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Wasserstoffturbinen, Brennstoffzellen-Kartuschen und 3 weitere Investmentideen für die Energiewelt 2030

Die Energiewelt wird auf den Kopf gestellt. Zentral wird zu dezentral, Getrenntes wird integral und Abgase werden zu Rohstoffen. Jährlich fließen 1.500 bis 2.000 Mrd. US-Dollar in Kraftwerke, Stromnetze, Speicherkapazitäten und den Ausbau der Öl-, Kohle- und Erdgasförderung. Wer eine Vorstellung davon hat, was damit über die nächsten zehn Jahre passieren wird, der kann bessere Investitionsentscheidungen treffen. Hier sind fünf Ideen.

Wasserstoff haucht der Gasturbine ein zweites Leben ein

Angesichts der zunehmenden Alarmstimmung in der Klimapolitik könnte man auf die Idee kommen, dass die sowieso seit Jahren kriselnden Turbinenbauer gezwungen wären, sich zu reinen Serviceunternehmen zu wandeln, die die installierten Kapazitäten noch bis zum Ende ihrer Laufzeit warten. Aber es könnten wieder bessere Zeiten kommen.

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Da sich der größte Widerstand gegen die Kohle richtet, müssen Gaskraftwerke her, die sehr schnell eine hohe Leistung bereitstellen können. Vor wenigen Tagen kündigte Minister Peter Altmaier an, dass es zumindest für eine Übergangszeit „ohne Gas nicht gehen“ werde, weshalb der Neubau von modernen Einheiten gefördert werde.

Kritische Stimmen sehen nach Atom und Kohle bis in zehn Jahren den nächsten milliardenschweren Ausstieg heraufziehen. Dagegen spricht jedoch Folgendes: Fast alle großen Turbinenhersteller – egal ob Ansaldo, General Electric (WKN: 851144) oder die bald an die Börse kommende Energiesparte von Siemens (WKN: 723610) – wollen bis 2030 Nachrüsttechnik im Angebot haben, um einen Betrieb mit 100 % Wasserstoff zu ermöglichen. Schon zuvor soll eine Beimischung von 30 % möglich sein, sodass ein perfekter Übergang gewährleistet sein dürfte.

Preiswerte Turbinentechnik wird also voraussichtlich ihren Platz finden neben der Brennstoffzelle im stationären Bereich.

Brennstoffzellen werden dank Kartuschen allgegenwärtig

Auch im mobilen Bereich gab es immer wieder Vorstöße mit kleinen Turbinen als Range Extender. Dass daraus noch etwas Großes wird, ist mittlerweile aber eher unwahrscheinlich. Im mobilen Bereich kommt es auf die Effizienz an, und da ist die Brennstoffzelle einfach der direkten Verbrennung in einer Turbine deutlich überlegen.

So oder so braucht es ein dichtes Vertriebsnetz für den Wasserstoff, wenn es nicht nur in Flotten, sondern auch in Pkws im großen Stil zum Einsatz kommen soll – und das entwickelt sich nur sehr zäh. Schneller ginge es mit Kartuschen im handlichen Thermoskannenformat. Die könnten in jedem kleinen Laden verkauft werden oder sogar in Automaten. Schon 1 Kilogramm bringt 100 Kilometer Reichweite.

Ich bin ziemlich überzeugt davon, dass es letztlich auf eine Lösung dieser Art hinauslaufen wird. Was die kleine Sodastream aus Israel mit CO2-Kartuschen für Wassersprudler geschafft hat, sollte doch auch die mächtige Energiewirtschaft auf die Beine stellen können. Ich sehe hier großartige Geschäftsmodelle aufkommen und würde die Aktivitäten von relevanten Herstellern wie etwa dem Stahlzylinderlieferanten Luxfer (WKN: A2JSKT) im Blick behalten.

Solardächer werden Standard im Verkehr

Auch Solartechnik kommt als Range Extender infrage. Auf dem Parkplatz, im Stau und während der Fahrt lässt sich mit großflächig über die Außenhaut verteilten Modulen Energie gewinnen, die die Batterie entlastet. Beim Sion von Sono Motors, der sich gerade eine weitere Crowdfinanzierung gesichert hat, ist von bis zu 35 Extrakilometern die Rede.

Mit stärkeren Zellen, noch besserer Flächenausnutzung und mehr Effizienz sollten sogar über 50 Kilometer möglich sein. Ich denke, das hat großes Potenzial, sobald das Gewicht und die Kosten der integrierten Module eine gewisse Schwelle unterschreiten. Dabei geht es nicht nur um die Wirtschaftlichkeit, sondern auch um die Tatsache, dass ich zum Beispiel am Morgen an einen einsamen See fahren kann und dann weiß, dass das Auto bis abends kostenlos für die Rückfahrt aufgetankt sein wird.

Meine Prognose daher: 2030 werden Solardächer in Großserie gefertigt und von fast allen führenden Automarken standardmäßig eingesetzt.

Floating Offshore bekommt global industrialisierte Wertschöpfungsketten

Großserie ist auch ein großes Thema bei der Offshore-Windkraft. Über die Industrialisierung konnten die Kosten bereits ein gutes Stück gesenkt werden, aber noch konzentrieren sich die Anstrengungen auf wenige Standorte an Nord- und Ostsee.

Die Situation könnte sich im Laufe dieser Dekade dramatisch ändern. Über das zunehmende weltweite Interesse werden auch in Amerika, Asien und Australasien mächtige Hubs entstehen, die die gesamte Wertschöpfungskette in Großserie abbilden. Angetrieben wird diese Entwicklung durch die Marktreife von schwimmenden Plattformen, Power-to-X-Technologien und die Verfügbarkeit von 10 bis 15 Megawatt starken Turbinen.

Damit werden plötzlich Standorte interessant, an die zuvor kaum jemand gedacht hat. Das Potenzial vervielfacht sich und davon würden insbesondere spezialisierte Zulieferer wie Gurit (WKN: 870988) profitieren.

Stationär wird Natrium das neue Lithium

Zuletzt noch ein Blick auf ein Kernelement der Energie- und Mobilitätswende, die Batterie. Jetzt, wo die Nachfrage nach Elektroautos sichtbar in Fahrt kommt, klagen erste Hersteller wie Daimler (WKN: 710000) schon über Lieferengpässe bei Lithiumzellen. Möglicherweise sehen wir deshalb über die kommenden Quartale eine ausgebremste Entwicklung.

Allerdings ist Lithium lediglich in mobilen und portablen Anwendungen klar die erste Wahl. Im stationären Bereich gibt es hingegen Alternativen. Neben verschiedenen Redox-Flow-Batterietypen rückt immer stärker Natrium in den Fokus als naheliegender Ersatz für Lithium. Weil die Kochsalzkomponente Natrium weltweit günstig verfügbar ist, wird seit vielen Jahren international daran geforscht, die Technik in die Großserie zu überführen.

Der japanische ABB (WKN: 919730)-Forschungspartner NGK Insulators (WKN: 862417) vermarktet bereits offensiv entsprechende Lösungen und beim Fraunhofer IKTS gibt man sich selbstbewusst, dass man auf dem besten Weg sei, eine überlegene Lösung zu entwickeln, die auf einem kostengünstigen Extrusionsverfahren basiert.

Auch hier tut sich ein Milliardenmarkt auf, denn stationäre Speicher werden überall zur Netzstabilisierung gebraucht, sobald Millionen Elektroautos und unzählige verteilte Energieerzeuger für Spitzenlasten sorgen.

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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