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Die beste Basisanlage für dein ETF-Weltportfolio: MSCI World vs. MSCI ACWI

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Studien zufolge droht jungen Menschen in Deutschland eine massive Rentenlücke. Vor allem die jüngere Generation ist sich inzwischen bewusst, dass sie zusätzlich vorsorgen muss, um ihren Lebensstandard im Ruhestand zu sichern. Dass die Deutschen in der Vergangenheit wenig Lust verspürt haben, ihr Geld an der Börse anzulegen, ist kein Geheimnis. Nun wagen sich immer mehr junge Menschen an die Börse.

Wer keine Lust oder Zeit hat, sich intensiv mit Einzelaktien zu beschäftigen, sich durch Geschäftsberichte und Analysteneinschätzungen zu wühlen oder Stock-Screener nach interessanten Aktien zu durchforsten, der ist beim ETF-Weltportfolio möglicherweise an der richtigen Adresse. Das Standardwerk schlechthin für diese Strategie ist das Buch Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs des ehemaligen Bankers Gerd Kommer, den man inzwischen zu Recht als „Guru des passiven Investmentansatzes“ bezeichnen könnte.

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Der Kerngedanke des ETF-Weltportfolios klingt in den Ohren vieler Anleger sehr spannend. Mit einem breit gestreuten Portfolio aus ETFs (Exchange Traded Funds) langfristig in die globalen Märkte investieren? Nichts leichter als das, denkt sich so mancher Anleger. Da gibt es doch den MSCI World, wohl einer der bekanntesten Aktienindizes der Welt. Aber ist er tatsächlich so etwas wie der heilige Gral einer breit gestreuten, globalen Anlagestrategie? Und gibt es auch Alternativen? Finden wir es heraus!

MSCI World mit Klumpenrisiko?

Von der Überzeugung, dass ein ETF auf den MSCI Wold für ein global diversifiziertes Weltportfolio ausreicht, können wir uns direkt verabschieden. Warum das so ist, wird bei einem Blick auf die Zusammensetzung klar. So mancher Anleger übersieht beispielsweise, dass der MSCI-World nur große Unternehmen (Large Caps) aus Industrieländern berücksichtigt und der USA-Anteil mit rund 64 % sehr hoch ist. Auch wenn der Index also die Aktien aus 23 Ländern abbildet und sich aus insgesamt 1.644 Einzeltiteln zusammensetzt, so sind viele andere Regionen der Welt nicht vertreten. Die zuletzt wieder sehr renditestarken Schwellenländer (Emerging Markets) sowie die Aktien kleinerer Unternehmen (Small Caps) bleiben zum Beispiel vollkommen außen vor.

Was die Wertentwicklung angeht, kann sich der MSCI World jedenfalls sehen lassen. Über fünf Jahre steht hier im Schnitt eine jährliche Performance von 9,5 % zu Buche. Die Volatilität bzw. die Kursausschläge nach unten und oben lagen in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt bei 11,9 % pro Jahr (Quelle aller Indexdaten: MSCI, Stand: 31.01.2020). Werfen wir nun einen Blick auf eine beliebte Alternative …

MSCI All Country World – der wahre Weltindex?

Anders als der MSCI World kombiniert der MSCI All Country World (kurz MSCI ACWI) Aktien von Industrie- und Schwellenländern miteinander und wird deshalb mitunter als der „wahre Weltindex“ bezeichnet. Im Index vertreten sind über 3.046 Aktien von kleinen, mittelgroßen und großen Unternehmen aus 23 Industrieländern und 26 Schwellenländern.

Mit rund 56 % sind die USA etwas weniger dominant als im MSCI World, wenn auch immer noch omnipräsent. Da die Aktien von großen US-Unternehmen als weniger riskant gelten als Aktien aus Schwellenländern, kann ein relativ hoher US-Anteil im ETF-Portfolio Sinn machen. So hat allein das Coronavirus in letzter Zeit beim MSCI Emerging Markets für herbe Verluste gesorgt.

Wenn du nicht nur in die Industrieländer, sondern auch in die Schwellenländer investieren möchtest und dein Portfolio trotzdem so einfach wie möglich halten willst, könnte ein ETF auf den MSCI ACWI genau die richtige Wahl sein. Unter den Schwellenländern im Index befinden sich zum Beispiel China, Südkorea, Indien oder Brasilien. Und zu den zehn größten Positionen gehört beispielsweise auch der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba. Wer es also ein klein wenig offensiver mag, der findet in einem ETF auf diesen breiter aufgestellten Index vielleicht sein (Anlage-)Glück.

Mit Blick auf die Wertentwicklung steht der MSCI ACWI dem MSCI World fast in nichts nach. In den letzten fünf Jahren erzielte der MSCI ACWI im Durchschnitt eine jährliche Performance von 8,9 %. Überraschenderweise war die Volatilität beim MSCI ACWI mit rund 11,7 % pro Jahr geringfügig niedriger als beim MSCI World. Der Anteil an Schwellenländeraktien hat in diesem Zeitraum also wider Erwarten nicht etwa zu höheren Kursschwankungen geführt.

Wie einfach soll es sein?

Ob du den MSCI World oder den MSCI ACWI für dein ETF-Weltportfolio wählst, hängt letztendlich davon ab, wie einfach du es halten willst, wie viel Gestaltungsspielraum du möchtest und wie intensiv du dich mit der ETF-Wahl auseinandersetzen willst. In puncto Wertentwicklung und Volatilität scheinen die Unterschiede jedenfalls vernachlässigbar gering zu sein. Allerdings sollte man nie vergessen, dass diese Vergangenheitsdaten keinerlei Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Indizes zulassen.

Wem die Gewichtung der Schwellenländer im MSCI ACWI immer noch zu niedrig ist, der kann auch darüber nachdenken, sich den MSCI World in Kombination mit dem MSCI Emerging Markets ins Portfolio zu holen. So ist man bei der Gewichtung dieser beiden Großregionen deutlich flexibler und kann sie individuell auf die eigene Risikobereitschaft abstimmen. So oder so – mit einer langfristigen Investition in ETFs auf diese Indizes (am besten über einen ETF-Sparplan) bist du überzeugten Sparbuchverfechtern bei der Altersvorsorge in jedem Fall einen großen Schritt voraus.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Wertpapiere.

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