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Warum die RIB Software-Aktie zuletzt über 57 % gestiegen ist

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Was passiert ist

RIB Software (WKN: A0Z2XN)-Aktien schlossen noch am 07.02.2020 zum Kurs von 18,50 Euro. Heute (am 13.02.2020) notieren sie plötzlich bei 29,06 Euro und damit über 57 % höher. Darüber können sich alle RIB Software-Aktionäre freuen. Doch was ist passiert?

RIB Software ist ein Stuttgarter Bauplanungssoftwareunternehmen, welches über die vergangenen Jahre stark gewachsen ist. So verbesserte sich der Umsatz im Zeitraum 2009 bis 2019 von 30 auf 214,3 Mio. Euro. Allein im letzten Jahr stieg das EBITDA um 32 % auf 50,1 Mio. Euro. Es wurde 1961 gegründet und zählt heute weltweit über 50 Standorte, etwa 2.700 Mitarbeiter und über 100.000 Kunden.

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Zudem hielten der Vorstandsvorsitzende Thomas Wolf und seine Familie bis jetzt mit 16,8 % einen Großteil der Aktien, was für ihn und das Unternehmen spricht. Mit 61 Jahren denkt der CEO nun aber wahrscheinlich langsam über die Zukunft seines Unternehmens nach. So wurden schon im vergangenen Jahr Gespräche mit potenziellen Investoren geführt.

Und jetzt ist es so weit: Schneider Electric (WKN: 860180) bietet 29 Euro je RIB Software-Aktie und damit, im Vergleich zum vorherigen Aktienkurs, einen deutlichen Aufschlag. Die Mindestannahmeschwelle für den Zusammenschluss liegt bei 50 % plus einer Aktie. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag ist nicht vorgesehen. Sollten die Aufsichtsbehörden zustimmen, wird Ende des zweiten Quartals 2020 mit einem Abschluss der Transaktion gerechnet.

Was die Meldung für beide Unternehmen bedeutet

RIB Software hat die Unterstützung eines Großkonzerns gesucht und ist deshalb von dem Übernahmeangebot nicht überrascht. Im Gegenteil: Der Vorstand ist sehr erfreut darüber. Das Unternehmen kann so die Reichweite von Schneider Electric nutzen und dadurch schneller wachsen. Zusammen wollen sie einen Weltmarktführer für digitale und nachhaltige intelligente Gebäudelösungen kreieren. Die Firmen besitzen annährend den gleichen Kundenkreis, weshalb der Zusammenschluss ebenfalls Sinn ergibt.

Vorstandschef Thomas Wolf und Finanzdirektor Michael Sauer, deren Verträge noch bis Ende 2022 laufen, planen, weiterhin 8,7 % der RIB-Aktien zu halten. „Wir freuen uns, mit Schneider Electric einen strategischen Partner gefunden zu haben, der unsere Vision teilt, die globale Bauindustrie zu revolutionieren und einen kohlenstofffreien und nachhaltigen Lebensraum für unsere Kinder und Enkel zu schaffen“, so Thomas Wolf.

Der französische Industriekonzern Schneider Electric bietet weltweit Energiemanagement- und Automatisierungslösungen an. Das Unternehmen ist in vier Geschäftsbereichen tätig: Nieder- und Mittelspannung, sichere Stromversorgung sowie Industrieautomation. Mit der RIB Software-Übernahme stärkt er sich in den Bereichen Gebäude-, Datenzentren- und Industriedigitalisierung, wodurch für seine Kunden deutliche Effizienzsteigerungen und somit für den Konzern ein beschleunigtes Wachstum realisiert werden können.

Schneider Electric erzielte 2018 in den Gebäude- und Datenzentrensektoren etwa 50 % seiner Umsätze. Dementsprechend kann das Unternehmen RIB Softwares Digitalisierungskompetenz sehr gut verwenden, um seinen Kunden noch mehr Dienste mit hohem Zusatznutzen anzubieten.

Was Aktionäre tun könnten

Da der Zusammenschluss für beide Seiten Vorteile bringt, spricht für die Aktionäre nichts gegen eine Andienung beziehungsweise den Verkauf der eigenen Aktien. Beim heutigen Aktienkurs von über 29 Euro (13.02.2020) ist RIB Software zu 1,5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung bewertet.

Dies entspricht einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von fast acht und einem Kurs-zu normalisiertem Gewinn-Verhältnis von 42 (13.02.2020) und damit einer satten Bewertung, zu der jeder Aktionär aussteigen und nach besseren Gelegenheiten suchen oder, wenn er weiter dabei bleiben möchte, Schneider Electric-Aktien kaufen könnte. Sie sind derzeit noch deutlich günstiger bewertet als RIB Software-Aktien.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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