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Royal Dutch Shell in Verkaufslaune: Kann das weitere durchwachsene Quartale verhindern?

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) ist wirklich bescheiden in das neue Börsenjahr 2020 gestartet. Im Vorfeld der Quartalssaison hatte sich zwar bereits abgezeichnet, dass Einmaleffekte hier das Ergebnis belasten würden. Mit einem derart starken Rückgang auf lediglich noch ein Ergebnis von 0,11 US-Dollar je Anteilsschein hat jedoch niemand so richtig gerechnet.

Auch das Coronavirus erreicht, sofern man einigen Analysten glauben möchte, in diesen Tagen den Ölmarkt. Demnach könne der Einfluss des Virus die Konjunkturaussichten dämpfen, was zu niedrigeren Ölpreisen führen soll. Womöglich eine weitere operative Abwärtsspirale, die die Aussichten für die Ölindustrie dämpft.

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Das Management des britisch-niederländischen Öl- und Erdgasmultis scheint sich jedenfalls für eine unruhigere Zeit wappnen zu wollen, indem man schwierigere Assets veräußert. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren zu einem ersten Verkauf an dieser Stelle wissen sollten:

Hier sind die Verantwortlichen jetzt in Verkaufslaune

Wie der britisch-niederländische Konzern zur neuen Woche verkünden konnte, werde im Raffineriegeschäft nun wohl eine erste Devestition getätigt. Demnach werde man die Martinze-Raffinerie im US-Bundesstaat Kalifornien für rund 1,2 Mrd. US-Dollar veräußern. Abnehmer ist hierbei der Energiekonzern PBG Energy, der den britisch-niederländischen Konzern jedoch weiterhin künftig mit Ölprodukten beliefern möchte.

Damit reagiert das Management indirekt auch auf die durchwachsenen Zahlenwerke der Vergangenheit. Im vierten Quartal war es so nämlich insbesondere dieser Bereich, der für schwache Zahlen gesorgt hat, und ich meine mich auch im zweiten Quartal des letzten Geschäftsjahres zu erinnern, dass hier diese Sparte und der Chemiebereich für die schlechte, operative Entwicklung verantwortlich gewesen ist. Neben Abschreibungen und Rückstellungen natürlich.

Auch künftig möchte Royal Dutch Shell wohl weiterhin sein Engagement im Raffineriebereich zurückfahren. Aufgrund von höheren Kapazitäten, vor allem in Indien und China, seien die Margen in den letzten Monaten und Quartalen sukzessive unter Druck geraten und eingebrochen. Perspektivisch wohl kein lukrativer Bereich mehr, in dem sich das Management des britisch-niederländischen Konzern künftig in einer führenden Rolle sieht.

Das Ölgeschäft wird auf Vordermann gebracht und mehr!

Insgesamt scheint das Management hier also einen kleineren Konzernumbau starten zu wollen, bei dem künftig noch weitere Projekte auf den Prüfstand gestellt werden dürften. Womöglich ein smarter Schritt, denn im Endeffekt macht es bloß Sinn, einen solchen schwächelnden Bereich strategisch einmal zu überprüfen. Zahlenwerke wie die vergangenen sind schließlich nicht sonderlich im Sinne der Investoren.

Mit den erlösten Geldern kann der britisch-niederländische Konzern außerdem besser in andere Dinge investieren, wie beispielsweise Up- oder auch Downstream-Bereiche, die weiterhin zu den lukrativsten Segmenten des Konzerns zählen. Oder eben auch in eine sauberere Zukunft, die ebenfalls Teil der künftigen Vision des Managements ist.

Royal Dutch Shell, der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti, möchte perspektivisch schließlich noch immer in einen dritten Geschäftsbereich eindrigen und eine Größe in der Stromerzeugung werden, um auf die neuen und sich verändernden Verhältnisse im Energiemarkt reagieren zu können. Devestitionen aus klassischen, veralteten und weniger lukrativen Bereichen, die hier notwendige Mittel für lukrativere Investitionen ermöglichen, können daher ein smarter Schachzug sein, um auch dieser Vision gerecht werden zu können.

Das Zahlenwerk hat auf jeden Fall etwas bewegt!

Wie wir unterm Strich sehen können, kommt Bewegung in den britisch-niederländischen Konzern. In Anbetracht der operativen Schwäche scheint das Management reagieren zu wollen und mit einer Raffinerie in Kalifornien wird bereits der erste Verkauf eingetütet. Weitere Schritte dieser Art können und werden voraussichtlich noch folgen.

Mögliche wichtige Schritte, um sich fit für die Zukunft zu machen und auch den längerwierigen Konzernumbau hin zu einem starken Elektrosegment zu festigen. Ein toller Aktivismus, den es künftig für Investoren zu verfolgen gilt.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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