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Top-Aktien für Februar

Foto: Getty Images

Ralf Anders: WACKER

Wacker Chemie (WKN: WCH888) ist in die Chinafalle getreten. Polysilicium ist der wichtigste Grundstoff für die Halbleiter- und Solarindustrie, weshalb die Aussichten bis Ende 2017 blendend wirkten. Aber wie so oft zogen die Chinesen blitzschnell eigene Fabriken hoch und ein massiver Preisverfall war die Folge. 

Bei Wacker bedeutete das nicht nur ein Einbruch beim Gewinn, sondern auch eine mächtige Sonderabschreibung in Höhe von 750 Mio. Euro. Entsprechend desolat ist das Chartbild. Trotz der Probleme dieses wichtigen Segments hält sich der über Hundert Jahre alte Konzern operativ wacker. Mit der Bereinigung könnte ein Tiefpunkt erreicht worden sein. 

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Zudem kommen jetzt neue Wachstumsfelder in den Fokus, darunter das aussichtsreiche 3D-Druck-Geschäft, die bakterienbasierte Wirkstoffproduktion, neuartige Zusatzstoffe für vegane Lebensmittel sowie die Beteiligung an dem britischen Batteriematerial-Hersteller Nexeon, der auf Siliziumanoden setzt. Von daher würde ich zukünftig wieder mit einem positiveren Nachrichtenstrom rechnen, der auch der Aktie zugutekommen sollte.

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Wacker.


Caio Reimertshofer: Activision Blizzard

Meine Top-Aktie für den zweiten Monat im Jahr ist die von Activision Blizzard (WKN: A0Q4K4). Am sechsten Februar werden nämlich die Zahlen zum vierten Quartal 2019 veröffentlicht, auf die ich sehr gespannt bin.

Das liegt daran, dass ich mich gegen Ende 2019 mit Gaming-Aktien allgemein auseinandergesetzt habe und festgestellt habe, dass das Geschäftsmodell mir als Investor zusagt.

Nicht nur das, auch das Wachstum in der Branche ist spannend und in Sachen E-Sports ist noch alles offen, da dieser Teilbereich der Gaming-Branche erst beginnt, zu wachsen.

In Activision Blizzard sehe ich ein Unternehmen, das von diesen zukünftigen Entwicklungen profitieren könnte, weshalb ich gespannt bin, was das Unternehmen zu berichten hat und vor allem, wie sich die Aktie in diesem Jahr entwickeln wird.

Caio Reimertshofer besitzt keine Aktien von Activision Blizzard.


Stefan Naerger: Lockheed Martin

Im Februar sind meine Augen auf die Aktie von Lockheed Martin (WKN: 894648) gerichtet – eine Aktie, die leicht meine Top-Aktie 2020 hätte werden können. Der Grund ist leicht erklärt: Innovation, Innovation, Innovation!

Ein wenig Innovation könnte die Luftfahrtbranche meiner Meinung nach gut brauchen. Elektrische Flugtaxis sind schön und gut, aber damit komme ich vielleicht zum Kiosk um die Ecke, aber sicher nicht schneller über den Atlantik.

Für das Konzept eines leisen Überschallflugzeugs, das sich Lockheed Martin kürzlich von der Nasa hat genehmigen lassen, könnte ich mich schon eher begeistern. 2021 soll die moderne Version der Concorde abheben. Ich bin begeistert!

Stefan Naerger besitzt keine Aktien von Lockheed Martin.


Robin Gey: Facebook

Facebook (WKN: A1JWVX) könnte ein interessanter Februar bevorstehen. Der Social-Media-Konzern hatte vor allem 2018 mit einigen Skandalen zu kämpfen, in deren Folge die Aktie rund die Hälfte ihres Wertes verlor. 2019 konnte die Facebook-Aktie diese Verluste jedoch wieder gutmachen und erreichte im vergangenen Monat ein neues Allzeithoch.

Facebook bietet seit Jahren starkes Umsatz- und Gewinnwachstum und kann zudem mit einer Nettogewinnmarge von rund 40 % punkten. Trotzdem ist Facebook aufgrund der Skandale aktuell mit einem KGV von 26 (Stand: 29.01.2020) verhältnismäßig günstig bewertet. Falls der Gesamtmarkt im Februar mitzieht und die Anleger die Ende Januar erschienenen Quartalszahlen positiv aufnehmen spricht aus meiner Sicht nichts gegen eine kurzfristige Fortsetzung der Facebook-Rally. 

Langfristig bin ich persönlich aufgrund des starken Wachstums, der hohen Marge und der aktuell recht niedrigen Bewertung im Verhältnis zum Wachstum sowieso überzeugt von der Facebook-Aktie.  

Robin Gey besitzt Aktien von Facebook.


Florian Hainzl: Ambev

Im Februar werde ich mich genauer mit dem ADR der brasilianischen Firma Ambev (WKN: A1W749) beschäftigen, da mein Broker die Aktie nicht direkt anbietet. 

Die Brauerei hat eine richtig starke Marktposition in Kanada, Mittel- und Südamerika und dominiert in 16 Ländern den Markt. In Brasilien verkauft man z. B. mehr als jedes zweite Bier und in Argentinien erreicht man einen Marktanteil von 80 %. Diese Dominanz zeigt sich auch in einer durchschnittlichen Bruttomarge von 64 % und Nettomarge von 25 % für die letzten fünf Jahre. Allerdings sind die Margen stetig gefallen. Das Unternehmen hat zu stark gespart und die Markenbotschaft, Innovationen sowie Qualität vernachlässigt und muss nun gegensteuern.

Das größte Problem und gleichzeitig die größte Chance ist allerdings der Verfall der brasilianischen Währung. Wegen der Schwäche des brasilianischen Reals hat die Aktie in den letzten Jahren in Euro gerechnet deutlich verloren, lässt sich allerdings jetzt auch günstig erwerben. Daher sollte man sich vor einer Investition damit auseinandersetzen, ob man der brasilianischen Politik eine Erholung der Wirtschaft zutraut.  

Florian Hainzl besitzt keine Aktien von Ambev.


Vincent Uhr: Henkel

Der DAX hat im Januar ein Rekordhoch bei 13.601,65 Punkten erreicht und für Investoren könnte es wieder interessanter werden, auf etwas mehr defensive Klasse zu setzen. Meine Top-Aktie für Februar ist daher die von Henkel (WKN: 604840).

Das Geschäftsjahr 2019 war zwar weiterhin eher von Stagnation geprägt und womöglich wird auch 2020 kein Rekordjahr werden. Für die kommenden Jahre und Jahrzehnte können Investoren hier jedoch aufgrund der markenstarken Alltagsprodukte wie eben Pril, Persil oder auch Pritt mit stabilen Erlösen und Ergebnissen rechnen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit etwas über 18 fair (Stand: 31.1.2020), die Dividendenrendite von ca. 2 % sorgt außerdem für solide Mittelrückflüsse. Mit der Henkel-Aktie kann man daher aktuell auch mit einem DAX, der nicht allzu weit vom Rekordhoch entfernt ist, wenig falsch machen.

Vincent besitzt Aktien von Henkel.


Peter Roegner: Walt Disney

Unsere Zeit ist voll von disruptiven Geschäftsmodellen. Eines davon ist Streaming: Das alte Fernsehen mit festen Sendungen zu festen Uhrzeiten ist out, jetzt kann jeder zu jeder Zeit alles gucken.

Netflix war der Vorreiter dieses Trends. Inzwischen sind viele andere Unternehmen auf den Zug aufgesprungen, darunter Walt Disney (WKN: 855686), dessen Streaming-Service Disney+ im November in den USA gestartet ist.

Zwar war Netflix der Erste am Markt, aber der 96 Jahre alte Unterhaltungskonzern Disney verfügt über eine ganze Reihe Vorteile gegenüber der Konkurrenz, darunter eine große Bibliothek an eigenen Inhalten, superstarke Marken mit Frozen, Avengers und Star Wars sowie die erfolgreichsten Themenparks der Welt. Das sorgt für regelmäßige Einnahmen, während Netflix sehr viel vom Umsatz in die Produktion neuer Serien investieren muss. Für mich ist Disney daher die Investition in einen langfristigen Trend. Und jeder, der Kinder hat, weiß, dass Disney immer geht. 

Peter besitzt keine Aktien von Walt Disney und Netflix. Von Peter betreute Depots besitzen Aktien von Walt Disney.


Frank Seehawer: RTL Group

Mein Favorit für den Monat Februar ist die Aktie der RTL Group (WKN: 861149). Das Unternehmen befindet sich seit längerem in einer Umbruchsituation. Streaming-Anbieter wie Netflix profitieren vom Trend, online Filme zu schauen. 

Die RTL Group hatte hier den Anschluss etwas verpasst, weshalb die Aktie mit einem KGV von 10 bei einer 9,2-%-igen Dividendenrendite gehandelt wird (Stand: 23.1.2020).

Mit zuletzt 1,4 Mio. zahlenden Abonnenten (+50 % gegenüber Q3/2018) für seine Streaming-Dienste in Deutschland und den Niederlanden ist der Markt aber noch nicht verloren. Die relativ gute Finanzlage sowie das klassische Fernsehgeschäft könnten diesem neuen Wachstumssegment Rückhalt geben und die Aktie langfristig neu bewerten.

Frank Seehawer besitzt Aktien der RTL Group.


Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

Bis zu 130 Mrd. US-Dollar investiert Investorenlegende Warren Buffett in nur ein einziges Unternehmen. Das zeugt von riesigem Vertrauen in das Zukunftspotential.

Buffett hat so einige Mega-Milliardeninvestments in seinem Portfolio. Wir haben sie näher analysiert, und angesehen, inwieweit sie sich zum Nachahmen eignen.

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Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Activision Blizzard, Facebook, Netflix und Walt Disney und empfiehlt die folgenden Optionen: Long Januar 2021 $ 60 Calls auf Walt Disney und Short April 2020 $ 135 Calls auf Walt Disney.

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