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Diese TecDAX-Aktie will den 25 Milliarden großen Industrie-4.0-Markt aufmischen

Quelle: Getty Images.

Du hast das Schlagwort sicher schon einmal gehört, die vernetzte Fabrik von morgen. Manchmal auch Industrial Internet of Things, das industrielle Internet der Dinge oder kurz IIoT genannt. Ein Markt, der bis zum Jahr 2025 auf weltweit 25 Mrd. Euro anwachsen soll. Mit S&T (WKN: A0X9EJ) gibt es auch eine TecDAX-Aktie aus Österreich mit großen Zielen in diesem wachsenden Markt. Schauen wir einmal, welche zwei Dinge dafürsprechen, diese Ziele zu erreichen, und was für die S&T-Aktie dabei herausspringen könnte – ziemlich viel, meine ich.

IIoT soll in den nächsten vier Jahren eine Umsatzverdopplung bringen

Für das Gesamtjahr 2019 liegen uns Stand heute noch keine finalen Umsatz- und Ergebniszahlen vor. Allerdings geht man bei S&T davon aus, einen Umsatz von rund 1,1 Mrd. Euro zu erzielen und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von über 100 Mio. Euro einzufahren. Für das Jahr 2023 peilt man aber bereits die 2-Milliarden-Umsatzmarke bei einem EBITDA von 220 Mio. Euro an.

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Das sind ambitionierte Ziele, die man mit der schon länger eingeleiteten Transformation von einem IT-Serviceanbieter hin zu einem IIoT-Gesamtanbieter schaffen will. Auch wenn man das IT-Servicegeschäft, bei dem man sich auf die DACH-Region und auf Osteuropa konzentriert, nicht aufgeben möchte, sieht man doch größere Chancen im schneller wachsenden und noch dazu profitableren IIoT-Markt.

Diese Unternehmenstransformation ist dabei aber keineswegs ein frommer Zukunftswunsch. Die ersten Ergebnisse sieht man bereits heute. In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 erzielte man mit IIoT-Lösungen bereits Umsätze von rund 500 Mio. Euro, also etwa 66 % der Unternehmensumsätze. Auch wenn heute noch ein großer Teil davon auf Hardwareverkäufe entfallen dürfte, soll der Software- und Serviceanteil in den kommenden Jahren deutlich gesteigert werden.

Besonders stolz ist man dabei auf die selbst entwickelte SUSIEtec-Plattform. Dieses System vernetzt alle Aktoren, Sensoren und Steuerungen einer Fabrik. Zur Mitte des vergangenen Jahres hatte S&T die Plattform bereits in 50 Fabriken im Probebetrieb. Ein anderes Softwareprodukt ist ein Managementsystem für intelligente Stromnetze oder eine Software, die die Daten von Autokameras auswertet und klassifiziert.

All das sind zwar vielversprechende Ansätze. Eine Garantie für den anvisierten Jahresumsatz von 2 Mrd. Euro sind diese Ansätze aber noch lange nicht. Derzeit sehe ich aber zwei Trümpfe, die zumindest mir sehr viel Zuversicht geben, dass S&T die gesetzten Ziele erreichen kann: CEO Hannes Niederhauser und der Ankeraktionär Foxconn.

Hannes Niederhauser: Architekt des vergangenen und des künftigen Erfolgs

Die unternehmerische Laufbahn von Hannes Niederhauser begann im Keller seines Reihenhauses. Schnell stiegen die Umsätze in die Millionen und irgendwann ergab sich die Möglichkeit, einen BMW-Unternehmensbereich aufzukaufen, den BMW selbst schließen wollte. Diese Chance ergriff Niederhauser und kaufte mit geliehenem Geld eines Wagniskapitalgebers den BMW-Unternehmensteil namens Kontron, ein Hardwarespezialisten für Embedded Computer. Computer also, die aufgrund ihres Einsatzortes möglichst klein, energiesparend und günstig ausfallen sollten.

Nach dem Börsengang um die Jahrtausendwende zog sich Niederhauser 2007 von Kontron zurück und engagierte sich danach bei S&T. Zunächst als Aufsichtsratsvorsitzender, ab 2012 dann als Vorstandsvorsitzender. Im Jahr 2017 schloss sich dann der Kreis, als S&T die sehr angeschlagene Kontron AG übernahm und Niederhauser ein großes Wiedersehen mit seiner alten unternehmerischen Heimat feierte. Heute hält er 2 % aller ausstehenden S&T-Aktien im Wert von rund 32 Mio. Euro.

Das Lebensmotto von Niederhauser scheint „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ zu sein. Das schaffte er nicht nur bei der Kontron-Übernahme und dem rechtzeitigen Börsengang, bevor die Blase des neuen Marktes platzte, sondern auch bei seinem Einstieg bei S&T, wo er den Umsatz als Vorstandsvorsitzender bis zum jetzigen Zeitpunkt verdreifachen konnte und das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern gar um das Siebenfache steigerte.

Die Chancen stehen meiner Meinung nach gut, dass Niederhauser mit der Kontron-Übernahme und der Vereinigung von Soft- und Hardwarekompetenz für das industrielle Internet of Things auch diesmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein könnte.

Foxconn: Der Asien- und Hardware-Joker

Ein interessantes Detail der bereits erwähnten Kontron-Übernahme war der ursprüngliche Übernahmeinteressent. Denn eigentlich wollte die Foxconn-Tochter Ennoconn damals Kontron übernehmen. Niederhauser überzeugte den taiwanischen Elektronikproduzenten aber, dass die Verbindung der Software-Expertise von S&T mit der Hardware-Expertise von Kontron ein deutlich schlagkräftigeres Gemisch ergeben könnte. Foxconn schien dieses Argument zu akzeptieren, nahm vom Kontron-Erwerb Abstand und beteiligte sich stattdessen über Ennoconn zu 27 % an S&T.

Der Foxconn-Einstieg erleichtert seitdem die Geschäftsanbahnung in Asien. Ein Beispiel aus dem Jahr 2019 ist ein 18-Mio.-US-Dollar-Deal mit einer chinesischen Airline, den man ohne die Foxconn-Beziehungen angeblich nicht gewonnen hätte. So kann man nun die Flugzeuge der Airline mit WLAN und Steuerungssystemen ausrüsten.

Diese Verbindung könnte künftig noch wertvoller werden. Denn angeblich steht die Hälfte aller Fabriken weltweit bereits heute in China. Mit steigenden Lohnkosten im Reich der Mitte wird auch dort Automatisierung ein immer wichtigeres Thema. Für S&T ein riesiger Markt, der nicht nur bei der Zielerreichung für 2023 helfen könnte, sondern auch darüber hinaus viele Chancen bietet.

Auch die S&T-Aktie könnte vor einer Verdopplung stehen

Heute steht die Marktkapitalisierung von S&T bei rund 1,6 Mrd. Euro. Mit dem 1,4-Fachen des für 2019 erwarteten Jahresumsatzes ist die Börsenbewertung dabei nicht allzu ambitioniert. Mit der Zunahme margenstärkerer Software- und Serviceumsätze könnte die S&T-Marktkapitalisierung beim Erreichen des 2-Mrd.-Euro-Umsatzzieles im Jahr 2023 also durchaus auch 3 Mrd. Euro betragen. Das würde den Aktionären eine fantastische Rendite von rund 20 % pro Jahr bescheren – ohne Dividendenzahlungen, wohlgemerkt.

Nicht verschweigen möchte ich dabei, dass ein Teil der Umsatzsteigerungen auch mittels Zukäufe erreicht werden soll. S&T spricht dabei von Umsätzen in der Größenordnung von rund 100 Mio. Euro, die jährlich hinzugekauft werden müssten. Auch wenn man zum Ende des dritten Quartals auf einem Cashbestand von 260 Mio. Euro sitzt, aufgrund Aktienrückkäufen noch einen zweistelligen Millionenbetrag als Akquisitionswährung in der Hinterhand hat und künftig im operativen Geschäft deutlich mehr Geld verdienen möchte, ist es nicht garantiert, dass die Zukäufe ohne die Ausgabe neuer Aktien oder größere Fremdkapitalaufnahmen zu stemmen sind. Das könnte das oben ausgewiesene Renditepotenzial verringern.

Aber selbst wenn S&T das ausgelobte Umsatzziel erst ein oder zwei Jahre später erreichen sollte und den Weg dorthin nicht vollständig aus eigener Kraft finanzieren könnte, wären zweistellige Kursrenditen für die Aktionäre absolut im Bereich des Möglichen.

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Sven besitzt Aktien von BMW und S&T. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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