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Tech-ETFs: 3 Megatrends, in die ich niemals investieren würde

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ETFs gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Wer auf eine spezielle Branche, eine spezielle Region oder einen speziellen Index wetten will, bekommt den dafür passgenau zugeschnittenen ETF ziemlich sicher geliefert.

Megatrends in der Tech-Branche sind da keine Ausnahme. Wer hier einen heißen Trend für Zukunftstechnologien erkennt und sich einen entsprechenden ETF zulegt, kann marktbreit abräumen.

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Doch Vorsicht! Nicht alles, was glänzt, ist auch wirklich Tech-Gold. Die folgenden drei Megatrends würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

1. Blockchain

Spätestens mit dem Aufstieg der Kryptowährungen ist die Blockchain in aller Munde. Was sich nach Star Trek anhört, ist in Wahrheit nichts weiter als eine verkettete Datenstruktur. In anderen Worten: nichts, womit man „Jugend forscht“ gewinnen könnte.

Dass sich mit einer Blockchain und zeitgemäßer Kryptografie wunderschön gesicherte Transaktionsbücher realisieren lassen, hat Bitcoin eindrucksvoll bewiesen. Leider gibt es nicht wenige Analysten, die in der Blockchain enormes Potenzial sehen, Bitcoin aber längst als alt und langweilig abgeschrieben haben. Ein großer Fehler, wie ich finde. Denn aus meiner Sicht macht die Blockchain nur bei Bitcoin wirklich Sinn.

Ja, sichere Transaktionslisten ohne Mittelsmann können auch in anderen Bereich von Nutzen sein. Aber wozu sich da mit einer Blockchain herumquälen? Im Detail betrachtet ist eine Blockchain die so ziemlich ineffizienteste Datenbank, die man sich vorstellen kann. Wer dezentrale Kryptowährungen als bombensicheren Wertspeicher realisieren will, nimmt diesen Nachteil vielleicht in Kauf. Alle anderen könnten eines Tages auf die Idee kommen, dass eine zentrale Datenbank nicht nur effizienter, sondern für den jeweiligen Anwendungsfall auch völlig ausreichend ist.

2. Autonomes Fahren

Was machen wir nur mit all den Lastwagenfahrern, die bald arbeitslos werden? Der Lkw fährt schließlich schon bald von selbst, dank ultrasensibler Sensoren und feinkalibrierter Steuerungslogik.

Auch Robotaxis sind schon im Gespräch. Manche glauben, dass Tesla (WKN: A1CX3T) schon im Jahr 2024 über 300 Mrd. US-Dollar allein mit Robotaxis einnehmen könnte. Auf einem guten Weg scheint Tesla definitiv zu sein – die Fähigkeiten des Bordcomputers sind in meinen Augen bereits heute in jeder Hinsicht atemberaubend.

Trotzdem glaube ich nicht, dass ich in nächster Zeit ein Robotaxi bestelle oder Möbel vom autonomen Lkw geliefert bekomme. Meiner Erfahrung nach kann eine neue Technologie oft nur dann die etablierte Konkurrenz vom Thron stoßen, wenn sie möglichst einfach und maximal intuitiv in den Alltag integrierbar ist – Lichtschalter-Style!

Eine realistische Chance, dass der Megatrend autonomes Fahren dieses Ziel in absehbarer Zeit erreichen kann, sehe ich derzeit nicht. Ganz im Gegenteil. Die Technik ist hoffnungslos komplex und die Chance auf Ergebnisse, die man so von Menschen nicht erwarten würde, in meinen Augen unverzeihlich hoch.

3. Künstliche Intelligenz

Das Fachgebiet künstliche Intelligenz hat mich schon in der Universität begeistert. Zweifellos kann uns dieser Tech-Trend einiges an Arbeit abnehmen. Manche Dienstleistung, die heute sündhaft teuer ist, könnte in Zukunft günstig von einer trainierten Maschine erledigt werden.

Ich denke da vor allem an Aufgaben, bei denen große Datenmengen analysiert und eingeordnet werden müssen. Eine Maschine, die die deutsche Steuergesetzgebung in Gänze verstehen kann, wäre jedem Menschen definitiv überlegen.

Doch neben berechtigten Hoffnungen auf interessante Produkte steckt mir im Megatrend künstliche Intelligenz ein Hauch zu viel Optimismus. Das Wort „Intelligenz“ ist nämlich nicht so scharf definiert, wie es viele vielleicht vermuten.

Das menschliche Gehirn ist zu einem großen Teil nichts weiter als eine Mustersuch- und -erkennungsmaschine. Genau das leisten optimal trainierte KI-Systeme mit atemberaubender Präzision. Eins zu null für die künstliche Intelligenz! Aber würden wir einen Menschen allein aufgrund dieser Fähigkeit als intelligent bezeichnen? Wenn ja, dann müsste ein Maulwurf, der einen Käfer von einer Schraube unterscheiden kann, ebenfalls intelligent sein.

Ich weiß ja nicht, was du denkst, aber auf eine maulwurfartige Maschine würde ich nicht mein Hab und Gut verwetten. Ganz egal, wie gut die aufs Würmersuchen trainiert ist. Interessant? Ja, sicher. Weltbewegend? Na ja.

Nicht jeder Megatrend führt zur Megarendite

Trends kommen und gehen. Ich warte immer noch auf den Tag, an dem ich mir ein Motorrad als Bauplan herunterladen und zu Hause mit meinem 3D-Drucker ausdrucken kann. Ja, das wurde mir damals vom Megatrend 3D-Druck versprochen!

Selbstverständlich haben 3D-Drucker heute ihre Anwendungsgebiete. So weit, wie es sich manche in der Anfangszeit des Megatrends ausgemalt hatten, ging es dann trotzdem nicht.

Der Megatrend „Personal Computer“ (PC) war ein Trend ganz nach meinem Geschmack. Mit kleinen Bausätzen fing er an, der Weg zum Heimcomputer. Heute hat praktisch jeder einen oder gar mehrere (meist völlig überdimensionierte) Rechner zu Hause. Das ist die Art Renditemonster, nach dem ich suche!

Die Megatrends Blockchain, autonomes Fahren und künstliche Intelligenz werden aus meiner Sicht als Renditezwerge enden. Das ist nicht schlimm, aber eben auch nicht gut genug.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

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