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Sollten Investoren Dividenden ignorieren – und sich bloß auf Kursgewinne konzentrieren?

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Es mag zugegebenermaßen viele Gründe geben, weshalb Investoren in diesen Tagen eher nicht auf weitere Kursgewinne setzen, sondern vermehrt andere Faktoren wie eine defensive Dividende in den Fokus rücken. Oder auch Value-Aktien, die womöglich bislang nicht so solide performt haben.

Der DAX ist neben vielen weiteren Indizes unlängst auf ein Rekordniveau vorgerückt und so mancher Crash-Prophet oder ängstliche Investor sieht in diesen Tagen die nächste Korrektur auf uns zukommen. Zu Recht? Das werden wir leider erst in der Retrospektive wissen.

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Möglicherweise könnte es in diesem Tagen jedoch ein smarter Schritt sein, weiterhin auf Kursgewinne zu setzen und nicht auf defensive Dividendenaktien umzuschichten. Warum? Ganz einfach, weil eine solide Wachstumsgeschichte nicht an einer Korrektur stirbt, viele Dividendenaktien jedoch ambitioniert bewertet sind. Lass uns das im Folgenden mal ein kleines bisschen näher erörtern.

Die hohen Bewertungen der Dividendenaktien

Die letzten Monate und Quartale an den Börsen waren gewiss nicht von einem einfachen Marktumfeld geprägt. Insbesondere der Handelskonflikt und generelle konjunkturelle Sorgen haben starke Zykliker belastet und die defensiven sicheren Häfen weiter gepusht und zu neuen Hochs getrieben. Eine Entwicklung, die sich in der Bewertung niederschlägt.

Defensive Dividendenaktien a la Nestlé oder auch Realty Income oder eben auch eine DAX-Aktie wie Beiersdorf werden inzwischen mit deutlich zweistelligen Kurs-Gewinn- oder auch Kurs-FFO-Verhältnissen bewertet und weisen niedrige Dividendenrenditen vor. Eben weil die Aktien in letzter Zeit so stark gestiegen sind.

Eine weitere Kehrseite ist zudem, dass hier das zukünftige Potenzial begrenzt sein könnte. Zwar existiert grundsätzlich bei vielen solcher Aktien ein moderates Wachstum. Selbst ein moderates Wachstum könnte jedoch in einigen Fällen nicht ausreichen, um das Bewertungsmaß zu rechtfertigen. Oder aber um weitere Kursgewinne nach sich zu ziehen. Gerade defensive und zuverlässige Dividendenaktien haben in diesen Tagen womöglich einen Großteil ihres Potenzials ausgeschöpft, was vielleicht auch mit der Flucht in vermeintlich sichere Häfen zusammenhängt. Insbesondere in Zeiten der niedrigen Zinsen und bei Krisen eine vermeintlich sichere Wahl.

Natürlich, es gibt auch Ausnahmen hiervon: AT&T beispielsweise bietet als Dividendenaristokrat noch immer eine Dividendenrendite von über 5 % oder auch Tanger Factory Outlet Centers kann mit ca. 9 % Dividendenrendite glänzen. Allerdings sind zuverlässige, moderat wachsende und nicht gerade problembehaftete Dividendenaktien inzwischen hoch bewertet. Ein mehr oder minder allgemeingültiges Phänomen, das hier zu einer sehr selektiven Auswahl führen sollte.

Wachstumsaktien als renditestarke Alternative?

Es mag daher einerseits komisch wirken, in Anbetracht dieser Rekordhochs auf weitere Kursgewinne zu setzen. Allerdings kann ein sich wechselnder Ansatz eine Option sein, und anstatt auf ausschüttende Aktien zu setzen eher stärkere Wachstumsaktien zu favorisieren ein kluger Schachzug sein. Lass uns das im Folgenden etwas näher erörtern.

Gerade wachstumsstarke Aktien, die einem gewissen Megatrend folgen, noch klein, dynamisch und volatil sind und gerade erst damit beginnen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen, scheren sich häufig recht wenig um die Bewertung breiter Märkte. Solange der operative Wachstumstrend intakt ist, werden diese Aktien ihr Geschäft konsequent weiter ausbauen. Die Bewertung und die Lage der Indizes ist dabei (zumindest aus Unternehmens- und Bewertungssicht) erst einmal egal. Wobei hier die Volatilität natürlich auch mal heftig zuschlagen kann, gerade wenn die Stimmung an den Börsen umschwingt.

Sofern ein Unternehmen in einem solchen Markt jedoch in jedem Quartal die Umsätze deutlich zwei- oder dreistellig steigert, wird das zwangsläufig irgendwann auch einmal zu einer höheren Bewertung sowie zu steigenden Kursen führen. Oder, anders gesagt: Eine starke Wachstumsaktie stirbt nicht in einer marktbreiten Korrektur, sondern zieht sich hier wenn überhaupt nur kurzfristig zurück.

Entsprechend können solche Aktien aus einem langfristigen Blickwinkel womöglich die bessere Alternative sein, weil hier zukünftig noch immer ein stärkeres Potenzial und eine bessere Perspektive möglich ist. Während Dividendenaktien vielleicht solide Ausschüttungen mitbringen, es jedoch langfristig schwierig haben können, erneut ein solches Bewertungsmaß zu erreichen.

Wachstum gegen die Krise? Kein verrücktes Konzept!

Auf volatile Wachstumsaktien zu setzen scheint daher auf den ersten Blick wenig intuitiv. Und es kann gerade in der Korrektur zu starken Kursschwankungen kommen, da bei solchen Aktien die Bewertungen häufig sehr hoch sind, was das Korrekturpotenzial im Endeffekt nur vergrößert.

Langfristig können solche Aktien jedoch aufgrund des stärkeren Potenzials eine bessere Option sein. Auch wenn das, wie gesagt, nicht sonderlich intuitiv ist und vermutlich auch nicht der leichteste Weg, sollten Investoren dennoch hierüber einmal nachdenken.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T, Realty Income und Tanger Factory Outlet Centers. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tanger Factory Outlet Centers und empfiehlt Nestlé.

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