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Trotz zyklischem Geschäftsmodell: Darum ist die BASF-Aktie eine bessere Dividendenaktie als Daimler!

Die Aktien von BASF (WKN: BASF11) und Daimler (WKN: 710000) sind zyklisch. Unterm Strich hängt der operative Erfolg beider DAX-Vertreter daher vor allem von der Weltkonjunktur ab und sofern sie schwächelt, wie zuletzt, sind beide Konzerne signifikant davon betroffen. Eine Entwicklung, die wir in den letzten Quartalen recht eindrucksvoll im Zahlenwerk sehen konnten.

Nichtsdestoweniger unterscheiden sich beide Aktien zumindest in einem Punkt doch recht deutlich voneinander: bei der Dividende. Dabei ist insbesondere die Aktie von BASF womöglich eine deutlich attraktivere Dividendenaktie als die von Daimler, lass uns das im Folgenden anhand einiger ausgewählter Betrachtungswinkel mal näher erläutern.

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1. Die Dividendenhistorie

Ein erstes, ganz wesentliches Merkmal, das vielen Investoren dabei wohl in den Sinn kommen dürfte, ist die Historie der beiden Konzerne. Daimler hatte zwar seit der letzten Finanzkrise seinen Lauf an stetigen und stabilen Zahlungen. Nichtsdestoweniger kam im letzten Jahr die Wende, als das Management trotz niedriger Ausschüttungsquote beschlossen hat, die Dividende zu kürzen.

BASF hingegen bleibt weiterhin stark und zuverlässig. Trotz eines operativen Einbruchs bereits im Jahr 2018 hat das Management hier die Dividende nicht bloß weiterhin stabil gehalten, sondern sogar um weitere 0,10 Euro in dem Jahr erhöht.

Gemessen an der Konstanz, der Zuverlässigkeit und am Wachstum scheint BASF daher die bessere Option zu sein, vor allem, da diese weitere Konstanz ein Indikator dafür ist, dass das Management auch in schwierigeren Zeiten stabile Zahlungen ermöglichen möchte. Ein wichtiger Qualitätsunterschied, der für Einkommensinvestoren auf der Suche nach stetigen Zahlungen relevant sein kann.

2. Die Dividendenpolitik

Ein solcher Qualitätsunterschied ist zudem auch in der Ausschüttungspolitik des DAX-Chemieriesen zementiert. Demnach möchte das Management konsequent eine zumindest stabile Dividende an die Investoren auszahlen, die jedoch eigentlich auch in jedem Jahr erhöht werden soll. Die Verantwortlichen haben zudem in den letzten Monaten ein ums andere Mal betont, dass diese Richtlinie auch in den turbulenteren Jahren zum Wechsel des Jahrzehnts weiterhin ans Gültigkeit besitzen soll.

Bei Daimler hingegen besagt die Dividendenpolitik lediglich, dass man sich an einer Ausschüttungsquote von 40 % gemessen am auf die Daimler-Aktionäre entfallenden Konzernüberschuss orientiere. Eine Politik, die Tür und Tor für starke Schwankungen in soliden und weniger guten Geschäftsjahren öffnet. Wie eben in den letzten Jahren.

Diese Dividendenpolitik dürfte außerdem dazu führen, dass in der kommenden Dividendensaison die Ausschüttung wohl bedeutend gestutzt werden dürfte. Das vergangene Geschäftsjahr war schließlich, insbesondere aufgrund eines schwachen zweiten Quartals besonders, hm, durchwachsen. Dividendenjäger sollten sich daher auf eine massive Kürzung gefasst machen.

3. Die Dividendenrendite

Zu guter Letzt ist auch die Dividendenrendite ein Aspekt, der prinzipiell für die Aktie von BASF sprechen könnte. Der DAX-Chemiekonzern käme bei einer zuletzt ausgezahlten Dividende von 3,20 Euro und einem aktuellen Kursniveau von 60,95 Euro (03.02.2020, maßgeblich für alle Kurse) auf eine Rendite von 5,25 %, die zudem in Anbetracht der oben skizzierten Historie und Dividendenpolitik sicher zu sein scheint. Das ist grundsätzlich sehr attraktiv.

Daimler hingegen käme zwar bei einer zuletzt gezahlten Dividende von 3,25 Euro und einem derzeitigen Kursniveau von 41,66 Euro auf eine Ausschüttungsrendite von 7,88 %. Da diese jedoch alles andere als nachhaltig zu sein scheint und gemessen am operativen Erfolg des letzten Jahres vor einer signifikanten Kürzung stehen dürfte, scheint die BASF-Option möglicherweise die bessere Wahl zu sein. Zumindest, wie gesagt, wenn man Wert auf Stabilität und keine großen Schwankungen innerhalb einzelner Jahre legt.

Zwei Zykliker, zwei unterschiedliche Dividenden

Wie dieser Vergleich offenbart, besitzen die Aktien von BASF und Daimler grundsätzlich verschiedene Ausgangslagen. Beide DAX-Konzerne haben zwar stark zyklische Geschäftsmodelle, dennoch scheint die Dividende des Chemiekonzerns einfach stabiler und nachhaltiger zu sein. Da hilft es auch nix, wenn der DAX-Autobauer mit einer zwar höheren Rendite im Back-Check glänzen kann, die jedoch in Anbetracht der Ausschüttungspolitik alles andere als nachhaltig zu sein scheint.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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