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Royal Dutch Shell-Aktie nach schwachen Zahlen: Coronavirus als weitere Belastung?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Die Aktie von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) hat gleich zum Jahresbeginn mit einem negativen Paukenschlag auf sich aufmerksam gemacht. Dass das Zahlenwerk für das vierte Quartal durchwachsen werden würde, hatte sich in Anbetracht einer Gewinnwarnung bereits abgezeichnet. Wie schwach dieses sein würde, damit hatten jedoch nur die wenigsten gerechnet.

Unterm Strich brach der Gewinn massiv ein auf unter 1 Mrd. US-Dollar. Je Aktie blieb lediglich ein Ergebnis von 0,11 US-Dollar hängen, was nicht einmal ausreichend ist, um die Dividende zu decken. Ein Gesamtjahresergebnis von 1,89 US-Dollar rettet hier zwar die Bilanz und vor allem die jährliche Dividende in Höhe von 1,88 US-Dollar. Allerdings ist das nicht der Anspruch des Konzerns, zumal auch die Aktienrückkäufe im ersten Quartal reduziert werden mussten.

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Nun könnte es jedenfalls den zweiten Schock geben: Denn obwohl in Libyen der Ölmarkt massiv zum Erliegen gekommen ist und die OPEC weiterhin die Preise stützt, gehen Analysten bedingt durch das Coronavirus von einem schwierigen Markt aus. Lass uns im Folgenden einmal betrachten, was Investoren hier wissen müssen:

Was das Coronavirus mit dem Ölmarkt zu tun hat

Generell ist es schon bemerkenswert, welche Ausbreitung das Coronavirus in diesen Tagen entfaltet. Gemeint ist damit jedoch nicht die Zahl der Infizierten oder auch Toten, die es leider gibt. Sondern wie sehr das Virus aus dem Reich der Mitte auch die Welt von Aktien und Börsen tangiert. Und vielleicht sogar die Ölmärkte.

Gemäß der Prognose von Analysten dürfte sich dieses gesundheitspolitische Happening wohl auch hier bemerkbar machen. Wobei das Wechselspiel hier über mehrere Banden funktionieren würde, die wir uns im Folgenden etwas näher ansehen wollen.

Grundsätzlich könnte das Coronavirus beziehungsweise die Angst vor einer Pandemie zu einer etwas schwächeren Aussicht für die Weltwirtschaft sorgen. Zumindest Unternehmen und Konzerne könnten dadurch etwas pessimistischer werden, was möglicherweise für eine gedrückte Stimmung sorgt und entsprechenden Einfluss auf die Nachfrage nach dem schwarzen Gold haben könnte. So zumindest die Theorie, wobei es letztlich die Aussicht auf eine nachlassende Nachfrage ist, die den Preis derzeit drückt. Möglicherweise auch über Monate und Quartale hinweg, wie Ölmarktanalysten in diesen Tagen betonen.

Allerdings existieren auch beschwichtigende Äußerungen. Einerseits betonen viele, dass das Ausmaß der Ausbreitung derzeit noch schwierig vorhersehbar ist und dass eine Lösung und Eindämmung möglicherweise in wenigen Wochen gelingen könnte. Auch Rechen- und Zahlenbeispiele mit anderen Erkrankungen, beispielsweise dem vergleichsweise normalen Influenza-Virus machen gegenwärtig die Runde, das jedes Jahr ebenfalls für Ausfälle und teilweise, gerade bei angeschlagenen Patienten, für Lebensgefahr sorgen kann.

Was das für Ölaktien und Royal Dutch Shell bedeutet

Auch der saudi-arabische Ölminister hat in diesen Tagen bereits versucht, zu beschwichtigen, und sich dahin gehend geäußert, dass der derzeitige Ölpreis von unter 60 US-Dollar je Barrel Brent vornehmlich psychologischer Natur sein dürfte sowie auf eine generell pessimistische Sicht im Markt zurückzuführen sei. Der kurzfristige Schaden scheint nun jedenfalls da zu sein, zumal Anfang des Jahres sogar noch die Notierungen von Brent auf fast 70 US-Dollar je Barrel geklettert waren.

Für Royal Dutch Shell sollte dieses Ölpreisniveau zwar eigentlich, vor allem bereinigt um Einmaleffekte, keine Herausforderung darstellen, zumal der britisch-niederländische Öl- und Erdgasmulti bereits auf einem Preisniveau von 52 US-Dollar je Barrel Brent ausreichend profitabel gewesen ist, um die Dividenden zu decken. Nichtsdestoweniger ist zumindest die Zeit der wieder fetteren Erlöse und Gewinne durch den Ölpreisanstieg ebenfalls zunächst vorbei.

Kurzfristig führen die sinkenden Preise dabei ebenfalls zu einem gewissen Druck auf die Aktie, wobei das schwache Zahlenwerk sowieso bereits zu einem Kursrückgang geführt hat. Was wiederum zu eine weiterführenden, interessanten Fragestellung führt:

Die Krise als Kaufchance?

Unterm Strich könnten die schwachen Zahlen und auch die derzeit sinkenden Ölpreise zu einer günstigeren Bewertung führen, die möglicherweise als Kaufchance fungiert. Insbesondere sofern man die Gewinne als Ausrutscher werten möchte und auch das gesunkene Ölpreisniveau als nicht langfristig erachtet, könnte hier weiterhin ein stabiler, günstiger Zahler mit einer Dividendenrendite von wieder mehr als 6,7 % lauern.

Zumal Royal Dutch Shell auch in Vorquartalen gezeigt hat, wie stark das operative Geschäft bei Ölpreisen rund um 60 US-Dollar je Barrel Brent sein kann und die Nervosität im Ölmarkt weiterhin hoch ist. Kurz- bis mittelfristig könnte hier daher so einiges auch wieder ins Gegenteil umschlagen.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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