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Das 1×1 der Dividendenjäger: Die Portfolioausrichtung entscheidet über deinen (Miss-)Erfolg!

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Eine ganz wesentliche Sache, die beim Investieren in Dividendenaktien über Erfolg und Misserfolg entscheidet, ist die Auswahl der jeweiligen Aktien. Je nachdem, wie sorgfältig man die zugrunde liegenden Unternehmen analysiert, kann die Gesamtrendite mit den Ausschüttungen jeweils unter dem breiten Markt liegen. Oder eben darüber, wobei eine hohe Ausschüttungsrendite oft ein zweischneidiges Schwert ist.

Neben dieser generellen Betrachtungsweise ist allerdings auch die gesamte Ausrichtung eines Portfolios für den zukünftigen Erfolg entscheidend. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf die grundsätzlichen Kategorien, in die ich in meinem Dividendenportfolio die Aktien unterteile. Sowie darauf, wie das den Gesamterfolg beeinflussen kann.

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1. Die stabilen, hohen Zahler

Anfangen wollen wir dabei zunächst mit einem Blick auf die besagten Kategorien. Grundsätzlich unterscheide ich dabei drei verschiedene Dividendenaktien mit ganz unterschiedlichen Chancen-Risiken-Verhältnissen und wohl auch Renditepotenzialen. Eine erste dieser Kategorien sind die stabilen, hohen Zahler. Ein Name, der nicht in Stein gemeißelt sein muss, aber wohl das grundsätzliche Potenzial bereits offenbart.

Hierunter fasse ich all diejenigen Aktien zusammen, die über hohe Ausschüttungen verfügen und zudem eine hohe, jedoch gleichzeitig bestechend zuverlässige Dividende bieten können. Ein Beispiel gefällig? Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) kann hier wohl durchaus als Paradebeispiel herhalten, zumindest historisch gesehen.

Neben diesen klassischen Dividendenvorzügen gibt es jedoch häufig mindestens ein weiteres Merkmal, das hier prägend ist: Viele dieser Aktien weisen die gängigen Blue-Chip-Kriterien wie ein etabliertes Geschäftsmodell auf und wachsen, wenn überhaupt, lediglich sehr moderat. Wohl auch, um irgendwie ihre jeweiligen Dividenden stets erhöhen zu können.

Diese Aktien bieten häufig zwar hohe Ausschüttungsrenditen, jedoch langfristig eher weniger Kurspotenzial, trotz teilweise vorhandener Unterbewertungen. Als Einkommensbasis sind sie daher interessant, jedoch nicht, wenn man es auf eine Kursperformance von 100 % oder mehr anlegt.

2. Die wachstumsstärkeren Ausschütter

Eine zweite Kategorie, die ebenfalls berücksichtigt werden sollte, sind in meinen Augen die wachstumsstärkeren Auszahler, ganz klassisch als Dividendenwachstumsaktien bekannt. Häufig weisen auch diese Dividendenaktien eine stabile Historie an Ausschüttungen vor, allerdings vergleichsweise niedrige Dividendenrenditen. Eben weil hier das zukünftige Wachstumspotenzial in den Aktienkurs bereits eingepreist ist.

Das Unterschätzen solcher wachstumsstärkeren Auszahler ist ein Fehler, den viele Dividendenjäger begehen. Gerade durch das Wachstumspotenzial ziehen hier langfristig nämlich nicht bloß die Auszahlungen weiter an, sondern auch die Aktienkurse. Das führt in so manchen Fällen zu marktschlagenden Renditen sowie einer besseren Gesamtperformance, auch wenn die Dividendenrendite in den ersten Jahren womöglich etwas niedriger ausfällt.

Wachstumsstärkere Auszahler können dabei in vielen Bereichen vorkommen. Manchmal sind es sogar ganz klassische Blue-Chip-Aktien mit stabilen Megatrends, deren Geschäftsbereich noch nicht ausgereizt ist, oder aber kleinere, dynamische Aktien, wobei diese eher selten Dividenden auszahlen. Grundsätzlich jedoch eine Kategorie, die immer einen Blick wert ist, oder eben in vielen Situationen, in denen man sich als Einkommensinvestor befinden kann.

3. Die krassen Fragezeichen

Zu guter Letzt gibt es zudem für mich noch eine Kategorie, die ich als Fragezeichen kennzeichne. Hinter diesen Aktien verbergen sich häufig besonders hohe Zahler mit teilweise besorgniserregend hohen Dividendenrenditen. So mancher würde eher Dividendenfalle als Bezeichnung wählen.

Nichtsdestoweniger ist gerade bei solchen Aktien in einigen Fällen das Turnaroundpotenzial recht hoch, wobei man hier natürlich besonders genau hinsehen sollte. Sowie natürlich auch einen Blick auf die Nachhaltigkeit und zukünftige Leistbarkeit der Dividenden werfen sollte, denn eine Kürzung der Ausschüttung gibt solchen Aktien häufig den finalen Todesstoß.

Das Risiko dieser Aktien ist hoch, das Potenzial jedoch ebenfalls. Sofern diese Wetten jedoch aufgehen, können dabei nicht bloß satte Kursgewinne winken, sondern auch starke und stabile Dividendenzahlungen über weitere Jahre und Jahrzehnte hinweg. Auch deshalb für mich so manches Mal einen näheren Blick wert.

Die Mischung beeinflusst dein Renditepotenzial

Im handelt es sich hierbei um Kategorien, die viele Investoren bewusst oder unterbewusst bevorzugen oder anstreben. Im Endeffekt ist es jedoch die Mischung solcher Aktien, die ein Renditepotenzial eines Portfolios beeinflussen kann. Sowohl zum Positiven als auch zum Negativen.

Wer lediglich auf hohe, starke und stabile Auszahler setzt, sollte sich langfristig nicht wundern, wenn die Aktienkurse auf der Stelle treten. Wer hingegen verstärkt auf Dividendenwachstumsaktien setzt, wird womöglich eine bessere Chance auch auf Kursgewinne haben als derjenige, der hohe, stabile Zahler favorisiert. Wesentliche Erkenntnisse, die sich bereits aus der grundlegenden Ausrichtungen ableiten lassen.

Vorsicht walten lassen sollte man außerdem bei den Fragezeichen, denn hier kann die künftige Performance in beide Richtungen gehen. Entsprechend sollte man sich dahin gehend absichern, dass diese Aktien lediglich einen geringen Anteil an einem Portfolio ausmachen, gewissermaßen als Renditekick, sofern diese Investition aufgeht.

Eine solide Mischung kann natürlich ebenfalls sinnvoll sein, um das Beste an stabilen Zahlern, einem beständigen Dividendenwachstum und einem gewissen Überraschungspotenzial zu besitzen. Allerdings könnte es sich durchaus anbieten, in deinem eigenen Portfolio einmal zu überprüfen, wo bei dir die jeweiligen Schwerpunkte liegen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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