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Die Top-Probleme der ETF-Investoren: Quantität, Diversifikation, Allokation!

Foto: Getty Images

Als ETF-Investor besitzt man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man hält es sehr einfach, wählt einen marktbreiten Index, bespart diesen regelmäßig und wird dabei einen soliden Kompromiss eingehen, der zumindest in etwa eine marktübliche Rendite generiert. Durchaus ein gangbarer, einfacher Weg, der zu einem soliden Ergebnis über Jahre und Jahrzehnte hinweg führen wird.

Oder aber man versucht mit ein wenig mehr Aufwand eine bestmöglich Auswahl im Bereich der Passivfonds zu treffen, um die marktübliche Rendite noch ein kleines bisschen auszuquetschen. Auch dieser auslegungsbedürftige Begriff existiert schließlich in mehr als bloß einer konkretisierbaren Prozentzahl, entsprechend existieren so einige Möglichkeiten.

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Sollte man sich für letzteren Weg entscheiden, wird man schnell auf grundlegende Probleme stoßen, die einem die Auswahl erschweren können. In meinen Augen sind das die Quantität, die Diversifikation und auch die Allokation, die über eine bessere oder schlechtere Wahl entscheiden.

1. Die Quantität

Fangen wir dabei relativ einfach an: Wer sich als ETF-Investor in diesem Neuland bewegt, wird schnell eine grundlegende Weichenstellung definieren müssen. Nämlich, welchen Index wähle ich eigentlich?

Als Investor, der möglicherweise eher zu heimischen Produkten neigt, wird der DAX vielleicht eine erste Wahl sein. Immerhin hat man von diesem Anzeiger bereits gehört, und wenn es bloß im abendlichen Börsenüberblick ist. Bekanntheit ist hier für viele Trumpf.

Nichtsdestoweniger ist der DAX lediglich ein Index mit 30 verschiedenen Aktien, was relativ klein ist. Der Euro Stoxx 50 hat beispielsweise 50 verschiedene Aktien, der S&P 500 hingegen 500 verschiedene Wertpapiere und der MSCI World bündelt in der breiten Basisvariante sogar 1.600 verschiedene Aktien. Durchaus sehr verschiedene Ansätze.

Grundsätzlich gilt dabei, dass mehr häufig mehr ist, wobei man als Investor selbst bei 30 verschiedenen Aktien rein quantitativ gesehen diversifiziert unterwegs ist. Nichtsdestoweniger kann die Menge der verschiedenen Aktien entscheidend für den Erfolg sein, wobei die Quantität alleine nicht das ausschlaggebende Kriterium sein wird. Wobei man dennoch darauf achten sollte, zumindest einen in etwa marktbreiten ETF zu erwischen. Inwiefern man marktbreit definieren möchte, bleibt letztlich einem selbst überlassen.

2. Die Diversifikation

Entscheidender ist dabei womöglich schon eher, wie diversifiziert ein Index ist. Die jeweilige Quantität des Index ist bereits eine erste Komponente, eben eine quantitative, die es in Puncto Diversifikation zu überprüfen gilt. Allerdings ist das nicht alles, was diesen Prüfpunkt im Endeffekt ausmacht.

Viel entscheidender ist nämlich neben einer grundsätzlich breiten Ausrichtung, die ein Index haben sollte, die Qualität der Diversifikation. Sprich, wie viele Aktien kommen aus welchem Bereich? Wie ist die jeweilige Länderaufteilung innerhalb dieses Index? Und gibt es hier irgendwelche Schwerpunkte, die mit größeren regionalen oder branchenspezifischen Risiken einhergehen? All das sollten dabei die Fragen sein, die es qualitativ zu berücksichtigen gilt.

Wie gesagt, ein ETF wird im Endeffekt immer ein Kompromiss sein. Letztlich ist es jedoch insbesondere die Qualität und die Quantität der Diversifikation, die einen bedeutenden Anteil am Erfolg einzelner Passivfonds hat. Und ob ein marktbreiter ETF sich am oberen Ende einer durchschnittlichen Rendite über Jahre und Jahrzehnte hinweg orientiert, oder eben an der unteren Spanne.

3. Die Allokation

Zu guter Letzt ist außerdem die Allokation ein entscheidendes Merkmal für das Potenzial eines Passivfonds. Auch hier gibt es garantiert einige Überlappungen hin zur Diversifikation, nichtsdestoweniger verdient dieser Aspekt in meinen Augen eine gesonderte Nennung.

Kurz zur Begriffsdifferenzierung: Während die Diversifikation lediglich die Streuung der einzelnen Passivfonds misst, blickt die Allokation auf die jeweiligen Verhältnisse der Aktien untereinander im jeweiligen Index. Also beispielsweise, ob die Top-Beteiligungen eines ETF oder Index besonders präsent vertreten sind oder ob hier gemessen an der Allokation ein ausgewogenes Verhältnis (wie gesagt mehr oder minder, jeder Index ist in irgendeiner Weise größentechnisch strukturiert) vorherrscht.

Die Frage nach den Top-Beteiligungen kann bereits eine wertvolle Erkenntnis über die innere Struktur eines Passivfonds offenbaren. In einigen Indizes können die Top-10 beispielsweise auch mal einen Anteil von 20 %, 30 % oder auch mehr einnehmen. Dadurch wird das Einzelrisiko dieser Aktien vergleichsweise größer gewichtet als in einem breiteren Passivfonds.

Wie gesagt: Diversifikation und Allokation besitzen daher gewisse Schnittmengen, vor allem, wenn man sich die Allokation der jeweiligen Branchen anschaut. Jedoch können beide in Kombination wertvolle Erkenntnisse über die Ausrichtung eines ETF zulassen. Oder eben auch auf dessen Renditepotenzial.

Wichtige Weichenstellungen!

Wer es daher nicht unbedingt einfach halten möchte und sich mit irgendeiner marktüblichen Rendite zufriedengeben kann, der sollte auf Quantität, Diversifikation und Allokation eines ETF achten. Das sind die häufigen Problemstellen bei einer Analyse, wo langfristig die Big-Points lauern.

Wie gesagt: Ein ETF ist letztlich immer in irgendeiner Weise ein Kompromiss. So manches Mal oder für einige Investoren kann es sich jedoch anbieten, nach dem bestmöglichen Ausschau zu halten.

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