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US-Fusion der Deutschen Telekom auf der Kippe: Wie wahrscheinlich ist ein Scheitern?

Deutsche Telekom Deutsche-Telekom-Aktie
Foto: Deutsche Telekom AG

Für die Aktie der Deutschen Telekom (WKN: 555750) war es die Meldung dieser Woche: Die geplante und seit beinahe zwei Jahren beschlossene Fusion zwischen dem US-Geschäft und dem Wettbewerber Sprint wurde von einem US-Gericht durchgewunken. Neben der Deutschen Telekom war es jedoch vor allem Sprint, das ordentlich angezogen ist.

Relativ kurz danach wurden jedoch etwas pessimistischere Meldungen verkündet, wonach das Gelingen der geplanten Fusion möglicherweise nun doch noch auf der Kippe steht. Aber was ist dran an diesen teils hausgemachten Problemen und wie wahrscheinlich ist es, dass diese Fusion nun doch noch auf der Kippe steht? Werfen wir in diesem Kontext einen Foolishen Blick auf die Problembasis.

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In den Nachverhandlungen droht das Scheitern

Wie wir mit Blick auf aktuelle Meldungen feststellen können, scheint das Management der deutschen Telekom bei dem besagten Deal noch einmal nachverhandeln zu wollen. Der Grund liegt in der gemischten und eher durchwachsenen auch operativen Performance, die Sprint mitgemacht hat. Die hohen Schulden drückten hier auf das Gemüt der bisherigen Investoren und auch operativ konnte der Wettbewerber nicht den Anschluss an T-Mobile halten, die immerhin einige Neukunden begrüßen konnten.

Das könnte möglicherweise zu einigen Verstimmungen führen. Insbesondere die Softbank wäre hier schließlich der Verhandlungspartner, bei dem die Nachverhandlungen ansetzen würden, und je nach Lesart habe man wohl solide Chancen, hier die bisherigen Verträge noch nachzubessern. Zumindest stünde auch die Softbank unter Druck, aufgrund eines zuletzt durchwachsenen operativen Abschneidens und des WeWork-Fiaskos. So zumindest die derzeitige Interpretation.

Positiv zu werten sei außerdem, dass die Aktien bislang kaum reagiert hätten. Ist daher eigentlich alles gut und das Scheitern ist bloß theoretischer Natur?

Ich wäre mir da nicht so sicher …

Grundsätzlich scheint mit dem US-Gerichtsbeschluss eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Fusion genommen worden zu sein, allerdings könnte der Vorstoß des Telekom-Managements möglicherweise ernstzunehmende Folgen haben. Vor allem, wenn das Management hier die eigene Verhandlungsposition überschätzt.

Fest steht jedenfalls auch, dass die Verantwortlichen hinter der ehemaligen Volksaktie erklärt haben, dass die Fusion für das US-Geschäft alternativlos sei, entsprechend ist nicht bloß der Druck aufseiten der Softbank als Verkäufer hoch, sondern vor allem bei der Deutschen Telekom, die zwingend auf den Partner angewiesen ist.

John Legere, Chef des besagten US-Geschäfts hat außerdem bereits durchscheinen lassen, dass man sich von dem dortigen Lager nun eigentlich lediglich mit den finalen Feinheiten beschäftigen wolle. Ob die deutsche Zentrale und der US-Ableger hier nun nicht miteinander im Reinen sind? Eine andere, jedoch ebenfalls relevante Frage.

Zu guter Letzt sollten Investoren möglicherweise auch die vermeintliche Schwäche der Softbank nicht überbewerten. Es ist zwar kein Geheimnis, dass die Beteiligung an WeWork alles andere als glücklich gewesen ist und zu einem milliardenschweren Verlust geführt hat. Allerdings sind die Japaner alles andere als auf den Kopf gefallen und werden sich sehr gut überlegen, inwieweit sie noch bei bereits bestehenden Vereinbarungen kompromissbereit sein werden. Im Endeffekt könnte daher die Dynamik und Flexibilität der Deutschen Telekom das Problem sein, das diesen Deal noch zum Scheitern bringt.

Das wäre der Knaller

Sollte die Deutsche Telekom daher ihre Position überschätzen, so wäre das meiner Meinung nach ein großer Fehler. Möglicherweise war die operative Performance der beiden eigentlich fusionswilligen Konzerne zuletzt verschieden, der US-Ableger des deutschen Telekommunikationskonzerns ist jedoch auf Sprint angewiesen. Da gab es zuletzt wenig Interpretationsspielraum. Spannend, ob hier daher noch eine hausgemachte Zitterpartie mit ungewissem Ausgang bevorsteht.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Softbank.

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