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Mathematik hinter ETFs: Warum Rendite entscheidend ist, maximale Diversifikation jedoch zweitrangig

Das Investieren in ETFs kann für viele Investoren ein einfacher Prozess sein. Mithilfe eines marktbreiten Ansatzes und damit einhergehend einer starken Diversifikation, reichlich Geduld und einem günstigen Fonds können Anleger über Jahre und Jahrzehnte hinweg eine starke marktübliche Rendite einfahren. Und das sogar auf Autopilot.

Nichtsdestoweniger kann man sich auch intensiver mit den grundlegenden Chancen, Risiken und Potenzialen beschäftigen, um hier ein besseres Gefühl zu bekommen. Wichtig dabei ist die Mathematik hinter diesen Produkten sowie natürlich die Rendite und die Diversifikation.

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Im Endeffekt ist die Rendite jedoch entscheidender und die Diversifikation, vor allem für die Rendite, vergleichsweise unerheblich. Glaubst du nicht? Dann lass uns im Folgenden mal ein wenig mit den Zahlen spielen.

Unterschiedliche Renditen im Blick

Für viele ist die Rendite hinter ETFs häufig eher zweitrangig. Egal ob man S&P 500, MSCI World oder Euro Stoxx auswählt, im Endeffekt wird man über Jahre und Jahrzehnte hinweg wohl eine marktübliche Rendite erhalten. Also irgendwas im höheren einstelligen Prozentbereich, häufig wird diese Spanne zwischen 7 und 9 % pro Jahr liegen. Wobei es sich hierbei, und das kann nicht oft genug betont werden, um langjährige Durchschnittswerte handelt.

Die Spanne zwischen 7 und 9 % kann dabei jedoch bereits kurzfristig einen bedeutenden Unterschied ausmachen, beispielsweise bei der Frage, wann sich ein Vermögen im Schnitt verdoppeln wird. Sofern wir zunächst von einer zugegebenermaßen gradlinigen 7%igen Rendite pro Jahr ausgehen, wird dieser Vorgang etwa 10,2 Jahre benötigen, bei einer Rendite von 9 % hingegen werden Investoren lediglich acht Jahre für diesen Schritt benötigen. Im Endeffekt wird derjenige, der 9 % ETF-Rendite erhält, daher nach acht Jahren dieses Ziel erreicht haben und in den folgenden zwei Jahren lediglich ein Plus generieren können.

Falls man das als Investor für Peanuts hält, sollte man möglicherweise etwas längerfristiger in die Zukunft blicken. Über 20 Jahre hinweg brächten 7 % bei 10.000 investierten Euro einen Betrag von in etwa 38.700 Euro, während es 9 % bei ebenfalls 10.000 Euro auf 56.000 Euro gebrächt hätten. Der Unterschied der oberen und unteren Spanne einer marktüblichen Rendite hätte somit bei lediglich 10.000 Euro absolut gesehen einen Mittelklassegebrauchtwagen bedeutet. Wenn wir das auf größere Summen abstrahieren, so zeigt das doch recht deutlich, dass Unterschiede bei ETF-Renditen langfristig einen starken Einfluss besitzen.

Die Diversifikation ist dafür jedoch zweitrangig

Im Endeffekt liest man viel darüber, wie wichtig eine starke und möglichst quantitative Diversifikation bei einem Ansatz ist, der auf Passivfonds beruht. Grundsätzlich ist das von der qualitativen Streuung, sprich der jeweiligen Segmente und investierten Regionen, zwar zu unterscheiden, wobei diese Aspekte wirklich wichtig sein können. Die Anzahl der Aktien hingegen, also die quantitative Streuung, besitzt jedoch einen vergleichsweise geringen Einfluss auf den jeweiligen ETF.

Wieso? Eine hervorragende Frage, und im Grunde hängt das einzig und alleine mit der Gewichtung innerhalb der jeweiligen Indizes zusammen. Sofern wir an dieser Stelle beispielhaft einfach mal einen Blick auf den S&P 500 riskieren (als Stellvertreter für viele breite Indizes mit Hunderten oder Tausenden Aktien), können wir hier wichtige Dinge erkennen.

Zum einen ist der Index mit 500 Aktien sehr diversifiziert. Zum anderen gibt es hier jedoch eine starke Gewichtung. Die größten Unternehmen, Apple oder Microsoft beispielsweise, nehmen alleine einen Anteil von jeweils über 4 % am gesamten S&P 500 ein, wohingegen es viele Aktien gibt, die lediglich auf einen Anteil von 0,0x % kommen, die daher nicht einmal einem Vierhundertstel des Gewichtes entsprechen, das Apple besitzt. Die Top-10 des S&P 500 hingegen bringen es zusammen auf rund ein Viertel des Gesamtgewichtes des S&P 500.

Sofern wir im Gegenzug einfach mal von der kühnen Annahme ausgehen, dass die letzten 100 Aktien es lediglich auf 2 % der Index-Masse bringen, werden diese sich verzehnfachen müssen, um nicht einmal das zu erreichen, was die Top-10 schaffen würden, wenn diese sich einfach verdoppeln würden. Im Gegenzug können sich die letzten 100 Aktien allesamt im Wert halbieren und die Top-10 könnten das herausholen, indem sie an einem techfreundlichen Gesamtmarkt um 4 % zulegen. Eine bemerkenswerte Mathematik, die vieles offenbart.

Viele ETFs sind nämlich in erster Linie von ihren Top-Holdings abhängig, wohingegen das kleinere, letztere Beiwerk lediglich einen winzigen, häufig nicht einmal spürbaren Anteil am Gesamterfolg eines Passivfonds hat. Das kann helfen, Chancen und Risiken einzelner ETFs beziehungsweise der zugrunde liegenden Indizes besser zu bewerten.

Bemerkenswerte Mathematik hinter Passivfonds

Wie wir im Endeffekt sehen können, ist die Rendite daher ein entscheidendes Merkmal beim Vermögensaufbau mithilfe von ETFs, die Diversifikation ist es jedoch, mal abgesehen von der qualitativen Komponente, eher nicht. Das kann dir bei deinen eigenen Vorhaben behilflich sein. Zumindest, sofern du die richtigen Schlüsse hieraus ziehst.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Microsoft und besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple und Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple und Long Januar 2021 $85 Calls auf Microsoft.

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