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Royal Dutch Shell, BP & Co.: Ölblockade in Libyen – Chance für Dividendenjäger?

silhouette of working oil pumps on sunset background
Foto: Getty Images

Die Aktien von Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517) und Co. haben eigentlich einen soliden Start in das neue Jahr hingelegt. Bedingt durch den bislang doch recht kurzfristigen Zwist zwischen den USA und dem Iran konnten die Ölpreise zumindest einen kurzen Zeitpunkt lang stark zulegen. Das hat auch den jeweiligen Dividendenperlen etwas Auftrieb verliehen.

Auch wenn diese Auswirkungen nun möglicherweise verarbeitet und ausgepreist worden sind, bahnt sich derzeit eine zweite wichtige Meldung an, die den Ölmarkt in helle Aufregung versetzen könnte. Sowie zu stärkeren Ölpreissteigerungen führen kann.

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Im Fokus hierbei: Der Öl-Staat Libyen. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren hier zu den neuen Wendungen und Einschränkungen wissen müssen.

Eine Blockade mit starken Einbußen

Wie mehrere Medien und Nachrichtendienste, unter anderem die AFP, zum Wochenende berichten, gebe es massive Einschränkungen innerhalb der Ölförderung im Staate Libyen. Demnach hätte eine militärische Blockade, ausgelöst durch Truppen von General Chalifa Haftar, hier viele Ölfelder und Produktionsstandorte beeinträchtig. Die Produktion sei an vielen Orten quasi zum Erliegen gekommen.

In absoluten Zahlen beziffert sei die Produktion innerhalb der letzten Woche gesamtheitlich gesehen um 75 %, also um drei Viertel eingebrochen. Anstatt wie bislang 1,2 Mio. Barrel pro Tag zu fördern, belief sich die Produktion zuletzt auf lediglich 320.000 Fässer, was an dieser Stelle zu einer Einsparung von rund 880.000 Barrel pro Tag führt. Gewiss keine kleinere Einschränkung an dieser Stelle, die wirtschaftlich bereits jetzt einen dreistelligen Millionenbetrag in Dollar nach sich ziehe.

Nichtsdestoweniger hat diese Einschränkung natürlich ebenfalls einen Einfluss auf das Angebot und die Nachfrage im globalen Ölmarkt, beziehungsweise auf die Wahrnehmung der zukünftigen Chancen und Risiken innerhalb dieses Segments. Sowie vermutlich auch auf den Ölpreis, der für Dividendenperlen wie Royal Dutch Shell, BP und Konsorten weiterhin wichtig bleibt.

Etwas mehr Kontext zu den Zahlen

Fraglich bleibt an dieser Stelle natürlich, wie groß die Auswirkungen dabei sind. Per Ende des Jahres 2018 betrug die maximale Förderung so beispielsweise rund 95 Mio. Barrel pro Tag, wodurch diese möglichen Einbußen von in etwa einem Prozent vergleichsweise gering erscheinen. Jedoch ist der Ölmarkt an dieser Stelle ein sehr sensibler Markt, was die jeweilige Angebots- und Nachfrageseite anbelangt, entsprechend könnte der Effekt größer sein, als zunächst angenommen.

Selbst die letzte OPEC-Einigung sah beispielsweise vor, lediglich 500.000 Barrel pro Tag weniger zu fördern, was bereits ein stabileres Marktumfeld garantieren sollte. Immerhin, der Ölpreis hat sich seitdem konsequenterweise über der Marke von 60 US-Dollar je Barrel Brent festgesetzt, entsprechend scheinen diese im Dezember beschlossenen Maßnahmen zu wirken.

Die 880.000 fehlenden Barrel pro Tag könnten daher durchaus ein gewisses Momentum im Ölmarkt auslösen und sofern diese Einbußen länger bestehen bleiben, sogar zu einem höheren Ölpreis bei Brent und WTI führen. Entsprechend scheint Libyen derzeit eine Region zu sein, die man innerhalb dieses Segments auf dem Schirm haben sollte.

Mehr Gewinn für Royal Dutch Shell, BP und Co.?

Generell scheint der Ölmarkt weiterhin nervös zu sein und nach dem Irankonflikt könnte nun mit Libyen eine zweite Runde der Preissteigerungen bevorstehen. Allerdings sollten Investoren hier abwarten, wie langwierig diese Folgen und Kürzungen sein werden. Politische Börsen hatten hier, auch zuletzt, häufig kurze Beine.

Die Nervosität und die jeweiligen Krisenherde zeigen jedoch, dass eine gewisse Spannung im Ölmarkt vorhanden ist, die für einige Preis-Peaks sorgen könnte. Für die Gewinne und Dividenden von Royal Dutch Shell, BP und Co. scheinen jedenfalls weniger Sorgen zu bestehen. Zumal solche nervösen Zuckungen häufig auch das Abwärtspotenzial von Brent und WTI limitieren.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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