperformance von über 4.400 % an die Nemetschek SE (WKN: 645290). Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter für Architektur- und Bausoftware und macht mittlerweile einen jährlichen Umsatz von 556 Mio. Euro. Das EBITDA lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 165 Mio. Euro, woraus sich eine enorm starke EBITDA-Marge von knappen 30 % ergibt. Nemetschek wächst in erster Linie auch langfristig und konnte im vergangenen Jahr das zehnte Jahr in Folge einen neuen Umsatz- und EBITDA-Rekord vermelden.

Aktuell brummt das Geschäft von Nemetschek und das Unternehmen scheint einiges richtig zu machen. Falls der Wohlstand auf der Welt auch in den kommenden Jahren steigt, wird die Nachfrage nach Immobilien wohl ebenfalls weiter zunehmen. In der Folge wird auch die Nachfrage nach den Softwarelösungen von Nemetschek weiter steigen. Auch wenn ich persönlich das Unternehmen an sich sehr interessant finde, schreckt mich persönlich die aktuelle Bewertung mit einem KGV von über 64 etwas ab. Es gibt einfach andere Unternehmen mit ähnlichem Wachstum, die deutlich günstiger bewertet sind. Trotzdem sollte man meiner Meinung nach als langfristiger Investor Nemetschek nicht komplett aus den Augen verlieren und immer mal wieder schauen, ob sich nicht eine interessante Einstiegsmöglichkeit ergibt.

Platz 1: Sartorius AG

Unangefochten an der Spitze dieses Rankings liegt Sartorius (WKN: 716563) mit einer reinen Kursperformance von über 5.500 %. Der Pharma- und Laborzulieferer konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um knappe 17 % auf 1,8 Mrd. Euro steigern. Auch das EBITDA wuchs um mehr als 22 % und liegt nun bei knappen 500 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine tolle EBITDA-Marge von über 27 %. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre wird deutlich, wenn man die aktuellen Ergebnisse mit den Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2010 vergleicht. Damals lag der Umsatz bereits bei 680 Mio. Euro, das EBITDA lag jedoch nur bei 85 Mio. Euro. Während der Umsatz sich also seit 2010 nur knapp verdreifacht hat, konnte sich das EBITDA weit mehr als verfünffachen. Dies gelang Sartorius nur durch eine Steigerung der Profitabilität von damals 13 % auf heute über 27 %.

In der Zukunft erwartet Sartorius weiteres Wachstum zwischen 10 und 13 % pro Jahr und eine stabile Marge. Trotzdem wird der Konzern aktuell mit einem KGV von über 66 bewertet, was mir persönlich für das Wachstum etwas zu teuer erscheint. Nur zum Vergleich: Der zwar in einem anderen Bereich der Gesundheitsbranche tätige DAX-Konzern Fresenius (WKN: 578560) wird aktuell mit einem KGV von 14 bewertet und erwartet in den kommenden Jahren ein Wachstum im Bereich von 5 bis 9 %. Dennoch halte ich persönlich Sartorius für ein zukunftsträchtiges Unternehmen, das langfristige Anleger weiter auf dem Zettel haben sollten, wobei man genau wie bei Nemetschek schauen kann, ob sich in Zukunft nicht eine interessante Einstiegsmöglichkeit ergibt.

Mein Fazit

Alles in allem sind meiner Meinung nach alle drei Unternehmen grundsätzlich gut aufgestellt und interessante Optionen für langfristige Anleger. Zwar sind mir persönlich Nemetschek und Sartorius aktuell zu teuer, das kann sich ja aber durchaus auch in Zukunft ändern. Spätestens wenn der Gesamtmarkt das nächste Mal korrigiert und alle Aktien günstiger zu haben sind, werde ich auf jeden Fall noch einmal einen genaueren Blick auf die drei Unternehmen werfen.

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Robin Gey besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

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