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Telekom-Aktie vor dem Geschäftsbericht 2019: Hier ist eine positive Überraschung möglich!

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Am 19. Februar wird die Deutsche Telekom (WKN: 555750) ihre Bücher öffnen und uns einen Ausblick auf das restliche Jahr geben. Zuletzt lief die Aktie nicht gerade blendend, aber einiges spricht dafür, dass das Management für neuen Schwung sorgen kann. Es könnte daher interessant sein, sich bereits im Vorfeld zu positionieren. Hier sind drei gute Gründe dafür.

Grund 1: Die Telekom ist stark

Der langfristige Chart der Telekom-Aktie mag nicht sonderlich beeindruckend wirken, aber wenn man bedenkt, dass der frühere Staatskonzern seit 2004 jedes Jahr eine Dividende von mindestens 50 Eurocent ausschüttet, dann kann man mit der Seitwärtstendenz des reinen Kurses ganz gut leben. Zudem muss man wissen, dass die europäische Konkurrenz über die letzten Jahre mit deutlich mehr Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

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Wie der folgende Chart aufzeigt, verloren sie seit Februar 2015 zwischen 20 und 70 %:


Chart erstellt mit YCharts; Vergleich der prozentualen Entwicklung europäischer Telco-Aktien über die fünfjährige Periode bis zum 07.02.2020

Einziger Wermutstropfen dabei ist, dass der größte Verlierer davon, die englische BT Group (WKN: 794796), vor ein paar Jahren über einen großen Mobilfunkdeal zu einer 12-%-Beteiligung wurde, die jetzt nur noch etwa 2 Mrd. Euro wert ist. Die Abwärtsrisiken dürften auf diesem reduzierten Niveau allerdings eher begrenzt sein, da seit einiger Zeit intensiv am operativen Turnaround gearbeitet wird auf der Insel.

Wichtiger ist zu wissen, dass die Telekom aus einer Position der Stärke heraus am Markt agieren kann, um konsequent Wachstumschancen etwa bei Sportrechten oder im Bereich eSports zu nutzen. Einige Mitbewerber ächzen hingegen unter ihrer Schuldenlast und können nur mit Mühe die erforderlichen milliardenschweren Investitionen stemmen. Von daher denke ich, dass Tim Höttges die Zahlen mit breiter Brust präsentieren kann.

Grund 2: 5G und Cloud

Ich bin auch überzeugt, dass die Telekom am meisten aus ihren teuer ersteigerten 5G-Frequenzen machen kann. Mit ihrem IT- und Branchen-Know-how, dass in der Tochter T-Systems gebündelt ist, wird sie maßgeschneiderte Lösungen entwickeln können. Gleichzeitig ist der Konzern einer der größten Cloud-Betreiber in Europa und könnte durch die beherzten Investitionen in eine nahezu flächendeckende Edge-Computing- (oder vielleicht besser gesagt Fog-Computing-)Infrastruktur etwas wirklich Großartiges schaffen. Denn erst wenn das Hochleistungsrechenzentrum seine Fühler in alle Quartiere ausstreckt, werden bestimmte rechenintensive Echtzeitanwendungen nutzbar.

Auf diese Weise wird sich die Telekom bei einer Vielzahl von aussichtsreichen Themen in eine hervorragende Ausgangsposition bringen, vom Internet der Dinge und Industrie 4.0 über Augmented Reality und Gaming bis hin zur Logistik und autonomem Fahren. All das wird den Datenkonsum um ein Vielfaches steigern und als einer der weltgrößten Infrastrukturbetreiber sollte der Magenta-Konzern Wege finden können, um davon in besonderem Maße zu profitieren.

Wenn es Tim Höttges gelingt, noch besser als zuvor diese Perspektiven in eine allseits überzeugende Story zu verpacken, dann könnte der Aktienkurs im Zuge der Ergebnispräsentation anspringen.

Grund 3: T-Mobile US

Die US-Tochter stellte über die letzten Monate einen wichtigen Kursfaktor dar. Erfreulich ist einerseits, dass die Marktkapitalisierung dank des grandiosen Markterfolgs immer weiter steigt. Für das abgelaufene Quartal wurde ein um 17 % gesteigerter Gewinn von einer Dreiviertelmilliarde US-Dollar gemeldet. Mittlerweile sind T-Mobile US (WKN: A1T7LU) und Telekom fast gleich viel wert, was erstaunlich ist, wenn bedenkt, dass die Beteiligung bei 63 % liegt.

Sorgen machen den Anlegern jedoch zwei Dinge: Erstens die langwierige Hängepartie rund um die Fusion mit Sprint und zweitens der schrittweise Rückzug von Management-Rockstar John Legere. Er gilt als Garant für die Erfolgsgeschichte und ob sein Nachfolger Mike Sievert direkt in seine großen Fußstapfen treten kann, davon sind nicht alle überzeugt.

Allerdings wurde der Übergang von langer Hand vorbereitet, Sievert hat die legendäre Uncarrier-Philosophie ebenfalls tief verinnerlicht und Legere wird dem Board erhalten bleiben. Gut möglich also, dass es bis zur Vorlage des Geschäftsberichts weitere gute Neuigkeiten aus Übersee geben wird, die dem Kurs von Mutter und Tochter Auftrieb verleihen.

Auf alle Fälle ist die Telekom mittlerweile eine zuverlässige Cashflow-Maschine, die die Saat für einige spannende Wachstumspotenziale gelegt hat und mit der US-Tochter von einem Erfolg zum nächsten eilt. Ob es die Aktie nach den Zahlen wohl noch genauso günstig gibt wie zuvor?

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt T-Mobile US.

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