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Wen juckt die Gerichtsverhandlung?! Wirecard-Investoren, das ist die Meldung zu Beginn der Woche!

Foto: Ralf Anders

Die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) ist zu Beginn der neuen Woche eher verhalten gestartet. Aufgrund kritischer Berichte über eine geplatzte Gerichtsverhandlung zwischen dem DAX-Zahlungsdienstleister und der „Financial Times“ wurden Investoren zunächst nervös, wobei es wohl der DAX-Konzern selbst gewesen ist, der diesen Termin vorzeitig platzen ließ.

Wenn du mich fragst, dann sollten Investoren jedoch generell ihren Fokus auf etwas anderes schwenken. Denn unterm Strich gab es auch zu Beginn dieser neuen Handelswoche eine starke Meldung über eine interessante Kooperation, die schon eher wegweisend für langfristig orientierte Investoren sein sollte. Lass uns im Folgenden daher einmal schauen, was man diesbezüglich wissen sollte.

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Wirecard kooperiert mit …

Wie aus einer Pressemeldung des unternehmenseigenen Newsroom hervorgeht, kann der DAX-Zahlungsdienstleister erneut eine spannende und zukunftsweisende Partnerschaft vorweisen. Gemeinsam mit wirecube werde man demnach künftig einige Zahlungen für BILLA abwickeln. Dabei handelt es sich um den größten österreichischen Einzelhändler, der im Land unserer Nachbarn auf ca. 1.100 Filialen kommt und Teil der REWE-Gruppe ist. Ein Name, mit dem die meisten wohl auch hierzulande etwas verbinden.

Genauer gesagt stehen nicht nur die bloßen Abwicklungen der Zahlungen im Fokus dieser Kooperation, sondern die Aufrüstung auf neue Bezahlmodalitäten im Einzelhandel. Wirecard wird es Kunden künftig ermöglichen, über die App BILLA Scan & Go die jeweiligen Einkäufe direkt digital zu bezahlen. Das soll für den jeweiligen Kundenkreis das Sichanstellen und Bezahlen über die Kasse vereinfachen.

Dabei erfülle die App BILLA Scan & Go alle rechtlichen Anforderungen der Rechnungslegung und würde auch das örtliche Finanzamt zufriedenstellen. Zudem erhielten Kunden gewisse Mehrwertleistungen, wie beispielsweise die Funktion, wiederkehrende Zahlungen abzuspeichern, wodurch das Einkaufs- und Bezahlerlebnis noch schneller werden soll. Grundsätzlich ein in vielerlei Hinsicht spannender Ansatz, den Wirecard und BILLA dabei verfolgen.

Ein weiterer Meilenstein für den DAX-Konzern

Wirecard baut mit dieser spannenden Kooperation seine zukünftigen Ambitionen weiter aus. Nach dem Einsatz einer neuen kassenlosen und digitalen Bezahltechnologie am Flughafen von München ist die App BILLA Scan & Go nämlich innerhalb kürzester Zeit der zweite Einsatzort in diesem noch recht jungen Börsenjahr, wo der Zahlungsdienstleister ein solches Bezahlmodell etabliert. Zudem noch ein bedeutend größerer.

Auch wenn BILLA hierzulande noch unbekannt ist, so ist das Unternehmen in Österreich alleine aufgrund seiner 1.100 Filialen eine Größe, was das Netzwerk der potenziellen Kunden stark ausdehnt. Auch wenn hier möglicherweise aufgrund einer gewissen Skepsis erst mit einem zögerlichen Beginn der Nutzung einer solchen Technologie zu rechnen ist, so könnte insbesondere diese Kooperation ein starkes Wachstum und ein größeres Transaktionsvolumen nach sich ziehen. Insgesamt kommt Billa im österreichischen Markt schließlich auf milliardenschwere Umsätze, gemeinsam mit Merkur habe man wohl im letzten Jahr rund 4,9 Mrd. Euro Umsatz vorweisen können, wobei womöglich ein großer Teil eben auf BILLA entfällt.

Zudem könnte Wirecard durch diese Kooperation Zugriff auf weitere Kooperationen bekommen. BILLA ist schließlich nicht der einzige Name im Universum der REWE Group, möglicherweise werden hier weitere Adaptionen solcher digitalen Bezahloptionen in anderen Supermärkten folgen.

Die Schlagzahl erhöht sich allmählich

Die Aktie von Wirecard scheint wieder vermehrt in Fahrt zu kommen. Seit dem trägen Jahresstart werden die Partnerschaften nun wieder mehr, und wie die Kooperation mit BILLA zeigt, wohl auch prominenter. Das könnte ein starkes Wachstum nach sich ziehen, was langfristig diese Wachstumsgeschichte natürlich weiter anschieben kann.

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Vincent besitzt Aktien von Wirecard. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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