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Bewertung, Dividende, Wachstum: Kann die Sixt-Aktie jetzt den Markt schlagen?

Die Aktie von Sixt (WKN: 723133) gilt als eine der agileren deutschen Wachstumsgeschichten. Prinzipiell besitzt der Vermieter von Automobilen schließlich ein größeres Potenzial, den sich verändernden Markt der Mobilität aufzumischen. Im Bereich der Leistungen Mobility-as-a-Service hat das Unternehmen schließlich bereits so einiges an Erfahrung.

Aber wie sieht es gegenwärtig mit der Aktie aus? Besitzt die Sixt-Aktie grundsätzlich das Zeug dazu, über die kommenden Jahre den Markt zu schlagen? Ein paar spannende Fragen, die uns heute etwas näher beschäftigen werden. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf die Bewertung, das Wachstum und natürlich auch die Dividende, wobei wir bei Sixt nun die Vorzugsaktie etwas genauer in den Fokus rücken werden.

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Die Bewertung im Blick

Grundsätzlich scheint insbesondere die Vorzugsaktie von Sixt vergleichsweise eher moderat bewertet zu sein. Bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 64,40 Euro (07.02.2020, maßgeblich für alle Kurse) und einem 2018er-Umsatz je Aktie in Höhe von 62,41 Euro wird die Aktie in etwa mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 1 bewertet. Unter Würdigung des weiteren Wachstums vermutlich eher von unter 1, aber dazu gleich etwas mehr.

Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis mutet hierbei zunächst sehr günstig an. Auf Basis der 2018er-Ergebnisse in Höhe von 9,09 Euro würde die Sixt-Vorzugsaktie derzeit lediglich mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 7,1 bewertet werden, wobei Investoren hier eine Verwässerung durch den Verkauf von Firmenanteilen berücksichtigen müssen.

Aber selbst in Anbetracht vergangener, wohl eher unverwässerter Ergebniszahlen ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis vergleichsweise niedrig. Bereinigt, gemessen an einem 2017er-Gewinn je Aktie in Höhe von 4,11 Euro, käme Sixt derzeit ebenfalls lediglich auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,66.

Auch wenn diese Werte mit etwas Vorsicht zu genießen sind, spricht hier dennoch vieles für ein vergleichsweise günstiges Bewertungsmaß. Vor allem, wenn wir das weitere Wachstum in den Fokus rücken, das Sixt in diesen Tagen noch immer zeigt.

Wachstum und Perspektive

Grundsätzlich ist Sixt nämlich noch immer solide auf Wachstumskurs. Innerhalb der ersten neun Monate des letzten Geschäftsjahres 2019 stiegen dabei die Konzernumsätze um 13,7 % auf 2,25 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz von Sixt erhöhte sich sogar um 14 % auf 2,53 Mrd. Euro, was unterm Strich zeigt, dass hier die Erlöse im zweistelligen Prozentbereich steigen.

Ergebnisseitig tritt der Mobilitätskonzern derzeit jedoch eher auf der Stelle, was jedoch einen Grund hat. Das Management von Sixt investiert gegenwärtig nämlich offensiv in den Ausbau der eigenen Flotte, um den künftigen Entwicklungen gerecht werden zu können. Sixt rechnet weiterhin damit, dass Mobility-as-a-Service ein größerer Wachstumsmarkt wird, und wappnet sich für dieses Wachstum. Eine grundsätzlich langfristige Perspektive, die Investoren gefallen sollte.

Prinzipiell besitzt der Megamarkt der sich verändernden Mobilität daher noch reichlich Raum für weiteres Wachstum und die Umsatzentwicklung zeigt, dass Sixt hiervon schon heute profitieren kann. Die Investitionen, die das Gewinnwachstum bremsen, können dabei langfristig ein Katalysator dieser Wachstumsgeschichte werden, auch wenn sich so mancher womöglich derzeit an der schwächeren Gewinnentwicklung stören mag. Immerhin konnte das Ergebnis vor Steuern jedoch auch um 1,5 % im Jahresvergleich in den ersten neun Monaten steigen.

Die Dividende als weiterer Kick

Speziell bei der Sixt-Vorzugsaktie kann die Dividende jedoch außerdem einen gewissen Renditekick geben. Zuletzt zahlte das Management hier eine Ausschüttung in Höhe von 2,17 Euro je Vorzugsaktie an die Investoren aus, die bei dem derzeitigen Kursniveau einer Dividendenrendite von 3,36 % entsprechen würde. Eine interessante Zusatzrendite, die Investoren hier gewiss ebenfalls auf dem Schirm haben sollten.

Prinzipiell besitzt Sixt dabei eine interessante Ausschüttungspolitik, bei der zumindest die Basisdividende (ohne Sonderdividenden) innerhalb der letzten Jahre eine stetig wachsende Entwicklung mitgemacht hat. Möglicherweise wird sich auch dieser Trend weiterhin fortsetzen, die grundlegende Wachstumsgeschichte scheint hier jedenfalls zu stimmen.

Sixt könnte daher in den kommenden Jahren daher eine Dividendenwachstumsaktie sein, bei der steigende Ausschüttungen ebenfalls die Renditen langfristig erhöhen. Die Dividende der Vorzugsaktie zu unterschätzen, könnte jedenfalls ein Fehler sein, den man nicht begehen sollte.

Ein interessantes Gesamtpaket!

Die Aktie von Sixt könnte daher unterm Strich ein spannendes Gesamtpaket sein. Die Bewertung scheint mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis im mittleren 10er-Bereich (auf bereinigter Basis) jedenfalls günstig zu sein, das Kurs-Umsatz-Verhältnis dürfte außerdem unter eins für das vergangene Geschäftsjahr 2019 liegen. Zumindest bei der Vorzugsaktie.

Umsatzseitig kann Sixt außerdem ein zweistelliges Wachstum vorweisen, ergebnisseitig verhindern wichtige Investitionen in die Zukunft noch das Wachstum. Das könnte sich in den nächsten Jahren allerdings als Gewinnkatalysator erweisen sowie möglicherweise auch als Katalysator für die Dividendenentwicklung. Insgesamt daher ein interessantes Bild, das die Sixt-Vorzugsaktie von sich gibt. Eine marktschlagende Performance könnte hier jedenfalls möglich sein.

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Vincent besitzt Vorzugsaktien von Sixt. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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