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643 – die Zahl, die zeigt, weshalb Investoren der Deutsche-Bank-Aktie fernbleiben sollten!

Die Aktie der Deutschen Bank (WKN: 514000) gehört in diesen Tagen wieder zu den etwas häufiger diskutierten DAX-Vertretern. Insbesondere die Personalie Sigmar Gabriel, der neuerdings in den Aufsichtsrat des Geldhauses wechselt, bewegt Land und Leute. Wobei es vornehmlich die Kritik am Sozialdemokraten und Vergleiche zum Ex-Kanzler Gerhard Schröder sind, die dabei aufkommen.

Nebensächlich ist dabei eine andere Zahl geworden: die 643. Schauen wir im Folgenden einmal, warum das ein guter Hinweis sein könnte, weshalb man als Investor bei der günstig wirkenden Aktie noch immer vorsichtig sein sollte. Eine Zahl, die zeigt, dass hier nicht zwingend die Investoren im Vordergrund stehen.

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Das bedeutet die 643

Doch bevor es um eine Bewertung dieser Zahl geht, sollten wir zunächst einmal beleuchten, was sich hinter der 643 denn eigentlich verbirgt. Um es an dieser Stelle kurzzumachen: Die 643 gibt an, wie viele Gehaltsmillionäre sich das kriselnde Geldhaus leistet. Also wie viele Top-Mitarbeiter und -Manager ein Jahresbruttogehalt von mindestens einer Million beziehen.

Man mag an dieser Stelle darüber rätseln, ob das jetzt günstig oder teuer ist, im europäischen Vergleich ist das jedenfalls ein hoher Wert. Absolut gesehen leistet sich der DAX-Konzern im europäischen Vergleich so viele Gehaltsmillionäre wie kein anderes Geldhaus. Die Commerzbank (WKN: CBK100), eine inzwischen vergleichsweise kleinere deutsche Bank, bringt es lediglich auf zwölf Manager mit Gehaltsmillionen. Ein größerer Unterschied, wobei auch der Vergleich mit anderen Institutionen ein ähnliches Bild offenbart.

Die Deutsche Bank rechtfertigt sich an dieser Stelle damit, dass im internationalen Markt solche Gehälter gezahlt werden müssten, um die Besten beispielsweise im Bereich des Investmentbankings zu bekommen. Da diese Sparte jedoch in den vergangenen zwei Quartalen Verluste eingefahren hat, kann man als Investor an der grundsätzlichen Zahlungsbereitschaft zweifeln. Zumal es nicht das erste Mal ist, dass die Deutsche Bank hier in die Schlagzeilen gerät.

Ein falscher Fokus beim Geldhaus

Bereits des Öfteren gab es Kritik an gängigen Gehaltspraktiken der Deutschen Bank. Vielfach waren es die Mitarbeiter-Boni in Milliardenhöhe, die trotz schlechter Zahlen ausgeschüttet worden sind. In Jahren, in denen nicht bloß verschwindend geringe Gewinne erzielt werden konnten, sondern auch die Dividenden und Renditen für Investoren mickrig ausgefallen sind. Das ließ in diesen Tagen ein bitteres Geschmäckle aufkommen hinsichtlich dessn, was bei dem Geldhaus Priorität besitzt.

Mein Foolisher Kollege Marlon hat dabei vorgerechnet, dass im Endeffekt ein Großteil vieler Kapitalerhöhungen effektiv sogar für Boni verpulvert worden sind. Das bedeutet unterm Strich nicht bloß, dass die Investoren zuletzt in der Kette derjenigen gewesen sind, die vom Geldhaus profitieren sollen, sondern sogar Mitarbeiter-Boni auf Grundlage von Verwässerungen ausgezahlt worden sind. Auch wenn es explizit natürlich keinerlei solcher Meldungen gegeben hat, Zahlen lügen nicht.

Mehrwerte für Investoren sind daher in den letzten Krisenjahren eher die Ausnahme gewesen und die Anzahl der Gehaltsmillionäre kann an dieser Stelle erneut eine passende Erinnerung dafür sein, dass man als Investor hier weiterhin vorsichtig sein sollte. Denn im Endeffekt stehen die Chancen nicht schlecht, dass man auch künftig eher eines der hinteren Glieder in der Hierarchie derjenigen sein wird, die profitieren. Zumindest wird hier erneut ein solcher Verdacht genährt.

Es gibt bessere Alternativen

Letztlich könnte es daher bessere und renditestärkere Alternativen zur Aktie der Deutschen Bank geben, das ist keine Frage. Nichtsdestoweniger hoffen dennoch einige hier auf einen günstigen Turnaround, der jedoch möglicherweise weiterhin ausbleiben könnte.

Ein falscher Fokus in der Art, wo Gelder gelassen werden und wer ein Anrecht auf Belohnungen und Rendite hat, scheint jedenfalls hierfür zu sprechen und als Investor sollte man wohl wirklich kritisch hinterfragen, ob man auch in Anbetracht der 643 Gehaltsmillionäre einen größeren Fokus der Verantwortlichen einnimmt.

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